JAHRESRÜCKBLICK 2022 / AUSBLICK 2023

Wie gewohnt schauen wir zurück auf das vergangene und für uns sehr spannende Jahr, welches wieder sehr viel ans Tageslicht gebracht hat. Manchmal wussten wir gar nicht wo uns der Kopf steht mit all den News – deshalb haben wir uns auch diesmal entschieden, eine monatliche Rückblende für euch zu erstellen.

Lets go!

JANUAR

Das neue Jahr begann eigentlich sehr ruhig, da die Scientology Standaktionen an einigen Orten durch verschärfte Auflagen spürbar reduziert wurden. D.h. aber auch, dass wir viel weniger Einsätze hatten.

Völlig überrascht haben wir im Januar von der Staatsanwaltschaft Luzern ein Schreiben erhalten und noch überraschter waren wir, als wir das Wort Nichtanhandnahmeverfügung gelesen haben. Was für ein Erfolg für uns, denn die Scientology Mission Luzern hat versucht uns anzuzeigen mit sage und schreibe 17 Vorfälle, die die Scientologen jedes Mal penibel schriftlich festgehalten haben, z.B. wenn wir etwas in den Abfall geworfen hatten. Einfach nur unglaublich. Diese 17 Punkte waren jedoch allesamt haltlos, vor allem da wir in Luzern unsere Einsätze im Ein-Mann-Rotationsprinzip mit einem Sicherheitsabstand von 10 m durchführen.

So konnten wir beim Lesen dieser Verfügung ein Schmunzeln nicht verkneifen. Was für ein Schlag ins Gesicht! Zuerst hat die verunsicherte Scientology Mission Luzern im Herbst 2021 verschärfte Standbewilligungs-Auflagen erhalten und nur ein paar Monate später im Januar 2022 die o.e. Nichtanhandnahmeverfügung. Unsere beharrliche Arbeit hat dazu geführt, dass Scientology 2022 in Luzern lediglich 3-mal aufgetaucht ist. Auf eine besondere Aktion einer Scientology Tarnorganisation kommen wir im Monat Juni zurück.

Nun etwas zum Thema Korruption. Wie sagte Elena Bondarenko, ukrainische Abgeordnete der im Parlament vertretenen „Partei der Regionen“ bereits 2015: „Man kann nicht sagen, dass es Korruption nur in der Politik gibt. Sie ist allgegenwärtig“. Und erst kürzlich haben wir erfahren, dass die Möglichkeit, korrupte EU-Parlamentarier anzutreffen, gar nicht so klein ist.

Was dies mit Scientology zu tun hat? Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat erneut die „Religionsfreiheit“ bestätigt, indem er zugunsten der Scientology-Kirche entschieden hat. Auch dies ist einfach nur unglaublich! Alle sollten nun endlich wissen, dass Scientology keine Religion ist, sondern eine fundamentalistische und demokratiefeindliche Wirtschaftssekte. Aber es ist immer wieder interessant, was Scientology so alles erreichen kann. Nicht von ungefähr haben wir in einigen Blogbeiträgen gefragt, wo die Tentakel von Scientology denn überall hinführen.

Es geht weiter – Schlag auf Schlag. Dieses Mal mit einer erneuten Schlappe für Scientology Schweiz und die Ideal Org in Basel. Die wollte nämlich doch tatsächlich gegen die Psychiatrie vorgehen mit folgendem Thema: Kampf gegen die Elektro-Krampf-Therapie – Scientology will die «Folter» in Basel verbieten. Der Journalist und Redaktor, Leif Simonsen, hat in einem sehr gut recherchierten Artikel über «Das Revival einer umstrittenen Therapie» berichtet und er hat sogar Scientology / CCHR erwähnt:

«Doch die modernen Elektro-Krampf-Therapien haben wenig gemein mit den brutalen Bildern, welche bis heute von militanten Psychiatriegegnern wie Scientology vermittelt werden» und auch der Bundesrat schaltete sich ein und antwortete, «dass er die Elektro-Krampf-Therapie für eine «international etablierte Therapie» bei schwer Depressiven hält».

Scientology ist mit ihren Märchengeschichten also sang- und klanglos abgeblitzt. Wunderbar!

FEBRUAR

Nachdem wir unsere Recherchen im Fall «Yolanda Klug» fertig erstellt hatten und nach längeren Diskussionen wie wir vorgehen sollen, haben wir dann das BKA (Bundeskriminalamt Deutschland) über die Scientology Familienverhältnisse informiert. Nur einige Tage später entschied sich die FASA Aktivistin Yolanda, noch im Februar ihren Beruf an den Nagel zu hängen, um sich ausschliesslich auf unser zeitintensives und sehr erfüllendes Hobby zu konzentrieren / widmen. Durch die steigende Schreib- und Aufklärungsarbeit auf verschiedenen Ebenen können wir rückblickend sagen, dass dieser Entscheid Gold wert war.

