
Am 09.10.2025 informierten wir unsere LeserInnen in Österreich über die «parlamentarische schriftliche Anfrage wegen Scientology», welche am 2. Oktober 2025 im österreichischen Parlament eine Anfrage an das Bundesministerium für Bildung zum Thema «Unterwanderungen von Schulen von Scientology» mit insgesamt 13 Fragen eingereicht wurde.
Seitdem ist viel Zeit vergangen und wir waren die ganze Zeit gespannt, wie die Reaktionen ausfallen würden. Und dank unseren Kollegen in Österreich können wir euch jetzt die Antwort von Scientology präsentieren, selbstverständlich vollgespickt mit typischen Scientology Floskeln. Mit der «Safe Point» Methode versucht Scientology Österreich, in die schulische Erziehung der Kinder Einfluss zu nehmen. Somit haben die Scientology «Gutmenschen – Drogenbekämpfer» in einer Demokratie die Möglichkeit erhalten, die «freie Meinungsäusserung» auszuüben und wieder einmal ihre jahrzehntelange Narrative zu präsentieren.
Hier die Stellungnahme zu 26/BI (518/SBI) der Scientology Tarnorganisation «sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben» respektiv «Drogenfreies Österreich»:
«Meine Position zu diesem Vorhaben:
Ich finde es wichtig, den Kindern und Jugendlichen die Fakten über Drogen zu vermitteln.
Sie müssen wissen, was es bedeutet, Alkohol zu trinken, einen Joint zu rauchen, Ecstasy zu nehmen oder welche Drogen auch immer zu konsumieren.
Eine unbedachte Einnahme kann ihr Leben und das Leben ihrer Familie und ihre Zukunft ruinieren.
Ehemalige Drogenabhängige sagen, dass sie nie zu Drogen gegriffen hätten, wenn sie gewusst hätten, was das für Folgen hatte.
Wir müssen unsere nächste Generation über Drogen aufklären.
Es muss eine gemeinsame Anstrengung von der Schule, den Eltern, den Jugendclubs, dem Gesundheitsministerium und vielen anderen Playern in diesem Feld sein.
Drogenmissbrauch zerstört unsere Kultur. Hunderttausende von Menschen konsumieren Alkohol in gesundheitsschädigendem Ausmaß.
Dies bedeutet reduzierte Produktivität, erhöhte Gesundheitsausgaben und viel Leid für Familien und das Umfeld.
Mein Hauptargument für oder gegen das Vorhaben:
Wir vom Verein Sag Nein zu Drogen sind bereit, unterstützend beizutragen, um dieser Epidemie Einhalt zu gebieten.
Meine Verbesserungsvorschläge:
Die Schadensminimierung beginnt bei Drogenaufklärung im frühen Alter.
Wir müssen schneller als die Drogendealer sein.
Wir haben ein Menschenrecht auf die Unversehrtheit des Körpers, auf Gesundheit und das beginnt mit Eigenverantwortung, was wir in den Körper geben und was nicht.»
Anmerkung FASA:
Über den Vorstand dieser Scientology Tarnorganisation «sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben» respektiv «Drogenfreies Österreich» haben wir in unserem Beitrag vom 24.04.2025 berichtet. Die o.e. Stellungnahme wurde vom stellv. Präsident, Frank* verfasst und gleichzeitig ist er als angesehener Orgelspieler in Wien und als Klavierlehrer tätig.
Und nicht umsonst haben wir am 31.03.2026 für den ganzen deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich) einen Warnbeitrag geschrieben, dass durch den Befehl des Sektenführers David Miscavige alle Scientologen verpflichtet sind, auf unsere Kinder und Jugendlichen mit der angekündigten «Goldenen Zeitalters des Wissens – Goldenes Zeitalter der Technologie» loszugehen. Und auch am 13.03.2026 informierten wir unsere LeserInnen in Österreich, dass Scientology aus seinem Winterschlaf erwacht ist und auf Wiener Strassen in die Rekrutierungs-Offensive gegangen ist – mit den Tarnorganisationen «Dianetik & CCHR». Diese Grossoffensive zeigte die Tarnorganisation «sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben» respektiv «Drogenfreies Österreich» am11.04.2026 sehr gut auf.
