
Seit Anonymous mit der «Operation Tinfoil: OCG und Scientology» die OCG im April 2022 geleakt hatte und die Zusammenarbeit zwischen Gustav* (Scientology Pressesprecher, Präsident Scientology Zürich, OSA-Chef Schweiz) und Ivo Sasek (OCG) aufzeigen konnte, wissen wir alle, dass die Verbindung zwischen diesen zwei Sekten enorm gross ist.
Seit Jahren pflegen wir mit diversen Sekten Aussteigern Kontakt, so auch mit dem Sohn des o.e. Sektenführers Ivo Sasek und seiner Familie. Im August 2026 waren wir ja in St. Gallen im Einsatz und haben die Gelegenheit gepackt, uns persönlich mit Simon Sasek und Familie zu treffen. Bei diesem sehr harmonischen und lustigen Treffen – wir haben gemeinsam so viel gelacht – erfuhren wir aus erster Hand, was bei der OCG so alles abgeht. Mega erstaunt hörten wir Simon zu, wie es zu dieser Anzeige mit den passenden Klagepunkten kam. Und da wir ja keine Juristen wie Simon sind, nahm er sich die Zeit, uns die Anzeigepunkte zu erklären und aufzuzeigen, wie dieser Fall gravierende Folgen haben könnte. Unsere Antwort war sehr kurzgehalten: «sollte es klappen, wird das für die Schweiz ein Präzedenzfall für alle Sekten werden?»
In diesem Treffen erfuhren wir Details über die freundschaftliche Verbindung von Scientology Schweiz und der OCG mehr und vor allem staunten wir nicht schlecht, als wir die Schlagwörter «Konsul, OCG / Scientology, Nachtessen» erfuhren. Auf diesem Fall werden wir in Absprache mit Simon zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen. Wichtig für unsere Leser ist, dass es Scientology sehr wichtig ist, mit ihren Möchtegern «interreligiösen Dialogen und Organisationen» der Aussenwelt vorzugaukeln, wie sie als Psycho- und Wirtschaftssekte angeblich religiös angehaucht sind. Und dazu passt doch der Wortlaut «wer glaubt wird seelig» sehr gut!
Und da es nun 3 Jahre her ist, dass wir über diese Freundschaft / Zusammenarbeit und Verbindung geschrieben haben, bringen wir hier einen Rückblick:
- 16.10.2023 – CH: CCHR und die Zusammenarbeit mit der OCG-Sekte aus der Ostschweiz
- 18.12.2022 – Ist die Verbindung zwischen Scientology und der OCG freundschaftlicher als wir denken?
- 26.12.2022 – Hat die Reichsbürger Sekte «Königreich Deutschland (KRD)» die Technologien und Vorgehensweisen von Scientology und von der OCG abgekupfert?
- 29.08.2022 – Sekten wie Scientology, OCG und Zeugen Jehovas
- 21.04.2022 – Scientology und die OCG – zwei SEKTEN halten zusammen
Der erste Artikel zum o.e. OCG-Fall ist nun im St. Galler Tagblatt am 30.10.2026 mit dem Titel «IVO SASEK – Ausserrhoder Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sektenführer Sasek – Sekten-Report Teil I» unter Bezahlschranke erschienen – hier ein Ausschnitt daraus:
«Ein erfolgreiches Verfahren wäre in der Schweiz ein einmaliger Coup gegen eine radikale Glaubensgemeinschaft. Die Behörden untersuchen, ob die Organische Christus Generation in Walzenhausen ihre Mitglieder ausbeutet.».
Und «Ref.ch» publizierte am 30.10.2026 ebenfalls einen Artikel mit dem Titel «Appenzell Ausserrhoden – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Glaubensgemeinschaft»:
«Die Ausserrhoder Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Anführer der Glaubensgemeinschaft «Organische Christus-Generation» aus Walzenhausen aufgenommen. Dabei könnte es um das Ausnützen von Freiwilligen gehen.
Gegen den Anführer der Glaubensgemeinschaft sowie seine Frau ermittelt die Ausserrhoder Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf gewerbsmässigen Wucher und Verstoss gegen das AHV-Gesetz, wie diese auf Anfrage mitteilte. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.
