
Wir sind immer wieder sehr dankbar über die direkte Aufklärung ehem. Scientologen. In diesem Aufklärungsbeitrag kehren wir sehr gerne erneut zum mutigen Basler-Ex-SeaOrg-Mitglied Samuel Z., zurück, über welchen wir am 08.05.2024 berichtet haben.
Samuel war erst 9 Jahre alt (!), als er in der Scientology Basel ganz alleine ohne Eltern oder Vormund den SeaOrg-Vertrag unterschrieben hat. Angeblich gehört er damit auch zu einem der jüngsten Scientologen, welche den «Purification Rundown» über sich ergehen lassen musste.
Auf diesen Weg möchten wir Samuel für sein neues und wirklich klar verständliches Aufklärungs-Video über das Thema «EPF – Estates Project Force (Rekrutenschule für jedes neues SeaOrg Mitglied)» auch «Boot Camp genannt» danken, welche er mit 16 Jahren im Hauptsitz von Scientology, Saint Hill (UK) abgeschlossen hat. Über dieses sogenannte «Boot Camp» haben wir von diversen Sektenkindern schon gehört, aber wir kannten diesen Bereich noch nicht so vertieft. Deshalb werden wir euch dieses «Boot Camp» in diesem Beitrag näherbringen.
Wichtig für alle Leser ist, dass dieses Programm von jedem zukünftigen SeaOrg-Scientologen und ohne Altersbegrenzung zwingend besucht werden muss. Die Dauer dieser Vorbereitung ist individuell. Vorher müssen die Rekruten den bekannten «SecCheck – HCOB: Security Check Children» über sich ergehen lassen. Damit ihr euch ein Bild über diese 99 Fragen machen könnt, die auch bei SeaOrg-Kindern abgearbeitet und stundenlang und fast endlos gefragt werden, werden wir sie euch jetzt auflisten.
Wer unseren Blogartikel bis hierher gelesen hat und wirklich verstehen möchte, wie perfide und hinterhältig, wie zutiefst manipulativ Scientology mit ihren eigenen Mitgliedern, und eben auch mit Kindern umgeht, der soll bitte jede Frage einzeln lesen und versuchen, sich in diejenige Person hineinzuversetzen, die sich diesen Fragen stundenlang und auch als Wiederholung immer wieder gefallen lassen muss. Schlussendlich ist es kein SecCheck, sondern ein unwürdiger, auf allen Ebenen herablassender und zutiefst verletzlicher Seelenstriptease, mit dem einzigen Ziel von Scientology, sämtliche Antworten, vor allem wenn sie ja wie geplant negativ ausfallen, für immer und ewig zu sammeln und zu verewigen. Dass diese Fragen gegen jeden Scientologen bei Bedarf resp. bei seinem schlechten Verhalten verwendet werden (können), liegt auf der Hand.
Hier die übersetzten 99 Fragen in deutscher Sprache, welche bei Kindern ab 6 Jahren wiederholend und während Stunden angewendet werden:



Hier die zusätzlichen Verlinkungen zu diesen 99 Fragen: Dokumente unter: Cult Interrogation Tech – eingetragen bei: Kinder, Verhöre
Bist du, lieber Blogleser immer noch der Meinung, dass Scientology eine Kirche oder eine religiöse Gemeinschaft ist? Und an Scientologen, die unsere Berichte immer wieder lesen: bitte macht euch von Herzen Gedanken über Scientology und vor allem wie ihr euch in Scientology fühlt, was ihr alles aufgegeben, wie viele Kontakte ihr abgebrochen, und dass ihr euch selbst verloren resp. aufgegeben habt. Von all dem investierten Geld für manipulative Kurse sprechen wir noch gar nicht.
Übrigens werden bei diesen 99 Fragen sogar CIA-Taktiken angewendet – dies wird im 21. Jahrhundert gemäss den UN-Menschenrechten als «Kindesmissbrauch» und «menschenunwürdig» bezeichnet!
Wir haben bereits mehrmals erwähnt, dass der Sektengründer L. Ron Hubbard geisteskrank war – der jetzige Sektenführer, David Miscavige, vertieft die hinterhältigen und krankhaften Methoden noch zusätzlich. Mit noch mehr Bösartigkeit, Manipulation und totaler Kontrolle will er seinen Platz als König und Herrscher von Scientology betonieren.
Wie sieht der Ablauf dieser EPF – Rekrutenschule aus?
Hier werden anhand der Befehls- und Richtlinien des Sektengründers L. Ron Hubbard die Geschlechter getrennt. D.h. die Frauen und Männer erhalten einen eigenen Schlaf-Trakt, die Rekruten werden in Gruppen aufgeteilt mit einem sehr strengen Stundenplan und diese Übungen werden «close quater Drilling» genannt. Solche Szenen kennen wir von Bildern aus China. Die Dauer dieser Ausbildung ist individuell zwischen 3 Wochen bis 3 Monate.
Bei diesen 6 Kursen muss man auch viel körperliche Arbeit ausüben und die Idee ist, dass man das eigene MEST konfrontiert. MEST bedeutet Materie, Energie, Raum und Zeit und ein wichtiges Ziel in Scientology ist es, als Mensch „Ursache“ zu werden über Raum, Zeit, Energie und Materie resp. diese Dimensionen und Kausalitäten zu kontrollieren. Mit dieser Rekrutenschule «EPF» macht man jeden SeaOrg-Mitarbeiter gefügig oder wie sagt Scientology so schön: «auf Linie bringen».
Die Standorte der SeaOrg, welche im ganzen Scientology Organigramm nicht existieren und als paramilitärische Organisation gilt, gibt es in folgenden Ländern: USA – Clearwater und Los Angeles, UK – Saint Hill, Australien und Dänemark – Kopenhagen.
Scientology schreibt auf ihrer Webseite folgendes dazu:
«IST ES WAHR, DASS MENSCHEN IN DER SEA ORG EINEN VERTRAG FÜR EINE MILLIARDE JAHRE UNTERZEICHNEN?
Die ersten Mitglieder der See-Organisation formulierten als Zeichen eines ewigen Engagements für die Religion ein Gelöbnis über die Dauer von einer Milliarde von Jahren. Es wird heutzutage immer noch von allen Mitgliedern unterzeichnet. Dabei handelt es sich um ein symbolisches Ewigkeitsgelübde, das ähnlich wie bei Gelübden anderer Glaubensgemeinschaften und Orden die ewige Hingabe an die Ziele und Prinzipien der Religion bekundet.»
Wenn ihr zu diesem Thema «SeaOrg» mehr in Erfahrung bringen wollt, haben wir am 30.04.2022 einen Beitrag mit vielen Erklärungen dazu geschrieben.
Mark Bunker aus Clearwater hat am 07.06.2008 Interview mit Tanja Neujahr geführt. Sie ist in Scientology aufgewachsen, war bei den Kadetten und trat der Sea Org bei. Tanja konnte dank der Hilfe von Ursula Caberta fliehen und bestätigt mit ihren Aussagen den Aussteiger Samuel und den «SecCheck» der Rekrutenschule EPF.
Hier das Aufklärungsvideo des Basler ex-SeaOrg Mitarbeiters, Samuel Z. in deutscher Sprache – für unsere englische Leser hier der Link dazu:
5 Kommentare zu „Die Rekrutenschule für alle SeaOrg Mitarbeiter inkl. Kinder – genannt EPF“