Dann gab es einen Pressebericht von Scientology, der in der Schweiz eine unglaubliche Offensive auslöste. Scientology lancierte in Städten wie Genf, Lausanne, Basel, Zürich mehrere grosse Kampagnen wie „Die Wahrheit über Drogen“, „Jugend für Menschenrechte“ und „Der Weg zum Glücklichsein“, die bis heute anhalten. Und genau solche Aktionen motivieren uns nur noch mehr, im Hintergrund weitere Aufklärungsschreiben an verschiedene Stellen und Institutionen zu verschicken.

Zusätzlich haben wir die Vermischung von Scientologen bei den Corona-Querulanten wahrnehmen müssen und dieses Thema hat bis heute leider kein Ende genommen. Im Gegenteil: es wurde von Monat zu Monat nur schlimmer, aber wir konnten uns bald mit zwei tollen Gruppen aus Deutschland vernetzen und besonders auch dank ihrer Hilfe, können wir immer wieder neue Scientology Vermischungen aufdecken / beweisen.

Dann brach der schreckliche und unerwartete Ukraine Krieg aus – ein völlig irrsinniger und geistesgestörter Angriffskrieg in Europa mit Folgen für die ganze Welt. Natürlich nutzte Scientology diese Situation mit ihren Möchtegern «Volunteer Ministers – Ehrenamtlichen Geistlichen» aus, indem sie ihre «Hilfe» in vielen Grenzgebieten und auch in deutschen Städten in Auffanglagern für Flüchtlinge anboten. Diese Profilierungs-Neurose ist immer wieder zu entdecken – sie ist richtig furchterregend und unheimlich! Scientology geht dabei immer gleich vor, nach Katastrophen kurz auftauchen und eine immense PR-Show abziehen, um dann subito wieder zu verschwinden. Hauptsache sie können wieder unzählige PR-Texte schreiben und sich mit wirksamen Fotos als Gutmenschen darstellen.

MÄRZ

Zurück in unsere Region. Mit der Hilfe von Yves Krebs, GLP-Landrat, reichten wir dem Kanton Baselland zusammen ein Merkblatt ein, um verschiedene Gemeinden bei Standbewilligungen von Scientology zu unterstützen. Der Kanton und Gemeindeverband gingen jedoch auf Distanz (BZ vom 2. Mai 2022 und das Statement vom Landrat).

Dann haben wir entdeckt, dass uns die Wirtschaftssekte auf Facebook den nächsten Skandal auf dem Silberteller servierte: Scientology Zürich lancierte eine Werbekampagne für ihre «KV-Lehrlingsausbildung». Wie bitte, eine Wirtschafts- und Psychosekte hat im Kanton Zürich die Bewilligung erhalten, unschuldige und unwissende junge Menschen im kaufmännischen Bereich auszubilden? Was für ein Skandal, welcher sogar Infosekta publizierte und Ende August 2022 zu einem NZZ-Artikel führte mit dem Titel „Scientology bietet im Kanton Zürich eine KV-Lehre an – eine Sektenexpertin und der Kaufmännische Verband zeigen sich besorgt“.

Voll beschäftigt mit unserer Hintergrundarbeit mussten wir immer wieder feststellen, dass unsere aktiven Standeinsätze von Woche zu Woche weniger wurden – ein gutes Zeichen, denn Scientology will oder kann anscheinend einfache Auflagen von Städten und Gemeinden nicht erfüllen und sie zogen sich in Städte zurück, in denen wir nicht erwünscht sind. Andererseits tauchte Scientology in Bern am Bärenplatz erneut nicht auf – sie stehen lieber auf dem Berner SBB-Areal und verteilen sogar an einem Sonntag quitschfidel ihre Flyer – mit der lieben Erlaubnis der Schweizerischen Bundesbahnen, welche von «Religionen» spricht und den Ball der Politik zuschiebt. Ganz toll.

APRIL

Im April knackten wir auf unserem Blog die 5’000er Marke und den 50-zigsten Beitrag – das motivierte uns noch mehr, weiterhin objektiv und sachlich Aufklärungs-Berichte über Scientology, ihr System und ihre Vorgehensweise zu schreiben. Auch haben wir erfahren, dass unser Blog bei einigen Journalisten beliebt ist und ihnen bei ihren Recherchen hilft.

Dann kam die sensationelle zweiteilige SRF Doku über die OCG, Ivo Sasek. Auch hier wurde die Zusammenarbeit mit Scientology gezeigt und die vorherigen Recherchen von Anonymous nochmals bestätigt.

