AT – Oberösterreich: WARNUNG! Eine kleine Gemeinde in Oberösterreich fällt mit einem gemeinnützigen Verein in die Scientology-Falle hinein

Da wir uns gerade intensiv mit diversen Türöffner-Organisationen von Scientology beschäftigen, haben wir nun ein schönes und weiteres wirklich heftiges Beispiel, bei dem auch Kinder und Eltern gezielt angesprochen werden. Gehen wir hierzu nach Österreich, und zwar im Westen Oberösterreichs, im Bezirk Braunau.

Diese nette Gemeinde ist in die Scientology-Falle hineingeraten und wie wir gleich noch sehen werden, betreibt sie eine toll aufbereitete Webseite und natürlich – wie sich das so gehört – hebt sie ehrenamtliches Engagement hervor.

Mann oder Frau geht also zwangsläufig davon aus, dass alles, was da von öffentlicher Hand beworben wird, superseriös ist. Auf der Webseite dieser Gemeinde steht folgendes:

«Unser Gemeinnütziger Verein – Nutzen wir wirklich nur 10% unseres geistigen Potenzials? – Unser Motto: Lass uns die restlichen 90% rausholen!»

Wann darf sich ein Verein in Österreich als «gemeinnütziger Verein» nennen? Fragen wir mal im Internet nach.

«Ein gemeinnütziger Verein in Österreich fördert das Wohl der Allgemeinheit und ist laut Bundesabgabenordnung (§§ 34 ff. BAO) von vielen Steuern befreit. Dafür müssen der Zweck in den Statuten klar geregelt, die Tätigkeiten selbstlos und unmittelbar sein sowie Gewinne ausgeschlossen werden.

Voraussetzungen nach österreichischem Recht

  • Allgemeinförderung: Der geförderte Personenkreis darf nicht fest abgeschlossen sein.
  • Ausschließlichkeit: Der Verein darf primär nur gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Ziele verfolgen.
  • Vermögensbindung: Bei Auflösung des Vereins darf das Vermögen nur für gemeinnützige Zwecke verwendet werden.
  • Keine Gewinnerzielung: Überschüsse müssen direkt in die satzungsgemäße Arbeit fließen.

Steuerliche Vorteile und Pflichten

  • Befreiung von Körperschaftsteuer und anderen Abgaben bei Erfüllung aller Kriterien.
  • Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit (vorausgesetzt, der Verein ist auf der offiziellen Liste des Finanzamts).
  • Strengere Anforderungen an Buchhaltung, Rechnungslegung und die Transparenz der Statuten.»

Und um diese Anforderung gewährleisten zu können publiziert diese o.e. Gemeinde in Oberösterreich folgenden Text zu diesem gemeinnützigen Verein:

«Wir wenden uns an fähige Menschen wie Du, die fähiger sein wollen. Unser Vereinszweck ist Dir zu helfen, ein erfüllteres Leben mit mehr Zufriedenheit zu führen, so wie Du Dir es vorstellst. Für Dich und Deine Familie.»

Gehen wir zu dieser Scientology gemeinnütziger Verein.

Auf der typischen Scientology Webseite steht u.a., die typischen Scientology Schlagwörter inkl. Werbung für den kostenlosen «Oxford Capacity AnalysisOxford-Persönlichkeits-Analyse», Lerntechnik, Lernanalyse, Lernhilfe, für Unternehmer – Krisenfest im Kopf und Vorträge dürfen nicht fehlen. Dann haben sie auch einen eigenen Blog, in welchem sie gezielt Kinder ansprechen.

Auf der ganzen Webseite wird nirgends darauf hingewiesen, dass es sich hier um die typischen Scientology Technologie und L. Ron Hubbard Lehre handelt.

Mit diesem gemeinnützigen Verein sind sie auch beim Bundesministerium im Vereinsregister aufgelistet.

Dann schauen wir uns mal die Gründer dieses Vereins genau an und in Österreich ist der Berufs-Titel sehr wichtig und muss immer genannt werden.

Dipl.-Ing. Leonie* ist eine langjährige und hochrangige Scientologin auf der OT 8 Stufe und im Jahr 2024 hat sie bei Scientology den «NED® AUDITOR COURSE» absolviert. Somit ist sie auch als Auditorin bei Scientology Österreich tätig.

Konrad* ist ein langjähriger und hochrangiger Scientologe auf der OT8 Stufe und IAS-Mitglied. Im Scientology Magazin «Impact» wurde er als «Patron» mit einer Spende von mindestens US$ 50’000 erwähnt. Über ihn haben wir in unserem Beitrag vom 09.02.2024 ausführlich berichtet.

Und wie wir euch in unserem Beitrag vom 18.08.2026 der Türöffner von Scientology gemeinsam mit einer interreligiösen Organisation für Frieden aufgeklärt haben, wurden auch Konrad* und Leonie* in einem Artikel erwähnt:

«Konrad* und Leonie* kamen aus Salzburg und sind Vertreter von Scientology. Leonie* führte uns ein wenig in das Denken von L. Ron Hubbard, der Dianetik, durch eine Übung ein, in der wir erlebten, wie sehr man abschaltet, wenn man vom Vortragende verwendete Begriffe nicht versteht. Sie betonte die Wichtigkeit für die Schüler, dass sie von Anfang an das Lernen lernen sollen. Damit könnten viele Probleme vermieden werden.»

Tja, die Unterwanderung von Scientology ist dann am meisten erfolgreich, wenn auf vielen Ebenen Stillschweigen herrscht und wir fragen uns auch in diesem Fall: wo bleibt bitte hier der Kinderschutz?

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