Die Drogenbekämpfer von Scientology mit ihrer Tarnorganisation «Sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben»

Zuerst bedanken wir uns bei euch für eure Kommentare und Anregungen, welche wir oftmals per Mail oder Facebook Messenger erhalten. Genau dies ist der Weg für all diejenigen, die nicht wollen, dass man eure Profile anschaut resp. unter die Lupe nimmt. So könnt ihr uns auf eine «anonyme» Art und Weise erreichen und schreiben – wir veröffentlichen nie irgendwelche Namen oder Orte, es sei denn, dass es explizit gewünscht wird.

Unsere Blog-Artikel sind manchmal zwar ziemlich lang, aber es ist wichtig für uns, mit vielen und wichtigen Informationen die komplexe Struktur der fundamentalistischen Scientology Organisation aufzuzeigen, gewisse Aussagen von Scientology zu erklären, mit Facts zu widerlegen und zu zeigen, welche Interessen tatsächlich hinter gewissen Aussagen, Standaktionen und Tarnorganisationen stecken.

Scientology behauptet immer wieder, dass die von uns genannten Tarnorganisationen «eigenständige» Vereine sind, aber sie sind allesamt glasklar Scientology zuzuordnen. Da Scientology immer wieder mit der Umkehr der Tatsachen spielt (wir haben mehrmals darüber berichtet), ist es eben so wichtig, Facts auf den Tisch zu legen. So wurde 2014 die Scientology Broschüre «40 Jahre Scientology Schweiz – wir informieren» veröffentlicht und dort werden nicht nur alle Tarnorganisationen erwähnt, sondern es wird beschrieben, in welchen Bereichen sie aktiv sind. Wir zählen in der Reihenfolge der o.e. Broschüre die Tarnorganisationen auf:

  • «Die ehrenamtlichen Scientology Geistlichen» mit ihrem Motto und angeschriebenen Ständen «Man kann immer etwas tun»
  • «Der Weg zum Glücklichsein»
  • «Sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben»
  • «Jugend für Menschenrechte»
  • «Drogenrehabilitierung» sprich «Narconon» (nicht mehr in der Schweiz aktiv – mehr Infos weiter unten)
  • «CCHR – Citizen Commission for Human Rights», Bürgerkommission für Menschenrechte – in Deutschland bekannt als KVPM, Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Deutschland e. V.
  • «Applied Scholastics – Lösung für die Bildung»
  • «WISE – World Institute of Scientology Enterprises»

Das Ziel aller Tarnorganisationen ist natürlich, unter dem Deckmantel oder der Fassade des jeweiligen Vereines, neue Mitglieder zu fischen / zu rekrutieren.

Nun sehen wir jedoch etwas genauer hin beim Verein «Sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben». Auch in der Schweiz ist diese Tarnorganisation mit ihren türkis/blauen Ständen und angezogenen Drogen-Bekämpfer aktiv unterwegs – sogar in Schulen und in Büros von Drogenpräventionsstellen, die vielmals keine Ahnung haben, dass die Psychosekte Scientology dahintersteckt. Scientology versucht wirklich alles und keine Angst, dabei lassen sie nichts aus!

Um was geht es bei dieser Tarnorganisation denn? Zuallererst beginnen wir mit der Erklärung von Scientology, welche doch tatsächlich denkt, sie müssten dem Schweizer Staat bei der Drogenaufklärung unter die Arme greifen.

