
Update vom 03.08.2024 (sh. unten)
Mit diesem wichtigen Aufklärungsbeitrag beenden wir unsere Schreib-Sommerpause eine Woche früher, da es wirklich viel zu tun gibt – das habt ihr mit den vielen Warnbeiträgen über Scientology selbst gesehen / lesen können.
Am Samstag, 27.07.2024, erfuhren wir mit grosser Freude, dass die friedlichen Aktivisten aus Kopenhagen vor dem Scientology Hauptquartier Europa (AOSH EU genannt) eine stille Aktion durchgeführt haben. Zur gleichen Zeit waren wir mit dem Expansions-Anlass von Scientology Frankfurt intensiv beschäftigt.
Unter diesen Aktivisten waren ex-Scientologen aus der Schweiz und Schweden mit dabei, welche zur 2. Generation gehören (ehem. Sektenkinder / SeaOrg-Mitarbeiter und «Überlebende»), und ein ehem. SeaOrg-Mitarbeiter aus Ungarn, welcher viele Jahre in Kopenhagen tätig war, und 3 Aktivistinnen aus Dänemark. Eine durch und durch europäische Aktivisten-Gruppe. Bevor wir aber mit dem Beitrag beginnen, stellen wir euch diese Aktivisten vor:
Mirjam (DK) – ist ein «Never-In» (Ausdruck für Nicht-Scientologe) und ihr Youtube-Kanal lautet «@ScientologyupNorth»
Balasz (DK) – «Überlebender», ex SeaOrg-Mitarbeiter, der aus Ungarn nach Kopenhagen rekrutiert wurde. Sein Youtube-Kanal lautet «@lronhubcult»
Bianca (SWE) – «Überlebende», Sektenkind 2. Generation, ex SeaOrg-Mitarbeiterin. Ihr Youtube-Kanal lautet «@2ndGemStockholmSyndrome»
Samuel (CH) – «Überlebender», Sektenkind 2. Generation, ex SeaOrg-Mitarbeiter. Sein Youtube-Kanal lautet «@The_SP_Chef»
Und das Geschwisterpaar aus Kopenhagen, welches das o.e. Aktivisten Team während der ganzen Aktion tatkräftig unterstützt hat.

Damit ihr versteht was passiert ist, erklären wir euch zwei Ausdrücke. AOSH EU ist der europäische Scientology Hauptsitz in Kopenhagen. Der Begriff OSA (Scientology Geheimdienst) sollte allen mittlerweile geläufig sein – in Europa heisst OSA jedoch DSA. Der Bayerische Verfassungsschutz erklärt diesen Begriff und die Scientology Abteilung wie folgt:
«Das OSA mit seiner Zentrale in Los Angeles/USA und Vertretungen in zahlreichen Ländern ist der geheime Nachrichtendienst der SO. Es löste 1983 die Vorgänger-Organisation „Guardian Office“ ab, die in den USA durch ungesetzliche Aktionen (u. a. Einbruch in das FBI-Hauptquartier) in Misskredit geraten war.
In Deutschland (und ganz Europa) agiert das OSA unter der Bezeichnung DSA (Department of Special Affairs –Abteilung für besondere Angelegenheiten) und ist bei der Scientology Kirche Deutschland e.V. (SKD) angesiedelt. Es soll Informationen über Kritiker, Behördenangehörige und andere Gegner sammeln und auswerten, damit diese als Druckmittel verwendet werden können. Die vom OSA eingesetzten konspirativen Methoden können von Spionageaktivitäten über Desinformations-Kampagnen bis hin zu Zermürbungsaktionen reichen. Teilweise lässt die SO auch durch Detekteien Ermittlungen zum Privatleben unliebsamer Personen durchführen, um Ansatzpunkte für Verleumdungskampagnen zu finden.»
Somit ist klar, dass europäische OSA-Agenten und Mitarbeiter unter der DSA (Abteilung für besondere Angelegenheiten) laufen und alle Kritiker mit denselben OSA-Methoden angehen.