Auch aus den USA kam eine sehr erfreuliche Meldung: weitere mutige Aussteiger (Sektenkinder) haben eine Anzeige gegen Scientology wegen Menschenhandel auf der Freewinds eingereicht.

Da sich Scientology in den ersten vier Monaten nicht in Luzern hat blicken lassen, haben wir eine Vermisstmeldung gemacht, grins. Wir haben das anzeigefreudige Trüppchen bereits vermisst.

MAI

Im Mai reagierte der Pressesprecher und OSA Chef Schweiz zum letzten Mal mit seinen «beeindruckenden» Aussagen auf den BZ-Artikel betr. «Merkblatt». Jürg Stettler war wohl sehr verärgert, was man gut aus seiner Wortwahl herauslesen kann: er ergötzte sich mit Ausdrücken wie «Furor», «anti-religiöse Eiferer» und «Pamphlet», um dann einen völlig sinnbefreiten Vergleich mit Caritas zu machen. Scientology hat nichts, aber rein gar nichts mit der weltbekannten Hilfsorganisation Caritas zu tun. Da sich der Herr Pressesprecher so ereiferte, haben wir daraus einen Blogbeitrag gemacht. Übrigens sollen sich Scientologen gar nicht so aufregen und Emotionen zeigen – für das besuchen sie ja immer wieder so «wunderbar teure» Kommunikationskurse, was uns zur Frage führt, ob diese Kürslein denn überhaupt etwas nützen?

Dann erhielten wir von der BZ Bern eine Anfrage und wir erfuhren, dass Scientology von Bern in’s Dorf umzieht. Im Artikel wurde sogar diese knackige Frage gestellt:

«Ist Scientology nun eine gefährliche Sekte oder ein serbelnder Seniorenverein»?

Kein Wunder hatten wir am Bärenplatz in Bern nichts mehr zu tun und was für ein Hohn für diese geldgeile Wirtschaftssekte. Ein entsetzter Berner, der nicht wusste, dass der Künstler Housi Knecht Scientologe ist, meldete sich bei uns und distanzierte sich anschliessend von ihm.

Mittlerweile waren wir zu diesem Zeitpunkt 3 Jahre aktiv und wir klären immer noch friedlich über diese Psychosekte auf, auch Dank Informationen von verschiedenen Seiten. Bereits kurz nach unserem Start im Juni 2019 wurden wir gewarnt, dass Scientology einmal vor unserer Haustüre stehen könnte. Es dauerte jedoch bis Mai 2022 als wir tatsächlich von Scientology ausgekundschaftet wurden. Nur blöd, dass das halbe Dorf gesehen hat, wie sich der Zürcher offensichtlich und auffällig verhalten hat. Da haben wir das Spiel kurzerhand umgedreht, und durch eine Privatdetektei haben wir sehr viele hilfreiche Informationen erhalten und wissen, wer diese Person ist, wo sie wohnt und was sie macht, smile.

Da Scientologen sehr gerne und immer wieder Kinder und Jugendliche ansprechen, haben wir einen speziellen Aufklärungsflyer mit QR-Code kreiert. Mit der Mithilfe von Infosekta und weiteren Personen haben wir einen Flyer hergestellt, der einfach erklärt, was Scientology ist und was sie so treiben. Wir stellen immer wieder fest, dass er bei Kindern und Jugendlichen sehr guten Anklang findet – er ist seit Mai auch auf unserer Homepage ersichtlich.

Wie ihr bereits wisst, haben wir bereits mehrmals darüber berichtet, dass Scientologen in mehreren Branchen besonders aktiv sind, z.B. in der Immobilien-, Coaching- und eben auch in der Nachhilfebranche. Deshalb war es wieder an der Zeit, junge Eltern mit einem Blogbeitrag aufzuklären, denn im Kanton Zürich ist Scientology besonders herzlich willkommen – immer wieder müssen wir dies feststellen und wir staunen einfach nur. Alles wird ja seine Gründe haben.

Dann kamen «Good News aus Winterthur»: Scientology Zürich erhielt ein Kontingent für lediglich 12 Standeinsätze pro Jahr, nachdem die Psychosekte fast Narrenfreiheit in der Sektenstadt geniessen konnte (mit motzenden, frustrierten und verzweifelten Scientologen, die alles versuchten, um uns aus Winterthur zu vertreiben). Zumindest wurde ihr penetrantes „fischen“ von neuen Mitgliedern um sage und schreibe 50 % gekürzt! Das sind doch sehr erfreuliche News!

