
Dieser Beitrag wurde am 05.2022 veröffentlicht und ging verloren und gehört zum Beitrag vom 01.09.2022, welcher wir als Teil 2 publiziert haben.
Wie ihr vielleicht in unserem Blogbeitrag gelesen habt, sticht der Kanton Zürich in der Schweiz ganz besonders hervor, was Scientology betrifft: es scheint so, dass Zürich besonders stolz ist, dass Scientology in ihrem Kanton so hyperaktiv ist. Ob in Zürich, Winterthur, Bassersdorf oder Fehraltorf: es herrscht anscheinend grosse Freude und dieser Kanton zeigt eine wirklich sehr liberale und tolerante Haltung gegenüber dieser fundamentalistischen Psychosekte, welche Menschen und Familien zerstört.
Umso grösser war unsere Freude, als (nach fast 5 Monaten) der fast einseitige NZZ-Artikel erschien, nachdem wir vorher vieles auf der Behörde-Ebene abgeklärt haben. Der Artikel vom 30. August 2022 bringt die gefährliche Thematik auf den Punkt und stellt zu Recht Fragen, ob Sekten wie z. B. die Psychosekte Scientology, sogar mit kantonaler Bewilligung (!), KV-Lehrlinge ausbilden darf. Herzliche Gratulation, Zürich: was für ein toller Kinder- und Jugendschutz. Sind Sekten wirklich so willkommen und schauen alle Politiker in diesem doch sehr grossen Kanton einfach nur tatenlos zu?
Wie das Leben so spielt, gibt es immer Zufälle, die man im ersten Augenblick nicht immer sofort erfassen kann, jedoch entsteht mit der Zeit ein schönes Bild und man erkennt sogar eine Logik dahinter. Bei unseren monatelangen Recherchen zum Fall «Yolanda K. aus Leipzig» fiel ein bestimmter Familien-Name immer wieder auf und wir machten uns mit unserem Team im Hintergrund auf die Suche, was dies zu bedeuten hat.
Und was jetzt kommt, ist eine Verkettung von unglaublichen Zufällen, welche wiederum aufzeigen, wie unser Schulsystem in der Schweiz von Scientology und ihrer Technologie unterwandert ist. Als gute Vorbereitung dazu haben wir mit unserem Blogbeitrag vom 20. August 2022 «Applied Scholastics – was hat Scientology Schweiz mit unserem Lernsystem zu tun? Teil 1» vorweg alles gut erklärt und aufgelistet.
Nun zu unseren zusätzlichen News!
Betina* kam uns als erste mit dem Fall «Yolanda K. aus Leipzig» in die Quere, da der Vater von Yolanda, Lutz*, beim Interview vom 29. September 2019 in Begleitung einer angeblichen «Tante» war, welche ihren Namen partout nicht erwähnen wollte.
In der Zwischenzeit haben wir jedoch erfahren, dass es sich dabei um Ulla* und nicht um Betina* handelt. Ulla* ist eine OSA-Mitarbeiterin, welche Scientology Stuttgart angeschlossen ist. Auch auf der Traueranzeige vom Stiefvater, Helmut*, erscheint am 26. April 2021 der Familienname gemeinsam mit Helga* und Heidrun* .
Bei unseren Recherchen haben wir herausgefunden, dass die ominöse Betina* bis 2015 in leitender Position bei der SIS – Swiss International School tätig war. Auch in diesem Fall gibt es eine Verbindung in die Schweiz und vor allem in den Kanton Zürich und auch sie ist komischerweise von der Bildfläche verschwunden, fast zur selben Zeit wie Helga* von der Scientology Ideal Org Basel.
Und es geht weiter im Kanton Zürich mit der Verbindung und den klebrigen und anhaftenden Tentakeln der Scientology Organisation: nicht nur die SIS Deutschland (Sitz Stuttgart) sondern auch die Tochtergesellschaft in der Schweiz haben eine direkte Verbindung zu Scientology. So auch der Ableger der internationalen Schule in Zürich und Umgebung.
Dazu kommt noch dieser interessante Eintrag mit dem Vermerk «ein Unternehmen der Kalaidos Bildungsgruppe Schweiz, die zur Klett Gruppe Deutschland gehört. In der Zwischenzeit hat diese Internationale Schule alle Fotos der LehrerInnen entfernt.