Selbstverständlich kam es bei dieser friedlichen Aktion in Kopenhagen wie es kommen musste. In unserem Beitrag vom 10.04.2024 haben wir erwähnt, dass uns angeblich der OSA-Chef Europa gegenüberstand – denn so hat er sich vorgestellt, mit dem einen Ziel, uns einzuschüchtern. Natürlich war dies lediglich eine Lüge. Wie wir aus gut unterrichteten Quellen wissen, ist der OSA-Chef Europa ein älterer Herr aus Belgien od. Frankreich, und nur die wenigsten Personen kennen seinen Namen – es gibt auch kaum Fotos von ihm. Sein Sohn ist ebenfalls ein OSA Mitarbeiter. Der Titel des OSA-Chefs Europa lautet auch nicht Captain / Chef, sondern CO OSA – Commanding Officer.
Irgendwie bestätigt uns das Gefühl, dass alle OSA / DSA-Agenten im gleichen Stiel geschult werden und mit denselben Methoden den Aktivisten ihre Märchen erzählen – natürlich ohne jeglichen respektvollen Abstand. Ziel der OSA / DSA Scientologen ist es, den Aktivisten so nahe wie möglich zu treten, dass sie sich äusserst unwohl, verunsichert, verängstigt und vielleicht auch bedroht fühlen. Die Scientologen provozieren immer wieder und extrem hartnäckig – sie hoffen wohl, dass ein friedlicher Aktivist irgendeinmal die Nerven verliert und entweder verbal oder physisch völlig ausrastet.
Bei der Live-Übertragung von Samuel könnt ihr diesen angeblichen OSA-Chef sehen, wie er zuerst versucht, Bianca einzuschüchtern und danach zwei andere Aktivistinnen. Was für ein feiger Schwächling, der sich absichtlich Frauen aussucht und denkt, dass sie Angst vor ihm haben. Was für ein Armutszeugnis eines langjährigen Scientologen, der überhaupt kein Selbstwertgefühl hat und glaubt, sich gross in Szene setzen zu können. An dieser Stelle ein MEGA KOMPLIMENT an alle Aktivistinnen, die ruhig blieben und cool mit angeblichen OSA-Chef Worte wechselten. Das ist echt stark!
Ca. 10min. später tauch eine Frau auf und filmt die Aktivisten. Gemäss Aussagen der Aktivisten handelt es sich hier um die Ehefrau des angeblichen OSA-Chef’s.

Das soll aber nicht die einzige Einschüchterungs-Aktion der dänischen OSA bleiben. Später wird der Aktivist Samuel aus der Strasse her von einer Frau gefilmt. Das ganze Filmen also etwa 2 Minuten 30 Sekunden, und auch die Ehefrau verschwindet danach durch dieselbe Türe in das Scientology Gebäude.
Das zu nahetreten und das Filmen gehört sozusagen zu der DNA der Scientologen – sie glauben tatsächlich, dass alle an diesen lächerlichen Methoden zerbrechen. Falsch gedacht, wenn man nur die Reaktion der drei starken Frauen sieht (sh. oben).

Aus eigener Erfahrung wissen wir, was solche Aktionen auslösen können. Die körperlichen und psychischen Reaktionen danach können sehr unterschiedlich ausfallen. Wir haben in der Schweiz des Öfteren der Polizei mitgeteilt, dass wir zuerst blutend am Boden liegen werden, bevor wir jemals einen Scientologen berühren würden. Und mit der Zeit, resp. wenn man solche Situationen 2 – 3 Male erlebt hat, ist man sehr gelassen und kann die Scientologen mit einem Lächeln zur Verzweiflung bringen – dann nämlich hat der Scientologe völlig versagt, während die Technologie gem. Lehre von L. Ron Hubbard nie versagen kann….
Keine der Aktivisten in Kopenhagen war wütend, aggressiv oder verbal ausfällig gegenüber den Scientologen – selbstverständlich auch nicht handgreiflich. Und genau das, will Scientology bei solchen Aktionen immer und immer wieder provozieren, damit sie dann vor Gericht / Polizei erzählen können, dass die Aktivisten kriminell sind!
In unserem Bericht vom 24.02.2024 könnt ihr ähnliche Scientology Aktionen / Vorgehen gegen die FASA-Aktivisten sehen. Also nichts Neues auf diesem Planeten.
In den diversen Live-Videos der Aktivisten aus Kopenhagen kann man hören, dass der Typ der OSA-Chef sei und die Frau zu ihm gehört. Und genau diese Aussagen haben wir aufgegriffen und haben unsere Recherchen gestartet. Und wie wir in Paris angelogen wurden, sind auch hier seitens OSA-Mitarbeiter Narrative evtl. in die Welt gesetzt worden?