Und zu guter Letzt in diesem Monat publizierte Tony Ortega den Video Beweis betr. den existierenden Tarnorganisationen von Scientology. Obwohl bereits genügend Beweise vorliegen (wie z.B. die Broschüre 40 Jahre Scientology Schweiz), spricht Scientology immer sehr gerne von «eigenständigen Vereinen», was einige Journalisten bereits mehrere Male fast zur Verzweiflung geführt hat. Sie fragten uns, ob z. B. «Sag nein zu Drogen, sag ja zum Leben» tatsächlich Scientology ist. Ja klar, sind sie natürlich, smile. Und wie!

Nach unserer Vermisstmeldung in Luzern gab es tatsächlich wieder einmal einen Einsatz in dieser wunderschönen Leuchtenstadt. Es lief überhaupt nichts am Scientology Stand, was natürlich super war! Während am Stand der Psychosekte gähnende Leere herrschte, hatten wir tolle Gespräche mit Luzerner Passanten und wir wurden sogar kulinarisch vor Ort verwöhnt. Hier kam unser neuer Flyer für Kinder und Jugendliche zum ersten Mal zum Einsatz.

JUNI

Am 1. Juni kam die nächste frohlockende Botschaft: «Harte Strafen wegen Betrugs mit pseudomedizinischen Messgeräten» – im Gerichtssaal verhaftet!

Was der Kassensturz, Rundschau und der Beobachter vor Monaten bereits aufgedeckt haben, wurde in Deutschland endlich geahndet und auch bestraft. Bioresonanz ist eine totale Volksverarschung und das leider mit der Mithilfe der Krankenkassen in der Schweiz. Die Spur führt auch zu der Firma Regumed und Suzette Ackle, eine hochrangige Scientologin auf der Stufe OT 8.

Leider wursteln sehr viele Personen mit solchen Geräten herum, nicht nur im deutschsprachigen Raum. Und da der Bioresonanzapparat nicht einmal einen Fleischkäse von einem Menschen unterscheiden kann, sagen wir euch: Finger weg von diesem Mist!

Nach einer 3-jährigen Einsatzpause in St. Gallen konnten wir wieder einmal gemütlich vor dem CCHR-Stand am Multertor stehen. Die Stadtpolizei hat uns besucht und eine Visitenkarte abgegeben, falls es Probleme geben würde. Die gab es aber nicht und erst das zweite Mal hat Beat mit Scientologen ein anständiges Gespräch führen können. Das war bis jetzt auch das letzte Mal, denn die Scientologen sind Weltmeister im beleidigen / provozieren, und so wird das natürlich nichts mit «lieb Kind werden» – Stettler hat sich im Rundschaubericht genauso ausgedrückt als er über uns gesprochen hat.

Für uns war dieser Auftritt ein kleines Jubiläum – ziemlich genau nach unserem Start im Juni 2019. In St. Gallen gibt es praktisch nichts mehr für uns zu tun, denn bereits anfangs 2020 gab es verschärfte Auflagen für Scientology und seither wurde kein Dianetik Stand mehr im Städtli gesichtet. Der Pressesprecher hat auch hier wunderbare Ausreden verbreitet, denn plötzlich war der Weg für die Scientologen nach St. Gallen zu weit.

Der nächste Clou liess nicht lange auf sich warten: Wir haben eine Meldung von Moneyhouse (Handelsregister- & Wirtschaftsinformationen) erhalten, dass Scientology Ideal Org Basel eine Statutenänderung vollzogen hat. Zuerst haben wir gedacht, dass dies eine neue Grossoffensive in Basel einläuten würde, aber bis heute ist es doch sehr still geblieben. Immer wieder hören wir, dass die Ideal Org Basel recht verlassen ist und einsam vor sich hin schmort. Das muss ja ein fantastisches Geschäft sein dort.

Schlag auf Schlag geht es weiter: Scientology Zürich publizierte in unseren Augen einen Gewaltaufruf auf Facebook mit ihrem Ehrenkodex Nr. 12: «Fürchte dich nie davor, einem anderen in einer gerechten Sache weh zu tun.» Wow…. was für ein Hohn für unseren Rechtsstaat. Das konnten wir natürlich nicht so stehen lassen und haben verschiedene Schreiben nach Bundesbern, an die Kantonsregierungen und an die Stawas geschrieben. Niemand hat das Recht, so einen Gewalt-Aufruf zu machen. Vier Kantone / Stawas befassen sich noch mit dem Thema, andere haben diese Aussage aufgenommen mit den Worten «dass zukünftige Standaktionen von Scientology besonders genau angeschaut werden».

Scientology hat ihren Facebook Beitrag am 8. Juni 2022 wieder gelöscht – wieso wohl?

Bisher gab es von Amtes wegen keine Anzeige und wir haben sowieso keine gemacht. Auch wenn dieser Gewaltaufruf für einige Kantone / Stawas nicht ganz eindeutig war, so haben wir die Quittung in Luzern und Solothurn sehr rasch zu spüren bekommen – es gab zwei versuchte Tätlichkeiten gegen uns – beide Male konnten wir ausweichen. Falls dies einmal jedoch nicht mehr der Fall sein sollte, dann werden wir sofort von unserer Seite aus juristische Schritte einleiten.