Zuerst hatten die «Appenzeller Zeitung» und das «St. Galler Tagblatt» über die Ermittlungen berichtet. Beim Wucher geht es gemäss dem Strafgesetzbuch darum, dass jemand beispielsweise eine Zwangslage oder die Abhängigkeit einer Person finanziell ausnützt.
Bei dem Verfahren könnte es unter anderem um Fragen betreffend Freiwilligenarbeit gehen. Die Thematik der Freiwilligen- und Gratisarbeit gebe es in vielen Glaubensgemeinschaften, sagte Georg Otto Schmid von der Kirchlichen Fachstelle Religionen, Sekten und Weltanschauungen (relinfo). Mit ihm waren auch die beiden Zeitungen für ihre Recherche in Kontakt.»
Wie gesagt, für uns wird dies ein wichtiger Präzedenzfall gegen Sekten in der Schweiz sein, da auch die Psychosekte Scientology mit ihren «Volunteer Ministers – Ehrenamtliche Geistliche», Staff-Mitarbeiter / SeaOrg Mitarbeiter immer wieder behauptet, dass die Mitarbeiter aus aller Welt freiwillig ihre Dienste in der Sekte absolvieren – wir haben bereits mehrmals darüber berichtet:
- 23.04.2025 – CH – DE: Neue Aufzeichnungen zeigen, dass Scientology immer noch US-Visas für religiöse Zwecke beansprucht
- 31.05.2026 – Aufklärung über den Staff-Vertrag von Scientology – Aussteiger aus aller Welt sprechen dabei von Menschenhandel, Missbrauch und Sklaverei
Viele Aussteiger konnten aufzeigen, dass die Entlöhnung auch in der Schweiz ein Hohn ist und dass die Anhänger gezwungen sind, ausserhalb von Scientology einen zweiten / dritten Job anzunehmen, damit sie genug Geld verdienen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Hier zur Erinnerung ein paar Beispiele dazu:
- 2026 – Beobachter: Sekten-Aussteiger – «Scientology stellte mich auf die Strasse»
- 2026 – SWR Nachtcafé – Wie er Scientology entkam
- 2024 – Podcast BAZ: Basler Ex-Scientologin packt aus
- 2015 – Focus: Leben in der Sekte – Scientology-Aussteiger berichtet: „Ich bin praktisch versklavt worden“
- 2015 – Das Problem Scientology in Basel, 4/4
- u.v.m., welche in der Zwischenzeit aus dem Internet entfernt wurden, wie derjenige von René Kraaz R.I.P.
Bereits im Jahr 2016 stand Scientology Basel im Visier der Behörde. Watson hatte damals den Artikel mit dem Titel «Scientology im Visier der Basler Behörden – 40 Personen überprüft. An der Aktion war auch die Polizei mit rund zehn Beamten beteiligt. Schwere ausländerrechtliche Vergehen wurden jedoch nicht festgestellt, wie Hansjürg Dolder vom AWA am Freitag sagte. Er bestätigte damit Angaben der «Basler Zeitung».»
Und aus heutiger Sicht und mit vielen Aussagen von Aussteigern können wir davon ausgehen, dass von der Basler Behörde der Scientology Staff-Vertrag akzeptiert wurde, welcher Intern als Sklaverei angesehen wird (sh. die o.e. Beiträge).
Nun sind wir betr. Scientology gespannt, ob an den Standorten wie Basel, Zürich, Genf, Lausanne, Bern, Lugano, Vevey, Luzern die Stawa zum o.e. Fall «gewerbsmässiger Wucher und Verstoss gegen das AHV-Gesetz» auch eine Untersuchung gegen Scientology eröffnet wird. Scientology Schweiz behauptet ja, dass es in Basel und Zürich 100 Staff-Mitarbeiter hat und den anderen Scientology Standorten ca. 50 Staff-Mitarbeiter.
Zu diesem Thema wurde Scientology Basel im Jahr 1987 bereits verurteilt, oder?

Wir schliessen diesen Beitrag mit vielen Fragezeichen und dem neusten Aufklärungs-Video: