
Endlich hat Scientology entdeckt, wie von uns bereits zu Beginn erwähnt, wie sie die Transkript Funktion einschalten können – schön, dass ihr unsere Blogbeiträge ernst nehmt, lach. So können wir nämlich einfach mal den Text kopieren. Aber bei den Erklärungen und der Bildung von Sätzen, wird’s einem beim Zuhören einfach anders. Und mit dieser kryptischen Scientology Sprache ist jegliche Konversation mega schwierig und Narrative können somit einfach in die Welt gesetzt werden.
Und allein mit seiner Aussage, dass «Scientologen Häuser und evtl. noch 2 Autos besitzen», zeigt die Arroganz und Borniertheit eines OT5 Scientologen, Präsident Scientology Schweiz und Unternehmer – was für ein Hohn den Staff Mitarbeitern gegenüber. Auf dieses Thema kommen wir w.u. bei unseren Anmerkungen näher darauf zurück. Nun folgt das 1:1 nicht korrigierter Interview.
Let’s go!
Podcast Nr. 4 – Finanzen
Aussagen aus dem Podcast:
«Gibt aber auch Mitgliedschaften, die ist nicht sehr hoch, das sind 100 Franken im Jahr für unsere Mitglieder. Man macht einen Beitrag, wenn man ein Kurs absolvieren will. Unsere Mitglieder haben ihre eigenen Häuser, die haben vielleicht zwei Autos und so weiter.»
«Frage: Wie finanziert sich denn Scientology überhaupt?
Antwort: Also muss sich bewusst sein, Scientology hat diverse Abteilungen. Ja, wir haben sehr viele Bücher, Vorträge und so weiter, wo Mitglieder kaufen sich mit dem Befassen. Wir haben Kurse und wir haben Beratungen. Und wir finanzieren uns durch Beiträge dieser Mitglieder, die Kurse oder Beratung absolvieren möchten und dafür einen Beitrag zahlen. Es gibt aber auch Mitgliedschaften, die sind nicht sehr hoch, das sind 100 Franken im Jahr für unsere Mitglieder sind Zürich. Jeder Verein in der Schweiz entscheidet das selber. Wir haben viele Vereine in der Schweiz, Scientology Vereine, jeder Verein entscheidet das selber, aber jetzt in Zürich sind es 100 Franken und so kommen diese Finanzen zusammen durch diese Beiträge. Es gibt auch Spenden für bestimmte Projekte zusätzlich, aber die Hauptlast der Einnahmen besteht aus Beiträgen der Mitglieder. Ja, und wir sind einfach der Meinung, dass man etwas beitragen muss. Das kann durch Mitarbeit sein, Aktivmitarbeit.
Das kann durch sonstige Hilfen sein, die man dem Verein gibt, weil wir sind ja ein Verein, ein eingetragener Verein oder eben indem man einen Beitrag gibt. Und so ist das Konzept von Scientology, wie wir uns finanzieren. Und jeder Verein macht das für sich selber. Es gibt nicht einen Riesentopf aller Vereine, sondern jeder Verein ist für sich finanziell selber verantwortlich.
Frage: Und müsst ihr etwas abgeben von dem Topf zu höheren Organisationen? Wie sieht es da aus?
Antwort: Ja, das kann ich ganz konkret sagen. Wir haben ja äh die Europäische Kirche, dies in Kopenhagen, die internationale ist in Los Angeles. Wir kriegen da als Verein immer wieder Hilfen. kommen Leute, die uns helfen auf einem Projekt oder wir kriegen Informationen, Unterlagen zugesandt und durchschnittlich zahlen wir vielleicht 5% von den Einnahmen für diese Unterstützung, die wir erhalten und die ist abhängig von den Einnahmen, die wir in der Schweiz jetzt machen. Mehr ist das nicht.
Frage: Ah das ist ja nicht sehr viel. Und heißt das, ich meine, die Befürchtungen sind natürlich, dass man jetzt hinkommt, in die Falle tappt und dann ist man sein Geld los und dann muss man also jetzt einen großen Teil seines Einkommens abgeben, gewissermaßen monatlich. Ist das nicht der Fall?
Antwort: Also, es gibt Leute, die viel beitragen, also auch viel Kurse absolvieren möchten und so weiter, aber wir schauen natürlich, dass es in ihren Möglichkeiten besteht. Es gibt auch die Möglichkeit aktiv Mitarbeiter zu werden.
