
Am 30.08.2024 wurden wir vom Beobachter Magazin mit einem Podcast überrascht. Auf diesem Weg nochmals herzlichen Dank, dass das Beobachter-Team Samuel Z. die Möglichkeit gegeben hat, zu erzählen, was er alles erlebt und gefühlt hat!
Hier der direkte Link:
https://www.beobachter.ch/podcasts/podcast-beobachter-radar/schon-als-kind-bei-scientology-743993
Samuel Z. wurde von der Moderatorin Jasmine Helbling und der Journalistin Andrea Haefely sehr empathisch befragt / interviewt. Aber zuerst eine kurze Rückblende: Es ist noch nicht lange her, als wir erfahren haben, dass Samuel, ein Basler ex-Scientologe, aufgetaucht ist, dass er sehr sympathisch seine Geschichte erzählt und eigene Aufklärungsvideos machen will. Nach kurzer Zeit haben wir ihn kontaktiert und als er seinen Wunsch geäussert hat, seine Geschichte zu erzählen, aber keinen Kontakt zu den Medien hat, haben wir ihm angeboten, Kontakte zu Medien herzustellen, die wir als empathisch und als sehr gewissenhaft betrachten.
So hat Samuel also sein OK gegeben loszulegen. Und es war echt schön, denn Frau Haefely vom Beobachter war zu Beginn weg nicht nur interessiert, sondern gleichzeitig auch empathisch fasziniert. Wir spüren sofort, ob jemand «sensationsgeil» ist, oder ob ein tiefgründiges Interesse an einer Person und seiner Geschichte vorhanden ist. Bereits zu Beginn hat sie erwähnt, dass sie gerne mehr erfahren würde. Und so kam der Kontakt zum Beobachter zustande und es freut uns umso mehr, dass der grosse Bericht so eingeschlagen hat und dermassen erfolgreich war.
Aber es kommt noch besser, denn es gibt eine Zugabe, die uns wirklich extrem freut, denn Samuel Z. wurde für den «Prix Courage 2024» nominiert, ein Preis, welcher der Beobachter an inspirierende Menschen vergibt, die durch ihr unerschrockenes Handeln und mutige Taten beeindrucken! Das ist einfach MEGA!
Eine rundum gelungene Sache, die hilft, Scientology und ihre Machenschaften zu beleuchten und mit einer Lupe besondere Geschehnisse an die Öffentlichkeit zu bringen. Alle sollen erfahren, wie Scientology mit Kindern und Jugendlichen umgeht und wie Scientology nicht nur die Demokratie verachtet, sondern auch gleichgeschlechtliche Menschen. Und wie sie versuchen, mit politischem Lobbyieren und zusätzlichen Mitteln sich scheinheilig als religiöse Gemeinschaft und sogar als Kirche darzustellen. Dabei zerstören sie Familien und Menschen!
Und wie unsere Blogleser erst vor kurzem erfahren haben, stellen wir Scientology immer und sofort. Deshalb ist es uns eine grosse Freude, auch hier sofort zu agieren.
Es ist einfach wahnsinnig, wie Scientology immer und immer wieder versucht, Geschichten völlig anders aussehen zu lassen, alles umzudrehen und anders darzustellen, zu verharmlosen, und wie sie immer wieder versuchen, Aussteiger in ein schlechtes Licht zu stellen. Ein typisches Vorgehen für eine Psychosekte – und das ist Scientology durch und durch – sie versuchen mit allen Mitteln jegliche Kritik von sich abprallen zu lassen. Auch dies passt wunderschön zu dieser perfiden Organisation und ihren manipulativen Techniken.
Selbstverständlich haben wir uns seit dem Erscheinen der Lebensgeschichte von Samuel Z. vom 1. August 2024 gefragt, wie lange es dauern wird, dass sich der altbekannte Mediensprecher Gustav* zu Wort meldet. Wir müssen klar sagen, dass er nicht nur gepennt hat, er hat sogar völlig versagt! Wie kann ein angeblicher Sprecher der Schweizer Scientologen, er war vorher auch OSA-Chef Deutschland und Schweiz, er wurde also vlt. degradiert, sich einen Monat überhaupt nicht äussern. Was für eine Blamage für Scientology und insbesondere für Scientology Schweiz!
Nach dem kolossalen Versagen des Pressesprechers von Scientology Schweiz trat entweder Scientology USA oder Dänemark in’s Spiel. Und diese haben ihm ein Liedchen gesungen, dass sein Verhalten nicht Scientology würdig sei. Natürlich haben wir Samuel Z. persönlich mitgeteilt, dass der Tag kommen wird, dass alles bestreitet werden würde und wir sind überzeugt, dass dieser Tipp Samuel geholfen hat, sich auf diesen Moment vorzubereiten.
So, und jetzt wird es noch interessanter. Im neuen Beobachter Magazin Nr. 18 vom 30.08.2024 kann man in alter Manie die Stellungnahme von Scientology Schweiz, vertreten durch Gustav*, lesen. Er stellt Samuel Z. (Sektenkind / Überlebender und ehm. SeaOrg) öffentlich an den Pranger.