Scientologen sind «ganz feine Menschen», wenn sie an Standaktionen versuchen, tätlich zu werden. Dies sollten Städte und Gemeinden ebenfalls berücksichtigen, wenn sie darüber entscheiden, ob sie Scientology Standaktionen bewilligen wollen oder nicht.

Ob das nicht genug wäre, stand auch der Weltdrogentag bevor und Scientology hatte eigentlich vor, sich in Luzern zu ihrem 30-jährigen Jubiläum grossartig in Szene zu setzen. Am 25. Juni 2022 hatte die schweizerische Gruppierung der Tarnorganisation «sag nein zu Drogen, sag Ja zum Leben» eine Standbewilligung am Kurplatz in Luzern erhalten.

Gleich beim Eintreffen wurden wir verbal mit lauten Worten zugetackert und ein Scientologe wollte sehr aggressiv entweder Beat oder sein Natel aus der Hand schlagen. Da haben wir den Scientologen klar gemacht, dass sie zurück an ihren Stand gehen und uns in Ruhe lassen sollen. Es dauerte nicht lange, bis der uns bestens bekannte Sicherheitsmann DC auftauchte und die ganze Zeit wie ein Löwe im Käfig telefonierend um den Scientology Stand herumtigerte – was sogar dazu geführt hat, dass uns einige gesagt haben, dass dies wirklich angsteinflössend war.

Zur grossen Enttäuschung der Scientologen kam die Polizei nie vorbei – weshalb auch? Mit über 15 m Abstand konnten wir bei unserem dritten aktiven Einsatz auch so extrem viele Passanten aufklären – und dies lediglich im «ein Mann Rotationsprinzip». Unser äussert erfolgreicher Einsatz hat sogar dazu geführt, dass «Sag nein zu Drogen, sag ja zum Leben» bis heute keinen PR-Film von ihrem Möchtegern Jubiläum veröffentlichen konnte – zu 99.99 % ging niemand an den Stand und die vielen vor allem älteren Scientologen waren allesamt arbeitslos und das mehrköpfige Kamerateam (sogar Zürcher waren dabei) musste später sang- und klanglos und mit hängenden Köpfen davontrotteln.

Dafür gab es einen ganz tollen Zeitungsartikel von Zentralplus und nur zwei Tage später haben wir den nächsten Blogbeitrag veröffentlicht – dieses Mal ging es um die Manipulation von ahnungslosen Eltern.

Wer glaubt, dass wir kurz vor den Sommerferien endlich ein bisschen zur Ruhe kommen würden, hat sich total getäuscht. In der Sendung «Aktenzeichen XY ungelöst» wurde der Fall Yolanda Klug gezeigt, und wir konnten endlich mit unseren Recherchen an die Öffentlichkeit gehen. Ein immer noch ungelöster und mysteriöser Fall, trotz zahlreichen Medienberichten

JULI

Dafür konnten wir im Juli einige Sommertage geniessen und gleichzeitig waren wir mit dem Grenchner Tagblatt in Kontakt betr. unserer nächsten Aufklärungsarbeit. Diesmal führt der Weg in den Kanton Solothurn nach Grenchen und es geht um RonsOrg, welche als Ableger von Scientology einzuordnen ist. Das Thema war so interessant, dass der Artikel gleich in vier Zeitungen erschienen ist und wir am 26. Juli auch ein Interview beim regionalen «Radio 32» Sender geben konnten. Blöderweise musste Beat nach dem Radiobesuch das SBB-Areal durchqueren und er tat es besonders gerne, da wir im Voraus die Meldung erhielten, dass die Tarnorganisation „Der Weg zum Glücklichsein“ vor Ort waren und ihre Broschüre «z’läbe fägt» verteilen würden.

Beat hat ganz normal mit einem von drei Scientologen gesprochen, und er hat eine Broschüre erhalten. Dann hat er gesagt, dass er wisse, dass Scientology hinter der Tarnorganisation steckt. Das hat gereicht, dass der Scientologe sofort aggressiv wurde und Beat schlagen wollte. Auch dies liessen wir nicht auf uns sitzen und haben die Bahnpolizei der SBB eingeschaltet, welche die Scientologen kontrolliert und den Fall protokolliert haben. Es darf nicht mehr das Kleinste passieren auf dem SBB-Areal, sonst könnte dies für Scientology ein Nachspiel haben.