Wie wir unseren Lesern schon ein paar Mal erwähnt haben, ist es nicht immer einfach, im Internet Informationen über aktive SeaOrg Mitglieder (militante Scientology Organisation) zu finden – und schon gar nicht über OSA-Mitarbeiter. Ihnen ist es in der Regel verboten, Kinder zu kriegen, telefonischen Kontakt mit der Familie zu haben, ein Mobiltelefon zu besitzen und im Internet zu surfen. Und sie hassen es, wenn sie von Aktivisten fotografiert und gefilmt werden. Es könnte ja sein, dass sie auffliegen und / oder dass sie von einem Familienmitglied auf Youtube entdeckt werden.
Genau deshalb stellen wir euch nun das OSA-Ehepaar aus Dänemark vor!

Hildegard* und ihr Ehemann sind langjährige Scientologen und seit ca. Ende 90-ziger Jahre bei der SeaOrg dabei.
Im Jahre 2017 wurde Hildegard* vom TV-Kopenhagen in der Sendung «Bashys Corner» in englischer Sprache über Scientology interviewt. Sie ist auf der Online Plattform «pressport.com» als Scientology Pressesprecherin Dänemark zu finden.
Vor mehr als 10 Jahren erschien in der Zeitung Kristeligt Dagblad ein Portrait über sie mit absurden Aussagen – das wurde auch auf Facebook publiziert. In diesem Artikel sagt sie folgendes aus:
- Hildedgard* ist Mitglied der Sea Organization, einer Spezialeinheit engagierter Scientologen, die ihr Leben der Förderung der Lehren des Gründers L. Ron Hubbard gewidmet haben.
- Sie arbeitet täglich von 10 bis 22 Uhr. Ausser jedem zweiten Samstag. Hier haben sie Freizeit. Den seltenen freien Tag verbringt Hildedgard* gerne mit Radfahren.
- Sie bezeichnet sich selbst als «moderne Nonne» mit Laptop und Telefon (zur Ratifizierung! Nonnen dürfen nicht Heiraten und leben in Zölibat, d.h. sie sind nur mit Gott verheiratet und leben nicht mit Männern zusammen. Sie sind Dienerinnen von Gott!)
- dass sie $50 pro Woche verdient (somit wird sie kaum im Pensionsalter eine Rente erhalten und verdammt sein, bis zum letzten Atemzug in den Scientology-Räumen zu bleiben).
- dass sie mit ihrem Ehemann ein Zimmer in einer Pension in der Nähe von Nyhavn, im Zentrum von Kopenhagen, hat und lebt.
- Sie kümmert sich mit Grossbuchstaben, Ausrufezeichen und Drohungen einer Anwältin um den Ruf der Bewegung, wenn es um die Fragen geht, auf die sie am liebsten verzichtet hätte.
Eine andere Zeitung hat 2014 den nächsten Artikel über die Psychosekte Scientology publiziert: mit einem Erfahrungsbericht einer Aussteigerin. Die Pressesprecherin aus Dänemark, Hildedgard*, gibt das folgende Statement ab – wir zitieren:
«Laut Scientology greift die Organisation nicht in die privaten Finanzen der Menschen ein, aber „viele Scientologen spenden grosszügig an ihre Kirche, weil sie die Religion, ihre religiösen Dienste und die vielen humanitären und sozialen Programme der Kirche unterstützen wollen“, schreibt der Informationsmanager von Scientology Dänemark Hildedgard* in einer E-Mail, die am Ende dieses Artikels vollständig gelesen werden kann.»
Na na na, jetzt bringt sie es mit diesen Aussagen aber dicke. Scientologen werden regelmässig genötigt zu spenden und dafür hat sogar Scientology die passenden Geldeintreiber, die Feldmitarbeiter genannt werden. Trotz vorhandener Steuerbefreiung werden die Ideal Orgs nicht vom Giftzwerg David Miscavige oder dem IAS gekauft und unterhalten, sondern von jedem einzelnen Scientologen. Und denkt daran, in vielen Ländern kann man gewisse Spenden sogar von der Steuererklärung abziehen, deshalb wird die bevorstehende Gerichtsverhandlung im Fall Tessin juristisch sehr Interessant werden.