Schauen wir doch ganz genau auf die Aussagen des evtl. degradierten Sprechers der Scientologen Schweiz hin, der auch schon früher völlig ausgeflippt ist, als ihn CH-Medien immer und immer wieder auf Geschehnisse und auf uns, die FASA, angesprochen hat. Wir wissen nämlich, dass er nach einem telefonischen Interview vergessen hat, das Telefon aufzuhängen. Wütend und völlig ausser sich hat er sich nicht nur über uns, sondern auch über die Anfrage geäussert, nicht wissend, dass der Journalist alles mitbekommen hat, smile…
Kommen wir nun zu der Stellungnahme des mehrfach erwähnten Pressesprechers:
«Hätte der Beobachter in der Schweiz nachgefragt, hätte der Leser erfahren können, dass das porträtierte Ex-Mitglied nie in der Sauna bewusstlos wurde. Er hatte nur wenige Stunden Auditing, in denen aber andere Themen als im Artikel behauptet aufgegriffen wurden. Er wuchs nicht im Basler Hauptsitz auf, sondern bewohnte damals mit seiner Familie eine geräumige Wohnung. Niemand sagte ihm, er müsse nie mehr in die Schule, wenn er einen sogenannten SeaOrg-Vertrag unterschreibe. Tatsächlich ging er danach weiter vier Jahre lang in der Schweiz zur Schule und danach noch drei Jahre in England, absolvierte also die obligatorische Schulpflicht. Er erhielt in England sehr viel Hilfe bei seinen persönlichen Problemen, insistierte aber wiederholt, dass er mehr Stunden als andere arbeiten wolle. Ex-Mitglieder werden nicht auf eine Stufe von Hitler gestellt. Sie haben oft weiterhin gute Kontakte zu Scientologen. Übrigens: Scientologen nutzen, wie auch die meisten Menschen, das Internet oft täglich.»

So, es ist Zeit, die Aussagen ganz genau unter die Lupe zu nehmen und wir haben gelernt, Aussagen umzukehren, wie das eben Scientology immer wieder macht. Das können wir auch, smile.
Wir beginnen mit seiner ersten Aussage: «Hätte der Beobachter in der Schweiz nachgefragt, hätte der Leser erfahren können, dass das porträtierte Ex-Mitglied nie in der Sauna bewusstlos wurde».
Danke, Gustav*, sie geben somit zu, dass diese äusserst gefährlichen Saunagänge Realität sind und dass sie sogar bei Kindern und Jugendlichen angewendet werden! Nimmt Scientology tatsächlich in Kauf, dass sie so Kinder und Jugendliche äussersten Gefahren aussetzen, die sogar zum Tode führen können?
Seine nächste Aussage: «Er hatte nur wenige Stunden Auditing, in denen aber andere Themen als im Artikel behauptet aufgegriffen wurden.»
Unglaublich, aber wahr, Samuel hat einen Milliardenvertrag unterschrieben, und der Märchenerzähler Gustav* behautet tatsächlich, dass «Samuel nur wenige Stunden Auditing hatte». Es ist wirklich faszinierend, wie Scientology immer wieder versucht, Tatsachen zu verdrehen und sie glauben, mit so einem «Weltraumschrott» durchzukommen.
«Er wuchs nicht im Basler Hauptsitz auf, sondern bewohnte damals mit seiner Familie eine geräumige Wohnung.»
Natürlich ist Scientology kein Hotel, smile… Aber immerhin kennt Gustav* die Wohnung von Samuel Z. Auch hier ein Beweis, dass Scientology überall herumschnüffelt…
Und weiter: «Niemand sagte ihm, er müsse nie mehr in die Schule, wenn er einen sogenannten SeaOrg-Vertrag unterschreiben. Tatsächlich ging er danach weiter vier Jahre lang in der Schweiz zur Schule und danach noch drei Jahre in England, absolvierte also die obligatorische Schulpflicht.»
Fact ist vielmehr folgendes: Samuel Z. hat in Kindesalter in der Scientology Zentrale ohne Beisein seiner Eltern einen Milliarden-Vertrag unterschrieben (was für eine Idiotie, Scientology), und dies ist bewiesenermassen eine paramilitärische Eliteneinheit SeaOrg.
Wie hat das EJPD im Artikel von 20min am 18.10.2021 erklärt: Kinder unter 16 Jahren gelten laut Gesetz in der Schweiz als «unmündig».
Da Samuel Z. in der öffentlichen Schule in Basel schulisch auffiel, wollte die Lehrerin ihn fachlich abchecken lassen. Die Mutter lies diese Untersuchung jedoch nicht zu und brachte ihn zuerst in die Scientology Schule Luzern und als diese vom Kanton Luzern geschlossen wurde, landete er in der Ziel-Schule im Kanton Zürich. Mit 13 Jahren zog die Familie nach England «der 13-Jährige in die Cadet Organization. Nach ihrer Zeit in der Cadet Org müssen die Kadetten als Vorbereitung für die Sea Org mehrere Wochen ein langes, körperliches und psychisch hartes Bootcamp durchlaufen. Wenn sie das überstanden haben, werden sie vollwertige Mitglieder der Elitetruppe.»