Die ehem. Schulleiterin, Lara* von Männedorf-Zürich ist sogar eine Scientologin, welche diverse Kurse auf der «Freewinds» besucht hat. Wow, was für Zufälle es doch gibt?!
Und es sieht so aus, dass diese Internationale Schule in und um Zürich dafür gesorgt haben, dass die verdeckten Scientologinnen nicht mehr tätig sind. Wir gratulieren.
Die bekannteste Scientology Schule ist seit Jahrzehnten die «Ziel Schule» in der Region Zürich und unter dem Kurzporträt inkl. Direktorin Priska*, machen sie kein Geheimnis daraus, dass diese Schule nach den Ausbildungsprinzipien des Sektengründers L. Ron Hubbard geführt wird.
Zu dieser Schule gibt’s auch diverse Zeitungsartikel wie z.B.
• NZZ vom 15.09.2014 mit dem Titel «Die Verbindungen werden hysterisch aufgebauscht»
• NZZ vom 15.09.2014 mit dem Titel «Ideologie im Schafspelz»: Privatschulen im Kanton Zürich müssen Verbindungen zu ideellen Vereinigungen transparent machen. Diese Regelung kann aber umgangen werden. Eine Schule in Zürich macht vor, wie es geht
• Auch die Aussteigerin, Ilse Hruby aus Österreich warnt auf ihrer Homepage vor der «Scientologischen Schulbildung»
Und weiter geht’s im Kanton Zürich, und zwar im Affentempo mit den scientologischen Lernhilfe Instituten, über welchen wir euch bereits informiert haben.
Beginnen wir mit der Nachhilfeschule mit 5 Standorten – eine davon in Winterthur. Die Inhaberin inkl. Töchter und Ehemann sind von unseren Quellen als langjährige Scientologen identifiziert worden. Vor Jahren wurde auch eine der Töchter auf Scientology angesprochen – sie hatte glücklicherweise kein Interesse.

Auf ihrer Homepage verwendet sie die typischen Applied Scholastics Bilder, welche sogar mit der Tarnorganisation «WISE» in Verbindung gebracht werden. Über diese Organisation werden wir zu einem späteren Zeitpunkt berichten.
Dann gehen wir mal zur nächsten und letzten Nachhilfeschule im Kanton Zürich, welche auch sehr sportlich im Kanton Aargau unterwegs ist.

Der Inhaber

Auch in diesem Fall konnten wir eine direkte Verbindung zu Scientology aufzeigen. Und auf der Homepage sieht man bei Stefan* ebenfalls die typischen Applied Scholastics Bilder.
Ach, fast hätten wir ja die Akademiker, Manager, Politiker und CEO’s von diversen Unternehmen vergessen, welche ihre Mitarbeiter in leitender Position zu Scientology Weiterbildungsstunden verdonnert. In der Stadt Zürich gibt’s nämlich seit Jahren die Hubbard College of Administration Schule, die «solche unglaublich guten Kurse» für ihr Kader anbietet und man kann dabei «viel für die Arbeitswelt» lernen». Auch hier werden gem. diversen Aussagen im Thema «Nahrungsergänzungsmittel Betreiber» Seminare abgehalten. Die Gesundheitsbranche muss ja von der scientologischen «StudiTech» auch profitieren können, oder?
Die Schule schreibt u.a., dass Ziele mittels Anwendung der Führungs- und Verwaltungstechnologie, entwickelt durch L. Ron Hubbard, erreicht werden können.
Und jetzt fragen wir uns zu Recht. Wie sollen ahnungslose Eltern wissen, wohin sie ihre Kinder / Jugendlichen zum Lernen schicken können, ohne dass Scientology dahintersteckt? Woher sollen ahnungslose Lehrer und Lehrerinnen wissen, welche Adressen sie mit gutem Gewissen den Eltern weitergeben können, wenn die verantwortlichen Kantonsbehörden keine Warnungen herausgeben und die Tarnschulen von Scientology anscheinend bedingungslos tun und machen können, was sie wollen.
Weiss der Kanton Zürich eigentlich, wem genau sie Bewilligungen geben? Überprüfen sie, ob vielleicht eine Psychosekte dahintersteckt? Gerade in der Nachhilfe für Kinder und Jugendliche tummeln sich viele Scientologen. Schaut die Zürcher Kantonsregierung genau hin oder vielleicht nur weg? Auch hier müssen wir uns fragen, wo der Kinder- und Jugendschutz bleibt.
Und nein, liebe Leser, der Kanton Zürich steht nicht allein da. Bei diesem Thema sind alle unsere 26 Kantone betroffen – in Lausanne und Genf z. B. darf die Scientology Tarnorganisation der Drogenbekämpfer sogar Vorträge an Schulen halten.
Liebe Eltern, Lehrer und Lehrerinnen, bitte informiert euch vorher gut über die diversen Lernhilfe Angebote in der Schweiz. Und zu eurer Hilfestellung gibt es Infosekta und Relinfo mit einem grossen Wissen.

Und damit ihr euch ein Bild machen könnt, haben wir euch den Kanton Zürich mit scientologischen Institutionen nach PLZ zusammengestellt. Es ist richtig gruselig und erschreckend, wie viele es gibt:
8005, 8044, 8047, 8048, 8050, 8051, 8136, 8142, 8143, 8152, 8280, 8304, 8307, 8400, 8476, 8600, 8700, 8708, 8800, 8804, 8810, 8907, 8912, 8913, 8954