Scientology Schweiz schreibt folgendes dazu:

«Förderung wirksamer Drogenaufklärung und – Präventions-Initiativen: Bezüglich der verheerenden Auswirkung von Drogen auf die Gesellschaft schrieb der Autor, Philanthrop und Stifter der Scientology Religion L. Ron Hubbard: „Der Planet ist auf eine Barriere gestoßen, die jeglichen weitverbreiteten gesellschaftlichen Fortschritt verhindert – Drogen und andere biochemische Substanzen. Drogen können Menschen in einen Zustand bringen, der nicht nur körperliche Gesundheit unmöglich macht und zugrunde richtet, sondern auch jeglichen stabilen Fortschritt in mentalem oder geistigem Wohlbefinden verhindern kann.“ Diese Aussage führte zu seiner weiteren Beurteilung dessen, welche Rolle Drogenmissbrauch beim Zerfall des gesellschaftlichen Gefüges spielt: „Forschung hat gezeigt, dass das destruktivste Element in unserer gegenwärtigen Kultur Drogen sind.“

Außerdem führte L. Ron Hubbards Forschung auf diesem Gebiet zu beispiellosen Lösungen in der Drogenrehabilitation (uns bekannt als Narconon). Die Kirche und Scientologen initiierten daraufhin das weltliche „Fakten über Drogen“-Programm, mit dem sie seit mehr als zwei Jahrzehnten darauf hinwirken, Millionen Menschen die Fakten über Drogen zu vermitteln.

Die Kirche und ihre Mitglieder widmen sich mit Drogenaufklärung der Beseitigung des Drogenmissbrauchs. Sie laden alle, die das Ziel einer Welt ohne Drogen teilen, zur Teilnahme ein.»

Es ist uns wohl allen klar, dass Drogen schädlich sind und dass dieser Teil somit auch den Tatsachen entspricht. Weder die Freien Anti-Scientology Aktivisten noch unsere Leser oder andere Menschen kämen jedoch auf die unverfrorene Idee, sich als Gutmenschen zu präsentieren im Einsatz gegen Drogen aber mit der dreisten Idee dahinter, Mitglieder z. B. für ein risikoreiches, teures und gefährliches Schneeballsystem zu finden, welches nur den Erfinder / Besitzer wirklich reich macht.

Mittels verschiedenen Scientology Tarnorganisationen, ihrer Präventionsarbeit und ihrem Auftritt als Gutmenschen, gelingt es der Psychosekte auch Eltern, Lehrpersonen und Jugendliche zu rekrutieren und Institutionen zu unterwandern. Und es gibt uns wirklich sehr zu denken, wenn wir von Jugendlichen hören, dass Scientology Broschüren in sogenannten Drogen- und Präventionsbüros herum liegen würden.

Auch lobbyiert Scientology viel bei Politikern und versucht, sie für ihre Ideologie und Ziele zu gewinnen und um den Finger zu wickeln. Ein gutes Beispiel ist die Scientology Sympathisantin und SVP-Nationalrätin Andrea Geissbühler. Blick und der Tagensanzeiger haben dazu im Jahr 2015 berichtet u.a. mit dem Titel «SVP-Geissbühler spannt mit Scientology zusammen». Und mit ihrer SVP Partei will sie den Marihuana-Bauern das Handwerk legen. Frau Geissbühler setzt sich auch für die Tarnorganisation «Jugend für Menschenrechte» persönlich ein und war an einer Standaktion in Bern persönlich anzutreffen.

Und wenn man als Laie die Scientology Broschüren in den Händen hält, sei es an einem Stand, Verteilaktion oder sogar in unseren Briefkästen, sieht man nirgends die Verbindung zur Scientology Organisation. Alle Broschüren, Bücher, DVD’s, Flyers etc. werden durch das RTC – Religious Technology Center (Religiöses Technologiezentrum) gedruckt und weltweit verschickt. Nur das von der RTC gestellte Scientology Material darf verbreitet werden. Darum ist es lediglich eine Ausrede, wenn man von eigenständigen Vereinen spricht. Sie nennen sich unterschiedlich, aber in der Verpackung ist nichts anderes als Scientology drin. Der Bayerische Rundfunk schreibt zu ihrerSendung «Die Kontrovers Story» vom 15.07.2015 „Sag Nein zu Drogen – sag Ja zum Leben“: Unter diesem Motto betreibt ein gleichnamiger Verein nach eigenen Angaben Drogenaufklärung. Wer steckt dahinter? Der Verfassungsschutz warnt: Es handele sich um eine Nebenorganisation von Scientology. Hier der Link zur Doku:

https://www.br.de/mediathek/video/miese-tour-von-scientology-die-kontrovers-story-av:585dc6d63e2f290012a823b5?fbclid=IwAR2Ws5g_OaD5_E4e_FPyjytOpobTQDlZiFFaEOzZaweXDV-l05fPvysNiHQ