Also für uns sind das Aktivmitglieder, die gewisse Zeiten im Verein mitarbeiten, in der Kirche, Aktivitäten durchführen. Wie können dann diese Kurse und Beratungen kostenlos erhalten? Und so gibt’s einfach eine Möglichkeit, dass wenn man jetzt sich das nicht leisten kann oder nicht leisten will, dass man halt so Kurse und so weiter absolvieren kann. Aber ich muss eins sagen, ich habe das mal für mich ausgerechnet.
Es gibt ja viele Religionsgemeinschaften, die den Zehnten erbitten von ihren Mitgliedern. Ja, die bezahlen dann einfach jeden Monat 10% ihres Nettoeinkommens an ihren Verein. Und ich habe das mal ausgerechnet, wie wäre das, wenn wir bei unseren Mitgliedern dieses System einsetzen würden. Und ich bin zum Resultat gekommen, dass eigentlich dann wir mehr Einnahmen hätten, aber das würde unser Prinzip widersprechen, weil wir möchten einfach, dass wenn jemand was erhält, dass ein gewisser Austausch existiert, weil wir brauchen Kursleiter, wir brauchen ausgebildete Berater und dass dann dafür ein Betrag bezahlt wird. Und so finanzieren wir uns. Unsere Mitglieder haben ihre eigenen Häuser, die haben vielleicht zwei Autos und so weiter. Also da wird man nicht armengenössig, wenn man bei Scientology ist.
Frage: Okay. Das heißt, also man zahlt praktisch nur für Leistungen, wenn ich das richtig verstehe, für Beratung und Kurse und muss nicht regelmäßig einen Teil seines Gehalts schon mal abgeben, egal ob man etwas bekommt oder auch nicht, wie es bei offiziellen Kirchen ja üblich ist.
Antwort: Absolut nicht. Ich habe das jetzt schon paar Mal gesagt. Ich bin ja Mitglied der reformierten Kirche. Es gab schon Jahre, wo ich mehr Kirchensteuer bezahlt habe als Beiträge an Scientology nicht sehr oft, aber hat auch schon gegeben. Also von dem hergesehen, man macht einen Beitrag, wenn man ein Kurs absolvieren will oder man kann auch etwas einzahlen und dann dafür auswählen, welche Kurse, welche Beratung man dafür machen will und das ist das System und wir haben Leute, die kommen, die machen Kurs für eine Woche und dann sieht man sie ein Jahr lang nicht mehr und da werden dann auch keine Beiträge bezahlt, sondern nur einfach für das was dann aktiv in der Kirche absolviert wird.
Frage: Ah und kannst du mal ein Beispiel nennen, was es für Kurse gibt und was die kosten?
Antwort: Ist ganz verschieden. Also, wir haben schätzungsweise ein wir über 200 verschiedene Kurse. Das sind Einführungskurse, das sind längere Kurse, die z.B. den ganzen Monat Vollzeit dauern und die Beiträge sind ganz verschieden. Jetzt ein Einführungskurs, der mehrere Abende geht, erhält man für 50 bis 100 Franken und kann sich aber dann die Zeit nehmen.
Ja, wir haben ja eine Möglichkeit oder wie wir diese Kurse abhalten, da gibt’s keinen Vortragsredner, sondern jeder nimmt sich seine Zeit, wie lange er braucht für diesen Kurs. Also, wenn jetzt ein Kurs ein Monat dauert, der dann schon einiges mehr kostet, je nach Dauer, nach Intensität und so weiter und das ist ein langsamer Student, der studiert sehr langsam, dann hat er vielleicht drei Monate, die er dafür braucht und andere, die sehr schnell sind, die kriegen das vielleicht in drei Wochen hin, aber der Beitrag bleibt der gleiche. Und das ist eigentlich die Möglichkeit für unsere Mitglieder. Die kommen, machen ein Kurs, bleiben dann vielleicht einige Zeit weg und kommen dann wieder retour.
Frage: Das heißt, es kann sein, dass ein Kurs länger dauert, weil jemand langsamer ist, und der nimmt sich dann seine Zeit und der muss aber nicht dann mehr zahlen dafür? Dann wird einmal bezahlt?
Antwort: Es dauert die Zeit, die er braucht. Die Kursleiter sind da, die ihm helfen. Das gibt einfach diese Möglichkeiten. Auch wenn jetzt jemand persönliche Probleme hat, haben wir Personen, wo man sich Lebenshilfe erhalten kann, ohne noch einen extra Beitrag zu leisten. Oder die Veranstaltungen und so weiter, die wir halten, muss man kein Eintritt zahlen. Diese Möglichkeiten existieren. Man kann unsere Bibliothek nutzen, wo all diese Bücher drin sind, wo da reinsitzen und das Lesen, ohne ein Buch zu kaufen. Es gibt all diese Möglichkeiten zusätzlich.