Es scheint so, dass diese gewalttätige Reaktion seitens Scientology eine direkte Folge des Gewaltaufrufes im Facebook war…

Gegen Ende Juli machten wir uns auf dem Weg nach Bayern an die Jahresfachtagung 2022, welche vom 29. bis 31. Juli stattfand und von der «Initiative zur Hilfe gegen seelische Abhängigkeit und religiösen Extremismus und der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Kreise e.V.» organisiert wurde. Sie fand in einer idyllischen Gegend im hübschen Kloster Kostenz in Bayern statt und es war toll, sich mit Fachexperten austauschen zu können.

Wir haben sogar spontan die Möglichkeit erhalten, in einem kleinen Vortrag über unsere Aufklärungsarbeit und über unsere Erlebnisse zu berichten. Jedoch mussten wir feststellen, dass die Polizei München Scientology fast als harmlos bezeichnet hat. Es seien ja Senioren, die in München gelegentlich auf der Strasse tätig sind und auch sonst sei es sehr still um Scientology… Dies stimmt so leider überhaupt nicht, wenn wir nur an die bereits mehrmals von uns erwähnte gefährliche und neue Vermischung mit der Querdenker-Szene denken. In den folgenden Monaten werden wir mit der Mithilfe von «Fildersnazifrei» in Stuttgart erneut das Gegenteil beweisen.

AUGUST

Dieser Monat war geprägt von Schreibarbeit im Hintergrund und verschiedenen Kontaktaufnahmen mit Behörden und Institutionen. Wir intensivierten mit Gruppen aus Deutschland die Zusammenarbeit, speziell beim Thema «die braune Sauce – Vermischung von Scientology und der Querdenker-Szene».

Und dann dürfen wir den seltenen Auftritt von Jürg Stettler vor dem Scientology Gebäude in Volketswil nicht vergessen. In alter Manie behauptet er gegenüber dem Aktivisten Blödsinn und versucht diesen sogar einzuschüchtern. Tja, so benehmen sich Scientologen in der Öffentlichkeit gegenüber ihren Kritikern. Sind das nicht feine und religiöse Menschen?

Dann wurden wir mit dem Jahresbericht der Freidenker Vereinigung 2021 positiv überrascht, als wir für unsere ehrenamtliche Arbeit und unseren Vortrag erwähnt wurden.

Und nach langem Warten brachte die NZZ ein Artikel darüber, dass Scientology einen KV-Lehrling ausbildet, was äusserst fragwürdig ist.

SEPTEMBER

Bei diesem Blogbeitrag kam die SIS International School nicht wirklich gut weg und deshalb erhielten wir schriftlich eine Aufforderung, unsere Recherchen zur SIS International School in Verbindung zu Scientology zu löschen. Selbstverständlich sind wir dieser Bitte nachgegangen jedoch haben wir das katastrophale und unprofessionelle Schreiben, welches zahlreiche Fehler enthält, veröffentlicht.

Die «braune Sauce und die Vermischung mit Scientology» beschäftigte und beschäftigt uns immer noch sehr, darum folgte postwendend der nächste Blogbeitrag, um die Leser im Süddeutschen Raum und in der Schweiz darauf aufmerksam zu machen. Diese Vermischung und die Razzia Aktion im Dezember zeigen gut auf, dass dies wirklich ein brandgefährliches Thema ist. Hat dies die Medienlandschaft im deutschsprachigen Raum wirklich erkannt? Die Zukunft wird noch viel Licht ins Dunkel bringen. Auch in der Schweiz gibt es Verschwörungstheoretiker bei Scientology.

Dann kam erneut die Stadt Bern ins Gespräch. Mit dem Artikel in der Berner Zeitung und einigen Aussagen von uns wurde darüber berichtet, dass Scientology Bern an einem heiligen Sonntag auf dem SBB-Areal ihre Büchlein «z’Läbe fägt» an unwissenden Passanten verteilt hat.

OKTOBER

Endlich haben wir einige Antworten zum Thema «Gewaltaufruf» publizieren können. Beim ersten Blogbeitrag ging es um die Antwort von Bundesbern und dem EJPD und beim zweiten Blogbeitrag um die Antworten vieler Kantonsregierungen und der Kantonspolizei. All die vielen Antworten haben uns bestätigt, dass wir richtig reagiert haben und dass viele Kantone den Fall direkt an die Staatsanwaltschaft / Oberstaatsanwaltschaft zur Abklärung weitergeleitet haben. Sobald wir etwas von den vier ausstehenden Kantone / Stawas hören, informieren wir euch.

Dann kam unser fünfter und letzter Einsatz im Jahr 2022 in Olten. Für diesen Einsatz in Ein-Mann-Rotationsprinzip mussten wir für CHF 50.— eine Bewilligung lösen. Die Stadt Olten gehört in der Deutschschweiz tatsächlich zum einzigen Ort, in welchem wir für die «friedliche freie Meinungsäusserung» auf öffentlichen Grund Geld bezahlen müssen.