Und da Scientology so viele Staff-Mitarbeiter und Scientologen in der Schweiz hat (Ironie off), erstaunt es uns nicht, wenn man hie und da bekannte Gesichter an Standaktionen dieser Tarnorganisation antrifft.

Wie dieser Herr, welcher seit der Gründung des Vereins „Sag NEIN zu Drogen“ angeblich seit 25 Jahren die regionale Gruppe von Basel leitet (sh. Seite 29). Angetroffen haben wir ihn in der Vergangenheit immer wieder an Standaktionen von «Dianetik» in St. Gallen oder Winterthur, wo er quitschfidel Aktivistinnen physisch bedrängt hat (was im Rundschaubericht sehr gut zu sehen ist). Ja, Scientology Schweiz hat auch diesen «Gutmenschen» hervorgebracht, welcher die Ethik-Richtlinien so gut beherrscht. Wenn es euch interessiert, haben wir in unserem Blog Artikel «Ethik Teil 4 – unter Fall Nr. 1» mehr zu diesem Herrn berichtet.

Und wenn man mit Drogen in Kontakt gekommen ist und bei Scientology dabei sein will, muss man den Reinigungsprozess durchlaufen, damit man aus allen Zellen die Drogeninformation rausholen kann. Dafür gibt es ja den sehr umstrittenen und gefährlichen Purification Rundown (Reinigungsprozess), welcher zur Perfektion angeblich die Tarnorganisation «Narconon» entwickelt hat. Narconon ist eine Organisation zur Rehabilitation von Suchtkranken in Scientology, welche

a) In der Schweiz vor Jahren verboten wurde, nachdem sich gewisse Zwischenfälle ereignet haben

b) Nur noch teilweise in Europa (Dänemark, Italien, Mazedonien, Spanien, Frankreich, Grossbritannien und Russland) vertreten sind. Das neueste sich im Aufbau befindende Zentrum steht in Irland aber auch hier sind bereits Aktivisten im Anmarsch.

Auf ihrer Homepage schreibt Narconon folgendes: «Es gibt keinen Zweifel daran – der Drogenmissbrauch ist eine weltweite Epidemie. Falls Sie sich im Griff der Abhängigkeit befinden oder falls Sie jemanden in dieser Situation kennen, dann durchleben Sie zweifellos einen Albtraum. Bei Narconon glauben wir nicht, dass ein Drogenabhängiger sein Leben lang abhängig sein muss. Wir glauben nicht, dass Abhängigkeit eine unheilbare Krankheit ist. Wir glauben, dass man sich verbessern kann. Wir glauben, dass eine Person, die in der enger werdenden Abwärtsspirale des Drogenmissbrauchs gefangen ist, ihr Leben zurückgewinnen und frei von Drogen leben kann. Wie erreichen wir das? Das ist der von Narconon bewirkte Unterschied.»