Die getarnten Scientologen und Möchtegern Drogenbekämpfer von Scientology erzählen in ihren Aufklärungs-Seminaren an Schulen nicht die Wahrheit über die diversen Drogen. Dies bestätigte bereits die Pressesprecherin der Stiftung Sucht Schweiz im Watson Artikel vom 16.07.2025 mit folgenden Aussagen:
«Die Broschüre enthält Informationen, die wissenschaftlich nicht fundiert beziehungsweise in der Verallgemeinerung falsch sind.»
«Zudem sei die Broschüre gespickt mit «moralisierenden Zuschreibungen». Zum Beispiel steht bei den vermeintlichen Fakten zu Heroin: «Gewalt und Verbrechen stehen mit der Verwendung von Heroin in Zusammenhang.» Von solchen pauschalen Aussagen hält man bei Sucht Schweiz wenig. Sie suggerierten, dass alle Konsumierenden gewalttätig werden oder werden könnten.»
Und weiter:
«Bei jüngeren Personen, die mit solchen Inhalten angesprochen werden, könnte die Wirkung sogar kontraproduktiv sein und allenfalls Interesse wecken. Neutrale und sachliche Information muss nicht auf Angst zurückgreifen.»
Und die Bundesstelle für Sektenfragen Österreich, Ulrike Schiesser, warnte in ihrem Sektenbericht 2024 wie folgt:
«Weiters hat die Bundesstelle in Kooperation mit dem Institut für Suchtprävention eine kritische Stellungnahme erarbeitet, die die inhaltlichen Mängel und potenziellen Risiken von Angeboten wie „Sag Nein zu Drogen“ aufzeigt. Es folgten bundesweite Informationsaussendungen und Gespräche mit zuständigen Behörden. Bei dem Anbieter dieses Programms handelt es sich um eine Vorfeldorganisation von Scientology. Sektenstelle plädiert für verbindliche Qualitätssicherung bei privaten Sommerbetreuungsangeboten.
Es seien auch Beschwerden über mangelhafte oder fragwürdige pädagogische Grundlagen vorgebracht worden. Die Bundesstelle für Sektenfragen spricht sich gemeinsam mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien daher für eine verbindliche Qualitätssicherung und regelmäßige Evaluierung solcher Angebote aus, um Kinderrechte und Kinderschutz auch in privat organisierten Ferienprogrammen besser zu gewährleisten. Problematische Online-Coaching-Formate.»
Auch die österreichische Sektenbeauftrage Ulrike Schiesser und ihr Team haben das Parlament in Wien mit fundiertem Fachwissen über die Scientology Tarnorganisation «sag nein zu Drogen» resp. «Drogenfreies Österreich» darüber gewarnt.
Es ist einfach nur schade, dass ein neuer Tiktok Trend alle jungen Menschen auffordert, Scientology mit der strafbaren Handlung «Hausfriedensbruch» zu besuchen. In den letzten Tagen haben wir nicht umsonst folgende Beiträge zu diesem Thema publiziert:
- 04.05.2026 – DE: FOCUS: TikTok-Trend: Scientology-Speedruns kommen nach Deutschland
- 04.05.2026 – CH- Zürich: TAGESANZEIGER: Jugendliche stürmen Scientology-Gebäude in den USA – nun ist auch Zürich Ziel
- 07.05.2026 – CH – SRF: Scientology Speedrun Zürich: Was steckt hinter dem TikTok Hype?
- 08.05.2026 – CH: Scientology Zürich
Scientology hört auf, bei all euren Standaktionen und Flyerverteilungsaktionen Kinder und Jugendliche anzusprechen und mit Persönlichkeitstest und Stresstest zu rekrutieren!
Nun können wir nur noch hoffen, dass das österreichische Parlament in Wien nicht auf diese typische Scientology Falle mit der «Safe Point» Methode hineinfälltund uns bleibt nichts anderes zu sagen als:
