
Wow… was für ein toller und erfolgreicher Jahresbericht der Sektenexperten InfoSekta aus Zürich, welche die ganze Deutschschweiz abdecken, hauptsächlich aber vom Kanton Zürich (CHF. 40’000.–) und der Stadt Zürich (CHF. 30’900.–) subventioniert werden. Alle anderen Kantone «unterstützen» Infosekta, welche wirklich sehr wertvolle Arbeit leisten, gerade Mal mit CHF. 12’000.–.
Hier widerspiegelt sich die «laissez faire» Mentalität der Schweizer Regierung und der Politik: ob Sekten oder Rechtsextremistische Gruppierungen – es läuft fast alles unter der viel zitierten Meinungsfreiheit.
Dabei zeigt der Trend zu Rechtsextremistischen Gruppierungen in der Schweiz nach oben und rechtsextreme Ideologien und Gedankengut gehören schon fast zum guten Ton. Übrigens gibt es in der Schweiz keinen juristischen Begriff für „Sekte“ und somit keine gesetzliche Definition oder Regulierung.
Da sagen wir nichts mehr dazu und kommen wieder auf den Jahresbericht von Infosekta zurück. Zum Glück haben sie für die Präventionsarbeit / Aufklärung für die Jugendlichen sehr viel unternommen – dafür sind wir wirklich dankbar. Hier zuerst ein Blick auf die Jahresrechnung:
«Die Jahresrechnung schliesst bei einem Aufwand von CHF 140021.78 und einem Ertrag von CHF 140’100.49 nach der Bildung von Rückstellungen in der Höhe von CHF 10’000.– mit einem Gewinn von CHF 78.71 ab, womit sich das Vereinsvermögen per 31.12.2024 auf CHF 36’175.30 erhöht.»
Die Themen der destruktiven Gruppierungen sind in den letzten Jahren wirklich angestiegen und eine adäquate Aufklärung auf Schulebene ist so wichtig geworden. Auch wir haben einige Anfragen von LehrerInnen erhalten und haben sie bei ihrer Aufklärungsarbeit an Schulen weitergeholfen. Dieses zunehmende Bild zeigt sich im ganzen deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz).
Hier das Diagramm von InfoSekta zum Thema «Zunahme der Anfragen»

Wir nehmen uns die Freiheit und erwähnen nur SCIENTOLOGY, die im Jahresbericht erwähnt werden:
«4. Hauptinteresse an konkreten Gruppen
Mit 67% bezieht sich die Mehrheit der Anfragen auf eine konkrete Gruppe oder Einzelanbieter:in. 29% der Anfragen betreffen verschiedene Themen wie z.B. Verschwörungsglaube, Staatsverweigerer, Beeinflussungserlebnisse, False Memory und Satanic Panic, Flat Earth, toxische Unternehmenskultur, Gesundheits- und Krankheitskonzepte sektenhafter Milieus, Esoterik, LifeCoaching, Freikirchen allgemein und in Verbindung mit Pflegefamilien, Christfluencer:innen, Multi Level Marketing-Systeme, Hilfsangebote für Betroffene wie Selbsthilfegruppen oder Psychotherapie etc.
Anfragen zu Scientology beziehen sich hauptsächlich auf die Missionstätigkeit im öffentlichen Raum, Aktionen im Gesundheitsbereich und Privatschulen. In einzelnen Beratungen geht es um familiäre Probleme mit einem Scientology-Mitglied oder um die eigene Betroffenheit als ehemaliges Mitglied.

Wie ihr seht, ist die Prozentzahl betr. Scientology sehr klein, sie sind aber immer noch brandgefährlich und zerstören Familien und Personen weiterhin, ohne dass sich die Politik detailliert damit auseinandersetzt. Wir fragen uns immer wieder, wieso das wohl so ist!
Im Jahr 2024 hat infoSekta 1’121 Beiträge gepostet, darunter Hinweise auf Zeitungs- und Fachartikel, TV-Tipps, Veranstaltungshinweise und eigene Beiträge. Es wird gelikt, geteilt und kommentiert. infoSekta bedankt sich herzlich bei allen Leser:innen für das grosse Interesse und die Beteiligung. Die zehn meistgelesenen Posts 2024 sind hier zusammengestellt.»
An diesen Medienberichten hat InfoSekta mitgewirkt:

Infosekta hat im diesjährigen Jahresbericht 2024 den vielen Aussteigern ein Gesicht gegeben und ihnen auf den Seiten 14 – 19 den passenden Raum gegeben:
«Aussteiger:innen aus sektenhaften Gruppen spielen eine wichtige Rolle in der Unterstützung anderer Betroffener und in der Aufklärung. Ihre Erfahrungskompetenz kommt auf verschiedenen Ebenen zum Tragen».
Das ist ein sehr wichtiger Aspekt bei der Sektenarbeit und ohne die mutigen Aussteiger, welche ihre Geschichte öffentlich erzählen und aufklären geht leider nicht viel in der Schweiz. Aber wir vermuten trotzdem, dass die Erzählung des Scientology Aussteigers, Samuel Z. betr. Scientology viel Bewegung hineingebracht hat.
Hier unsere Blogbeiträge, welche wir ihm gewidmet haben:
- 22.01.2025 – CH – Zürich: Der Scientology Pressesprecher Schweiz spielt wieder einmal die beleidigte Leberwurst
- 31.08.2024 – CH – Basel: Samuel Z., Sektenkind und ehem. SeaOrg-Mitarbeiter, im Beobachter-Podcast – Teil 3
- 22.08.2024 – GOOD NEWS! CH – UK: Ein Basler Sektenkind erzählt seine Lebensgeschichte – Teil 2
- 01.08.2024 – CH – Basel-Stadt: Existiert in Scientology wirklich keine aktive SeaOrg-Kinder-Rekrutierung?
- 30.07.2024 – DK – Kopenhagen: Friedliche Aktivisten werden in Kopenhagen von DSA-Agenten (OSA) eingeschüchtert
- 08.05.2024 – CH – Basel: «Als ich 9 Jahre alt war, wurde ich dazu gebracht, einen Vertrag für Scientology zu unterschreiben für eine Milliarde Jahre»
- 16.03.2024 – CH – Basel: Ein Basler Aussteiger wird von seiner Familie getrennt
Und nicht zu vergessen ist auch Cyril (ex SeaOrg Scientologe und Sektenkind), welcher in Basel aufgewachsen ist und von der Mutter gemeinsam mit seinem Bruder nach Kopenhagen deportiert wurde. Zur Erinnerung hier seine Geschichte und ACHTUNG Trigger Warnung!
- 21.08.2024 – CH – DK: Ein Schweizer Sektenkind erzählt seine Geschichte aus Kopenhagen
- 22.05.2025 – Interview mit Mirjam (mit deutschem Untertitel lesbar)
Somit möchten wir, die FASA, InfoSekta ein riesiges Dankeschön aussprechen! Ihr habt uns in den letzten Jahren mit wertvollen Tipps / Informationen sehr geholfen, unsere Blogbeiträge teils geteilt und wir sind immer sehr gerne mit Susanne Schaaf in Kontakt. Und eigentlich zeigen die wenigen 4% Anfragen über Scientology auf, dass wir mit unserer hartnäckigen Aufklärungsarbeit auf allen Ebenen auch einen Teil dazu beitragen, dass die Bevölkerung immer besser über Scientology informiert ist.
Und je mehr über Scientology berichtet wird, desto aufgeklärter sind alle – vor allem auch Kinder und Jugendliche.