Was wir in Olten erlebt haben, war einfach nur grandios. Es gab zwei Polizeieinsätze: einen durch Scientology, welcher vergeblich war, da wir zum Staunen der Scientologen eben eine Bewilligung hatten und der zweite wurde durch einen Anwohner ausgelöst. Nach etlichen Provokationen der Scientologen, teilte uns der hässige Sektenbruder PS mit, «dass er schaue, dass man sich um uns kümmern werde». Bald darauf erschien der Löwe im Käfig (sh. Monat Juni in Luzern), der OSA-Mann aus München, DC, welcher uns stundenlang filmte und fotografierte – aber blöderweise waren im Hintergrund Anwohner zu sehen. Das führte zu einer lauten Standpaukte seitens der Polizei und der sich so wichtig aufspielende DC war plötzlich ganz klein und leise.

Aber auch die Stadtverwaltung hat inkognito einen Mitarbeiter geschickt, der uns bei unserer Aufklärungsarbeit mit einem Abstand über 6 m (statt die bewilligten 3 Meter) beobachtet hat. Natürlich haben wir diese Aktion bemerkt und Beweisfotos gemacht, da wir ja nie wissen, wer uns denn alles während unseren Einsätzen beobachtet – wir könnten Bücher schreiben darüber und einige Scientologen waren mehr als nur perplex, als wir sie ertappt haben. In Olten ist noch nicht aller Tage Abend und wir werden euch informieren, wenn wir News haben.

Zurück zum Fall «vermisste Yolanda Klug» – mittlerweile gab es eine zweite Sendung im MDR und wir vermuten, dass dieser Fall noch lange ein grosses Thema sein wird. Nicht nur bei der Leipziger Volkszeitung wurde der Artikel im Juli sehr viel angeklickt (über 150’000 Aufrufe), sondern auch bei uns im Blog verzeichneten wir – und immer noch – über 6’000 Klicks, was somit unser meistgelesener Blogartikel ist.

NOVEMBER UND DEZEMBER

Nun kam eine etwas ruhigere Zeit. Wir haben einen Vortrag besucht, welcher von den Freidenkern organisiert wurde, da wir nun an Wochenenden über freie Zeit verfügten. In’s Auge gestochen hat uns ein Turiner Religionssoziologe, welcher nicht nur die Scientologen sondern auch die Zeugen Jehovas in sechs Beiträgen in Schutz nimmt! Was in aller Welt ist hier geschehen, dass ein bekannter Religionssoziologe brandgefährliche Sekten, die Familien und Menschen zerstören, schützt? Selbstverständlich stellen wir uns einige Fragen, was hier nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könnte.

Nun hatten wir auch gemütlich Zeit, die diversen Strafprozesse in den USA zu verfolgen. Einer war ja der Vergewaltigungsfall von Paul Haggis, welcher aus dubiosen Gründen verurteilt wurde und der andere war derjenige von Danny Masterson in Los Angeles. Dieser Fall hat nicht nur bei uns, sondern auch bei den Aussteigern und Experten in den USA einen faden Beigeschmack hinterlassen, weil die Geschworenen es tatsächlich nicht geschafft haben, sich einig zu werden. Somit hat die Richterin Olmedo diesen Fall auf nächstes Jahr angelegt und Scientology publizierte in Social-Media-Kanälen, dass ihr Mitglied Danny Masterson angeblich freigesprochen wurde. Auch hier ein Beweis mehr, wie seitens Scientology Lügen verbreitet werden. Dafür hat Scientology mal wieder Leah Remini ins Visier genommen und diffamiert sie öffentlich aufs Äusserste (bekannt als Fair Game).

Dann wurden wir überrascht, dass reiche Schweizer Scientologen dem IAS (Internationale Vereinigung von Scientologen) von 750’000 bis 1 Million US-Dollar gespendet haben. Ein Paar wohnt in Lausanne und das andere Paar in Basel. Unglaublich, was das Scientology Magazin «Impact» alles an News bringt.

Auch die Deutsche Scientology Pastorin, Billie Wegmann, bekam von uns ihr Fett weg, da auch sie mit ihren geführten Möchtegern «Sonntagsandachten» Menschen manipuliert und eine Verbindung zur «braunen Sauce» hat. Sie ist eine politische Anhängerin der Partei «die Basis» und macht auch noch Werbung dafür.