So, Gustav*, er war in Schweizer Scientology Privatschulen untergebracht und nur in England kann er einen sogenannten Abschluss vorweisen. Aber egal.
Die nächste Aussage des völlig aufgelösten und verzweifelten Sprechers der Scientologen Schweiz, der sage und schreibe einen Monat gebraucht hat, ein Statement / eine Rechtfertigung zu verlangen – was für ein toller Mitarbeiter von Scientology!
«Er erhielt in England sehr viel Hilfe bei seinen persönlichen Problemen, insistierte aber wiederholt, dass er mehr Stunden als andere arbeiten wolle.»
Es ist wirklich schön zu sehen, wie Gustav* versucht, mit seinem angeblichen Wissen, Samuel in ein schlechtes Licht zu stellen, die Homosexualität und Selbstmordversuche erwähnt er nicht einmal.
Nun kommen wir zu einem besonderen Leckerbissen…«Ex-Mitglieder werden nicht auf eine Stufe von Hitler gestellt. Sie haben oft weiterhin gute Kontakte zu Scientologen» hat der Mediensprecher Schweiz einmal herausposaunt…
Anmerkung FASA: Wir erinnern den Mediensprecher Schweiz gerne an den Rundschaubericht vom 21.10.202 oder an unsere Gerichtsverhandlung in Basel-Stadt, an welcher unsere Anwältin aus dem Scientology Ethik-Buch vorgelesen hat und als Beweis der Richterin vorlegte.
Dumm gelaufen, Gustav*!
Es ist wirklich faszinierend, einen Pressesprecher zu erleben, der seine beste Zeit hinter sich hat und nun nur noch versagt. Immer und immer wieder.
In diesem Video bestätigt Samuel Z., dass er von seiner Familie getrennt wurde, genannt «Disconnect», weil er den Mut hatte, öffentlich über Scientology zu sprechen. Und auch die Basler Aussteigerin Andrea B. bestätigt diese unmenschliche Scientology-Technologie vor laufender Kamera im Rundschaubericht vom Oktober 2020.
Das heisst nichts anderes als das: Solange sich ein ex-Scientologe nicht negativ über Scientology äussert, darf er mit seinen Scientology-Freunden und Familien Kontakt in bleiben, sobald er sich jedoch negativ äussert, erhält er schriftlich oder mündlich den «Trennungsbefehl – Disconnect» ausgesprochen. Also Herr Schweizer Mediensprecher, bitte bleiben sie bei der Wahrheit, danke.
Gustav*: «Übrigens: Scientologen nutzen, wie auch die meisten Menschen, das Internet oft täglich.»
Hübsch, diese Aussage. Gemäss L. Ron Hubbard Richtlinien ist es jedem SeaOrg-Mitarbeiter verboten, ein Handy zu besitzen oder im Internet zu surfen. Nur auserwählte SeaOrg-Mitarbeiter haben wegen ihrer Arbeit Zugang zum Internet
Nach diesen ausführlichen Erklärungen listen wir euch zusätzliche Beiträge auf, die ebenfalls wichtig sind.
Thema Scientology-Technologie:
- Ist Scientology homophob? Selbstverständlich, denn die LGBTQ Gemeinschaft wird in der zweiten Dynamik als Feind betitelt!
- Was bedeutet der Begriff „FAIR GAME“? Und wie widerspricht sich Scientology selbst?
- Der «Johannesburg Sicherheitscheck» (auch bekannt als „Joburg“ oder „Jo’burg“), der angeblich nicht mehr angewendet werden soll – echt jetzt?!
- CH – DK: Ein Schweizer Sektenkind erzählt seine Geschichte aus Kopenhagen – Cyril Ch. bestätigt die Zustände in der SeaOrg.
Thema Lügen:
- Warum lügen Scientologen? Eiskalt und immer wieder!
- CH: Sprecher der Schweizer Scientologen vor Gericht beim Lügen ertappt
Thema Scientology Richtlinien / Ethik:
- Was bedeutet «Ethik» in der fundamentalistischen Scientology Organisation? – Teil 1
- Mit der «Ethik Kommission» hat Scientology die völlige Kontrolle – Teil 2
- Wie sieht der Einfluss der «Ethik Kommission» auf diversen Ebenen aus? – Teil 3
- Der Einfluss der «Ethik» auf der Ebene von Scientologen in der Schweiz – Teil 4
Tja, wie heisst es doch so schön: Lügen haben kurze Beine!
5 Kommentare zu „CH – Basel: Samuel Z., Sektenkind und ehem. SeaOrg-Mitarbeiter, im Beobachter-Podcast – Teil 3“