Was man aber als Drogenabhängiger tatsächlich und ohne Schönfärberei bei Narconon erlebt, hat «Amanda» in der NZZ eindrücklich beschrieben oder das Buch von Claude-Alain Humbert mit dem Titel «Erinnerungen eines Drogensüchtigen aus gutem Hause». Dieses Buch können wir euch wärmstens empfehlen: «Claude-Alain Humbert macht als Jugendlicher erste Rauscherfahrungen und rutscht ab den 1970er-Jahren immer tiefer in die Zürcher Drogenszene. Seine Eltern sind zu jeder Unterstützung bereit. Über die Jahre wandern Hunderttausende von Franken in die Hände von Scientologen und anderen vermeintlichen Helfern. Seine erste grosse Liebe verliert er 2005 durch einen Herzstillstand. Die nächste Freundin bedroht er im Drogenrausch massiv. Er wird verurteilt, der Fall wirft grosse Wellen in der Schweizer Presse. 2007 lernt er Fridy, die er ‹Friday› nennt, kennen. Sie will ihn von der Sucht befreien, stösst dabei aber selbst an ihre Grenzen. Nach jahrelangem Kampf mit Entzügen und Rückfällen stirbt Claude-Alain 2014 mit 58 Jahren.» Nach dem Tod hat die Partnerin das Buch für Claude-Alain fertig geschrieben und publizieren lassen.

Diese Tarnorganisation ist einfach nur ein extrem gefährlicher Scientology Zweig, welcher mit hochdosierten Einnahmen von Vitaminen, stundelangen Saunagängen und viel Sport den Drogenabhängigen das Blaue vom Himmel verspricht. Ihre Broschüren mögen für die Aufklärung gut aufgestellt sein, aber diese Masche benötigen sie nur, um wie bereits erwähnt, neue Mitglieder zu fischen. Verstärkung und neuer Auftrieb erhielt Scientology leider mit dem Dokumentarfilmer von Alex Gibney in „The Crime of the Century“ – Die Geflechte der amerikanischen Schmerzmittel-Mafia, durch die sich Ärzte und Pharmafirmen gleichermassen bereichern. Die Frankfurter Allgemeine schrieb sogar ein Artikel dazu.

Wie sieht denn die Lage in der Schweiz aus?

Die Tarnorganisation «sag nein zu Drogen, sag Ja zum Leben» ist mit ihren Standaktionen und Flyer-Verteilaktionen relativ aktiv. Während der Pandemie haben sie in den Regionen Basel, Aarau und Zürich viele Briefkästen mit ihren Drogen-Broschüren vollgemüllt. Wir erhielten in der Vergangenheit und während der Pandemie immer wieder Lesermitteilungen, aber in letzter Zeit ist es auch bei dieser Tarnorganisation ausser in Zürich ruhig geworden.

ZÜRICH
Ob am Paradeplatz, Pestalozziwiese, Bahnhofstrasse, Hirschenplatz oder Albisriederplatz, regelmässig stehen auf diesen Plätzen Scientology Stände. Die Scientology Drogen-Bekämpfer erkennt man an ihren türkisblauen T’Shirts / Caps und dem passenden farblich abgestimmtem Stand sehr gut.

Die Zürcher Polizei vergibt pro Jahr ca. 60 Standbewilligungen an Scientology (Stand vor der Pandemie im Jahre 2019) und darunter sind natürlich auch die Scientology Drogenbekämpfer dabei. Auf Facebook schreiben sie des Öfteren, dass sie über 1’000 Broschüren auch im Asylzentrum abgegeben und ihnen die Tram-Chauffeure zugewinkt hätten. Sind das nicht fantastische Aussagen von Scientologen, die uns fast zu Tränen rühren vor Begeisterung? So viel Gutes auf einmal ist doch einfach nur unglaublich!

BASEL
Seit August 2019 ist es in Basel mit Scientology Standaktionen sehr ruhig geworden. Warum, weshalb, wieso – dies weiss nur die Stadt Basel, die Polizei und Scientology genau.

Hat es vielleicht mit dem Polizeieinsatz am Barfüsserplatz zu tun, als die kleine Scientologin oben links Beat mit einem Handkantenschlag eine Broschüre aus der Hand schlagen wollte und wir eine Grossrätin als Zeugin gehabt haben? Der damalige Chef der Truppe, D.C., hatte an diesem Tag seine Staff-Mitglieder nicht gut im Griff, sie versuchten dann aber trotzdem, sich von ihrer besten Schokoladenseite zu zeigen. Einige Personen haben uns gebeten und geraten, eine Anzeige zu erstatten, was wir aus taktischen Gründen nicht gemacht haben. Dafür haben wir im Hintergrund viel erreicht.

Vielleicht kommt ja in diesem Zusammenhang bald etwas auf die Basler Politiker zu? Das BAG und die Basler Kantonsregierung haben kürzlich kommuniziert, dass in den nächsten Monaten versuchsweise kontrolliert Cannabis an Erwachsene in den Apotheken abgegeben wird. Das ist bestimmt ein Dorn im Auge für die Drogenbekämpfer von Scientology und wir fragen uns bereits jetzt, ob «Sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben» aktiv in Erscheinung treten wird mit dem Verteilen von Broschüren.

Hier zwei Zeitungsartikel zu diesem Thema:

DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH UND ITALIEN
Mit dem Titel «Drogenaufklärung findet breite Unterstützung in der Bevölkerung» gab Scientology Deutschland am 19. April 2022 eine neue Pressemitteilung heraus. Die Deutschen Scientologen waren anfangs April in den Städten München, Dresden und Leipzig mit Standaktionen unterwegs und versuchten natürlich auch dort mit dem Thema «Drogen», neue Mitglieder zu rekrutieren. Weiter heisst es im Pressetext: «Info-Stände der Präventionskampagne „Sag NEIN zu Drogen – Sag JA zum Leben“ am 8. und 9. April 2022 mit Musik und vielen ehrenamtlichen Helfern am Augustusplatz in Leipzig und an der Prager Spitze in Dresden zeigten, dass viele Bürgerinnen und Bürger sich über die Gefahr bewusst sind, die von dem zunehmenden Drogenkonsum in der Gesellschaft ausgeht. Vertreter von Polizei und der städtischen Suchtpräventionsbehörde lasen die zahlreichen Informationshefte aufmerksam, lobten die hochqualitative Aufmachung und die gute Verständlichkeit der darin vermittelten Inhalte. Man würde damit bei der Stadt offene Türen einrennen, so eine Polizistin wörtlich.»

Auch Scientology Wien ist jeden Monat auf öffentlichem Grund sehr präsent und angeblich sollen sie bei ihrer Aufklärung sehr erfolgreich sein. Im März war an ihrer Standaktion auch ein Musiker / Rapper dabei und sie schreiben auf ihrer Facebook Seite folgendes: «Unser Info-Stand zur Drogenaufklärung am Samstag, dem 12. März war ein schöner Erfolg. Wir haben Hunderte von Menschen mit den Fakten über Drogen erreicht.»

Und in Italien werden die Italiener auf dem Festland und Sardinien seit Monaten überflutet. Die Online Zeitung «Brescia Today» berichtet in Regelmässigkeit über die Einsätze und Erfolge der Scientologen und ihre Tarnorganisationen. Mit dem Thema «Drogen» belästigen sie sogar die Menschen am Strand – gehen sie mit ihnen etwa auch baden und versuchen sie währenddessen über Drogen aufzuklären?

Dann haben wir noch das Thema «Unterwanderung in Schulen»

Immer wieder versucht die Scientology Organisation mit ihrer Tarnorganisation «sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben» mit Vorträgen über Drogen, Kinder und Jugendliche zu erreichen.

Was wir uns wirklich fragen ist:

Sind unsere Schulleiter, Lehrer und Eltern wirklich nicht genug aufgeklärt?