Und dann erhielten wir am 6. Dezember eine Lesermitteilung mit Fotos eines Scientology Standes in Horw (LU) und wir mussten zu unserem Bedauern feststellen, dass es Scientology gelang, eine Aussteigerin während der Pandemie zurück zu Scientology zu holen. Niemand anderes als der Sektenguru David Miscavige gab den Befehl heraus, sich auf Ex-Scientologen zu fokussieren und sie zur Rückkehr «zu bewegen» (wir haben im Jahr 2020 über diese Masche berichtet). Tja, solange diese Psychosekte allen Scientologen verbietet mit Aussteiger in Kontakt zu treten ist es leider nur menschlich, dass Aussteiger, die sich im Leben nach dem Ausstieg völlig alleine und isoliert fühlen, eben wieder zurückkehren. Und dieser Fall ist leider das beste Beispiel dafür.

Kurz vor dem vierten Advent kam eine sensationell positive Meldung aus Grossbritannien. Die britische Regierung geht offiziell gegen Scientology vor! Es geht hier um die ehrenamtliche Arbeit aller SeaOrg Mitarbeiter auf der Freewinds. Eine ehrenamtliche Arbeit ist laut britischem Seegesetz nicht erlaubt und verstösst gegen das geltende Gesetz – Ermittlungen sind am Laufen. Auch hier scheint es so, dass sich die Psychosekte Scientology nicht an das Gesetz hält – warum denn auch sie haben, ja ihre eigenen Gesetze, welche sogar verbieten, kriminelle Scientologen bei einer Behörde anzuzeigen. Solche Fälle sollen immer NUR intern gelöst werden und dürfen nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Wieso wohl?

ANMERKUNGEN

Mehr und mehr mutige Aussteiger melden sich bei uns und einige möchten anonym über ihre Erlebnisse berichten. Und dazu geben wir ihnen in unserem Blog, nach einer Verifizierung, sehr gerne den benötigten Platz dazu. Danke dafür!

Auch wissen wir die vielen Lesermeldungen über Scientology Standaktionen sehr zu schätzen und auch hier bedanken wir uns herzlich. Diese sind nämlich für die Aufklärung und Warnungen sehr wichtig. Deshalb bitten wir euch, auch im kommenden Jahr fleissig so weiterzumachen. Es gibt noch sehr viele unaufgeklärte Passanten – auch Behörden und Regierungen in der Schweiz sind bei Tarnorganisationen überfordert, weil man einfach nicht sieht, dass es sich um Scientology handelt.

Nur zusammen mit euch können wir weiterhin so erfolgreich unterwegs sein!

Eine Bitte haben wir noch: Besonders auf Facebook «kämpfen» wir mit dem Algorithmus. Obwohl über 780 Personen unsere Seite gelikt haben (830 Follower), erreichen wir mit unseren Beiträgen im Schnitt lediglich 50 – 100 Personen, was sehr wenig ist (da sieht die Welt in unserem Blog viel erfreulicher aus). Wir freuen uns wirklich über jedes Like – nicht nur auf Facebook, sondern auch auf Instagram und Twitter. Und falls uns jemand konkrete Tipps geben kann, wie wir mehr Personen erreichen können, dann sind wir für jegliche Tipps dankbar (Werbeanzeigen bringen nicht den nötigen Erfolg).

Mit dem aktuellen Jahresrückblick haben wir dieses Jahr genau 100 Blogbeiträge geschrieben / publiziert und unser Blog wird dank Übersetzungsmöglichkeiten aus der ganzen Welt besucht – bereits 70 Länder werden in unserer Statistik angezeigt.

Wer nicht weiss, wer hinter der FASA steckt: Yolanda und Beat, ein Ehepaar aus dem Oberbaselbiet, Schweiz. Scientology hat uns einmal in einem Schreiben an Politiker so bezeichnet: „Es ist doch nur ein einziges Ehepaar“. Sie haben jedoch nicht damit gerechnet, dass wir immer friedlich bleiben und uns trotz Drohungen einfach nicht einschüchtern lassen. Im Gegenteil: Je mehr Drohungen und Beleidigungen, je aktiver sind wir!

Und zu guter Letzt schreiben wir sehr selten über die Möglichkeit, dass uns Geld gespendet werden kann. Falls jemand honoriert, was wir alles machen und wie aktiv wir sind, so freuen wir uns über jeden Franken. Die jährliche Übersicht zeigt, dass im Jahr 2022 Null Franken eingegangen sind, dafür wurden uns jedoch Gebühren verrechnet – das ist doch auch etwas 😊

Hier unsere Bankverbindung für den Fall aller Fälle:

Raiffeisenbank Liestal-Oberbaselbiet, 4410 Liestal / Kontoinhaber Freie Anti-SC Aktivisten / IBAN Nr. CH 85 8080 8009 3726 0107 0

Nun wünschen wir allen einen tollen Rutsch ins neue Jahr 2023 – möge es ein besseres, friedliches und ein Jahr mit vielen positiven News werden!

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