Frage: Das heißt, man wird nicht gezwungen, immer diesen Kurs da vorwärtszumachen und zu besuchen und man muss jetzt da ewig weitermachen. Man darf nicht mehr aufhören oder kann man jederzeit sich entscheiden aufzuhören?
Antwort: Absolut. Ich meine, wenn jetzt jemand kommt und sagt, ich habe jetzt eine Woche Zeit, ich habe Woche Ferien, da komme ich jetzt jeden Tag 5 Stunden und studiere diesen Kurs und da wird er nicht fertig in dieser Woche und sagt, oh, ich brauche mindestens noch mal zwei Wochen, aber nächste Urlaub habe ich in vier Monaten, dann kommt er halt in vier Monaten wieder, macht den Rest des Kurses und das ist dann in seiner Entscheidung drin. Das ist ja bei uns eine Basis. Bei uns ist, dass wir die Leute in Richtung Selbstbestimmung führen wollen. Nicht, dass sie abhängig sind von etwas und jemand sagt ihnen, wie sie leben müssen, sondern dass die selbstbestimmt entscheiden, wann kommen sie auf Kurs und wann nicht. Und es gibt jemand, der vielleicht sagt, ich komme 5 Stunden pro Woche auf Kurs und sonst mache ich nichts mit sein Tol. Und das ist jedem einzelnen Mitglied überlassen.»
Anmerkung FASA:
Wow…. wie sollen wir hier anfangen? Und nach diesen getätigten Aussagen von Gustav* müssten wir jetzt als Aktivisten glauben, dass uns alle Aussteiger betr. Finanzen bis heute angelogen haben!
Und es ist sehr wichtig, dass Gustav* nur von seinem Tempel-Verein in Zürich spricht und nicht für die andere Scientology Standorte, da sie ja angeblich finanziell eigenständig aufgebaut sind. Und die meisten Aussagen können wir von der Region Basel nicht bestätigen, hierfür wäre das Finanzamt des Kantons Zürich zuständig.
- Die Scientology Vereine / Tarnorganisationen wie z.B. «sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben», «Narconon», «der Weg zum Glücklichsein», «CCHR – Bürgerkommission für Menschenrechte», «Jugend für Menschenrechte», «Volunteer Ministers / Ehrenamtliche Geistliche – man kann immer etwas tun» müssen alle Unterlagen, d.h. Broschüren, Bücher, Flyer, Banner in der New Era (Druckerei) in Kopenhagen bestellen und auch selber bezahlen. Hier für findet immer bei den Scientology Mitgliedern eine interne Spendenaktion statt. Auch für die stupende jährlichen Geburtstagsgeschenke für David Miscavige muss jeder Scientologe Geld selbst berappen.
- Wenn es um etwas grösseres geht, wie der Kauf einer neuen Liegenschaft, um ein neuer Tempel auf die Beine zu stellen, gibt es die sogenannten Geldeintreiber von Scientology, welche jeden Scientologen persönlich besuchen (noch) mehr Geld einzutreiben. Dies geschah auch für die Neueröffnung von der Scientology Ideal Org in Basel. In tagelanger Arbeit waren u.a. die Scientologen Andreas* und Amanda* mit dem Auto unterwegs und haben das nötige Geld bei den Scientologen persönlich eingetrieben, so die Aussagen von verschiedenen Aussteigern.
- Die Staff-Mitarbeiter / aktive arbeitende Scientologen:
Viele Scientologen, die das nötige Kleingeld für die teuren Kurse nicht aufbringen können, unterschreiben einen Staff-Vertrag von 2,5 oder 5 Jahren, in welchem sie sich verpflichten mindestens 12,5h pro Woche gratis und franko für Scientology zu arbeiten, damit sie kostenlos Kurse besuchen können. Diese Staff-Mitarbeiter laufen als «ehrenamtliche Scientologen». Am 31.05.2024 haben wir euch diesen Staff-Vertrag präsentiert und euch übersetzt. Diese Staff-Mitarbeiter stehen unter einem enormen Druck, da sie für den Lebensunterhalt nebenbei mindestens einen Job nachgehen müssen.

4. Dann gibt’s noch die SeaOrg-Mitarbeiter, dass sind diejenigen, die den 1 Milliarden-Vertrag unterschreiben. Sie erhalten Kosten und Logie und verdienen pro Woche nur US$ 47.–. In Europa wird von einem Betrag von Euro 80.– gesprochen. Sie sind auch diejenigen, die mit einem «religiösen Visa» in der ganzen Weltgeschichte umher geschoben werden. In der Schweiz gehen auch diese SeaOrg-Mitarbeiter nebenbei einem Job nach, da der ausbezahlte Betrag von Scientology unmöglich zum Leben reicht.