Welche Motivation steckt hinter dieser perfiden Masche seitens der Auftraggeber wirklich? Man könnte denken, dass im 21. Jahrhundert jeder Akademiker wissen sollte, was und wer Scientology wirklich ist, oder doch nicht? Oder gibt es mit dem Lernplan21 keine Kontrollen mehr für Lehrer und Schulen? Wie soll man als Eltern sicher sein, dass die Kinder und Jugendlichen ausser Haus wirklich in den Genuss von «Kinder und Jugendschutz» kommen? Auf öffentlichem Grund sind unsere Kinder und Jugendlichen trotz dem klaren Rechtsanspruch auch nicht vor Scientology und anderen Sekten sicher, da man sie unbehindert ansprechen und Broschüren / Flyer abgeben darf. Auf der Homepage Scientology Schweiz steht u.a.:

«Vorträge von ehemals Abhängigen werden an Schulen gehalten, um die Jugendlichen über die wahren Konsequenzen von Drogenkonsum zu informieren».

Dies ist äusserst bedenklich und wir hoffen sehr, dass sich jede Schule Gedanken macht, welche Organisation hinter solchen Vorträgen steckt!

  • 20min berichtet am 10. Mai 2017 aus dem Kanton Luzern wie Scientology sich Zugang zu einer Schule beschafft hat mit dem Titel «Scientology warnt Schüler vor Drogen». Infosekta hat nicht umsonst davor gewarnt!
  • TopOnline berichtet am 26. April 2019 wie die Tarnorganisation in einer Marthaler Schule mehrere Drogenpräventions-Stunden durchgeführt hat.
  • Der Tagesanzeiger mit Hugo Stamm berichtet am 11. Juli 2015 über die Staatliche Privilegien für Scientology glasklar und bis heute hat sich nichts geändert.

Mit diesen drei Beispielen könnte man meinen, dass die Schweiz KEINE Experten in bekannten Organisationen hat, um unsere Kinder und Jugendlichen im Schulzimmer über Drogen aufzuklären.

Aber eben, nicht nur die Schweiz ist davon betroffen, sondern die ganze Welt. Auch in Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Belgien und Italien tritt Scientology penetrant auf und verschafft sich den Zugang zu den Schulen, wie der Fall vor knapp zwei Wochen in der Nähe von Mailand (Italien) aufzeigt.

Abschliessend möchten wir festhalten, dass es aus unserer Sicht mit diversen Drogen- und Suchtpräventionsorganisationen genug Material und Hilfestellung für Schulen und Schüler gibt und ganz wichtig: an Schulen hat die fundamentalistische Scientology Organisation mit ihrer Tarnorganisation nun wirklich nichts zu suchen!

Als gutes Beispiel nennen wir die Organisation «Sucht Schweiz», welche für Lehrpersonen diverse Aufklärungsmaterial zur Verfügung stellt. Diese Organisation bietet nicht nur Hilfe für Schüler an, sondern auch Präsentationen für «Suchtprävention für Elternabende».

Jeder Kanton in der Schweiz hat eine Stelle für solche Präventionsarbeit und stellt allen Infomaterial zur Verfügung. Auch der Kanton Zürich hat eine solche Kantonsstelle.

Leider erleben wir an Scientology Standaktionen jedoch immer wieder, wie Scientologen gezielt auf junge Menschen zugehen, um sie mit allerlei Broschüren z.B. über Drogen, Lernhilfe «Applied Schoolastics» oder mit Informationen über Dianetik zu überfluten.

In der Schweiz gibt es noch sehr viel im Bereich Kinder und Jugendschutz zu tun. Es sollte verboten sein, dass unter 16-jährige von Sekten angesprochen und belästigt werden. Aber leider gibt es noch kein solches Gesetz in der Schweiz.

Ob an Bahnhöfen, Standaktionen oder in Briefkästen: bitte haltet die Augen offen und helft somit die Suchenden mit Gesprächen zu schützen und entsorgt erhaltene Broschüren von Scientology im Altpapier. Gemeinsam sind wir stark gegen diese Psychosekte Scientology.

Last but not least: Achtung vor dem Wolf im Schafspelz

2 Kommentare zu „Die Drogenbekämpfer von Scientology mit ihrer Tarnorganisation «Sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben»

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