Auch auf«Religion.dk» findet man einen Artikel mit folgendem Titel «Scientologe: Gebet ist die Arbeit, sich dem Göttlichen zu nähern. Hildedgard* ist Informationsmanagerin bei Scientology in Dänemark. Für sie geht es beim Gebet vor allem darum, sich selbst, andere Menschen und das Göttliche selbst zu verstehen».
Auf der Webseite von XY (ein langjähriger Scientologe und WISE-Mitglied), findet man einen Bericht von ihm aus dem Jahre 2002, in welchem er Hildegard* beim IAS-Event abgebildet hat.
Im Archiv der Webseite «Xenu.net» findet man unter der Meldung von «Scieno Sitter» diese Information über Hildedgard*:

Auch hier wird bestätigt, dass Hildegard* eine OSA-Mitarbeiterin ist.
Auf der dänischen Webseite der Tarnorganisation «Jugend für Menschenrechte» wird Hildegard* an der Veranstaltung „Mandela Tag“ bei der Begrüssungsrede abgebildet.
Und auf der Plattform «flickr.com» findet ihr nebst einigen Fotos von ihr auch die typischen OSA-Fotos von ihrer Undercover-Arbeit.
Auf «bronderslevbinb.dk» findet man zwei Artikel von ihr. Der erste lautet «Die Angelegenheit aus scientologischer Sicht» und der zweite «Debatte über das Feindbild».
Es gibt auch ein sehr kritischer Bericht von «Culteducation» vom Dezember 2004 mit dem Bischof von Kopenhagen, welcher eine strenge Warnung ausspricht: «Scientology ist mehr Geschäft als Religion».
Sei das alles nicht genug an Beweisen, gibt es auch einige Bücher, in welchen Hildegard* als Scientologin und OSA-Dänemark namentlich erwähnt wird.
OSA-Chef Dänemark

Wie wir in diesem Fall ebenfalls von einer sehr gut unterrichteten Quelle erfahren haben, arbeitet Horst* auch im DSA – Abteilung für besondere Angelegenheiten (OSA Dänemark). Er ist der OSA-Chef Dänemark und arbeitet zusammen mit seiner Ehefrau Hildegard* (Pressesprecherin und OSA-Dänemark). Intern hat er bei den Scientologen überhaupt keinen guten Ruf!
Vor vielen Jahren wurde er in der Zeitung «Kristeligt Dagblad» mit den folgenden Worten erwähnt:
«Für alle Personen auf der Liste gilt, dass sie mehr oder weniger aktiv an einer Kampagne gegen die Scientology-Kirche und/oder das, wofür die Scientology-Kirche steht, beteiligt sind, schreibt der Chef des Scientology-Geheimdienstes.»
In einemArtikel von «Jyllands Posten» wird ein Scientologe erwähnt – zusammen mit Hildegard*:
«XY, der Verantwortliche für den Führungsdienst von Scientology, sagte gegenüber Jyllands-Posten, dass viele junge Menschen im Zusammenhang mit Schulprojekten Scientology-Zentren in kleineren Gruppen ohne Begleitung von Lehrern besuchten.»
Und im Registereintrag haben wir sein berufliche Laufbahn gefunden.
Im Scientology Impact Magazin ist er als Patron im Jahr 2006 aufgeführt und wohnt tatsächlich in einer Pension in Kopenhagen gemeinsam mit seiner Ehefrau in einem Zimmer? Sollten wir in Zukunft mehr in Erfahrung bringen, werden wir euch hier mit einem Update informieren – wie auch in unserem OSA-Beitrag vom 09.03.2024.
Wir gratulieren den Aktivisten in Dänemark für diese friedliche, gelungene und mutige Aktion in Kopenhagen! Wir wissen wie schwierig es ist, OSA-Mitarbeiter vor der Linse ruhig zu filmen oder zu fotografieren. Bravo, Leute!
Zum Abschluss hier das Youtube-Video von Samuel, damit ihr direkt von hier aus die zwei oben genannten Szenen anschauen könnt:
Update vom 03.08.2024:
Hier die persönliche Zusammenfassung von Bianca (Sektenkind, Überlebende) aus Schweden und Samuel aus der Schweiz, welche am Protest in Kopenhagen dabei waren.
Kommt schon, bewegt euch, Scientologen. Haltet gefälligst Abstand!
4 Kommentare zu „DK – Kopenhagen: Friedliche Aktivisten werden in Kopenhagen von DSA Agenten (OSA) eingeschüchtert“