5. Dann haben wir betr. Scientology Mitglieder die bekannten «Public Scientologen». Das sind diejenigen, welche ihre Beiträge bezahlen und viel Geld spenden, wie z.B. beim IAS-Event. Hier gehört Gustav* natürlich auch dazu. Die meisten davon besitzen eigene Unternehmen und man findet sie oft als WISE-Mitglieder wieder. Bei solchen Scientologen kann man gut von einem Haus mit 2 Autos sprechen, alle andere müssen schauen, wie sie mühsam ihren Lebensunterhalt bezahlen können!
6. Und zum Schluss kommen wir zu den «Volunteer Ministers – Ehrenamtliche Geistliche». Das sind die internen «Heiler / Ärzte / Psychologen / Berater» von Scientology, welche von der Schweizer Armee im Jahr 1989 vom Militärdienst befreit wurden. Diese Scientology Mitarbeiter haben sich zu 100% der Scientology gewidmet und in der Schweiz müssen sie ebenfalls nebenbei einem Job nachgehen, um ihren Lebensunterhalt finanzieren zu können. Uns sind im Moment nur Martin* und Sven* bekannt.
Dann kommen wir zu diesen genannten «kleinen» Kursen / Einführungskurse. Bei den «TR – Trainingsroutinen oder Kommunikationskurse» genannt, lernt man z.B. ein Aschenbecher anschreien oder mit der manipulierenden geistigen Haltung den Gegner in Griff zu bekommen. Zu diesen «kleinen» Kursen gehören auch die Kurse wie:
- Erfolgreiche Elternschaft von Tweens und Teens
- Ein glückliches Baby haben
- Eine Ehe retten
- Eine glückliche Ehe aufrechterhalten
- Scientology Prinzipien für Wohlstand
- Scientology Werkzeuge zum Überwinden von finanzieller Belastung
- Scientology Werkzeuge für effektive Führungskraft
- Sich Ziele stecken und sie erreichen
- Scientology Werkzeuge für erfolgreiches Organisieren
- Wissen, wem man vertrauen kann
u.v.m. und danach wird’s teuer, sehr teuer, liebe Leser. Der ehem. Scientology Direktor von Wien, Wilfried Handl hat in seinem Blog ein paar Kosten der Kurse publiziert. Allein der Weg zum «Clear» Zustand kostet fast CHF 100’000.– und wenn man auf die «Brücke der vollkommenen Freiheit» raufspringt, dann wird’s sehr teuer. Aussteiger sprechen hier von mindestens CHF 500’000.–.

Und zusätzlich zu all diesen horrenden Kurskosten, die Gustav* gem. eigenen Aussagen selbst finanziert, kommen selbstverständlich noch die unglaublichen Spenden von allen IAS-Mitgliedern am jährlichen IAS-Event in Saint Hill (UK) dazu. Der deutschsprachige Raum ist hier bei Spenden auch in den Jahren 2025/2026 immer gut mit dabei.
Und damit dem Scientology Pressesprecher Schweiz, Gustav* eine Freude bereiten können, präsentieren wir euch die original Scientology Richtlinie «Governing Policy – Die Finanzpolitik», welche bestätigt, dass es bei Scientology nur um das Geld geht!
«GELD VERDIENEN. GELD VERDIENEN. NOCH MEHR GELD VERDIENEN. ANDERE LEUTE ZUM PRODUZIEREN BRINGEN, UM GELD ZU VERDIENEN.»

Lieber Leser und Leserinnen, vielleicht versteht ihr jetzt die Aussteiger besser, wenn sie von Sklaverei und Menschenhandel sprechen. In dieser Psychoorganisation und Sekte Scientology geht’s seit der Gründung nur um Geld, Reichtum und Weltherrschaft. Die Menschen und Anhänger sind zweitrangig und müssen sich wie blöd abrackern und Geld, viel Geld in diese Sekte hineinbringen.
Und dann fragen wir uns schon, ob wirklich nur 5% der Einnahmen von Scientology Zürich in die europäische Hauptzentrale in Kopenhagen und nach Los Angeles fliessen. Und wie sieht so eine finanzielle Transaktion in der Schweiz überhaupt juristisch aus?
Denkt daran, Gustav* ist als angeblicher WISE-Unternehmer in der Branche «Buchhaltung / Treuhand» zu Hause.
Bei Scientology geht es um Weltherrschaft und vor allem um Geld. Viel Geld. Noch mehr Geld!
