
Es freut uns euch mitzuteilen, dass der neue Verfassungsschutz-Bericht 2025 aus Bayern / München vor ein paar Tagen erschienen ist.
Wir werden euch nur ein paar Passagen zitieren, da dieses Dokument im Internet gut abrufbar und lesbar ist.
Manfred Hauser, Präsident des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz schreibt:

Im Inhaltsverzeichnis könnt ihr ersehen, dass es mit dem Thema Scientology ab Seite 284 bis 301 los geht.

Der Bayerische Verfassungsschutz beginnt mit folgendem Text: «Die «Scientology-Organisation» (SO) ist eine international agierende Organisation, die auf finanzielles Gewinnstreben ausgerichtet ist und ein weltweites, unumschränktes Herrschaftssystem nach eigenen Vorstellungen errichten möchte. An die Stelle des Demokratieprinzips und der Grundrechte soll ein auf Psychotechnologien und bedingungsloser Unterordnung der Individuen beruhendes totalitäres Herrschaftssystem unter scientologischer Führung treten.»
Somit bestätigt das Bundesland Bayern, dass sie die Psychoorganisation und Sekte Scientology weiterhin beobachten. Das können wir ja leider aus vielen anderen Bundesländern nicht mehr bestätigen.
Die Zahl der Scientologen in Deutschland beschränkt sich angeblich auf 3’600 Mitglieder. «Die Mitgliederzahl der SO in Bayern beläuft sich auf ca. 1’300 Personen, die sich auf sämtliche Altersgruppen verteilen. Neben langjährigen Scientologen gehören hierzu auch junge Erwachsene, die in ihren Familien mit der Ideologie von SO aufgewachsen sind, weiterhin der Organisation treu bleiben und diese bewerben sowie neu rekrutieren.»
Diese o.e. Aussage können wir zu 100% bestätigen, da wir immer und immer wieder neue Unternehmen mit jungen Scientologen aufdecken. Hier handelt es sich ausschliesslich um sogenannte Sektenkinder.
Unter Punkt 2 «Aktionen und Aktivitäten» geht’s los mit der Aufklärung und Warnung seitens des Bayerischen Verfassungsschutzes und wie soll es anders sein, sie beginnen mit der enormen gewachsenen Präsenz auf Social-Media-Kanälen und das Plakatieren. Über diese Plakatierungs-Offensive haben wir in unserem Beitrag vom 05.02.2025 ausführlich berichtet und es betraf ja nicht nur die Schweiz mit Basel, sondern eben auch London, Berlin, Ungarn.
Als nächstes werden typischen Scientology Tarnorganisationen erwähnt:
- sag Nein zu Drogen, sag Ja zum Leben
- KVPM / CCHR mit ihrer Wanderausstellungs-Offensive
- der Weg zum Glücklichsein
- Ehrenamtlichen Geistlichen – Volunteer Ministers
Desweiteren wird auch die Nutzung von Online-Medien erwähnt und auch die Organisationsstruktur wird erklärt mit der neuen Expansions-Strategie diverser Scientology Standorte. Auch hier haben wir darüber Berichte geschrieben:
Dann erwähnt der Verfassungsschutz die Finanzierung von Scientology mit der Verbindung zum IAS und die Unterorganisation / Tarnorganisation WISE, welche für die Wirtschaftsunterwanderung zuständig ist.
Die Scientology Tarnorganisation «ABLE» und «KVPM» werden ausführlich erklärt und diverse Nachhilfe-Institutionen werden mit Namen zum Schutz der Kinder / Jugendlichen und Eltern genannt.
Und fast zum Schluss kommt noch die Erwähnung des Scientology Geheimdienst OSA zur Geltung, welche ja für die Informationsbeschaffenheit gegen Aussteiger, Gegner und Kritiker zuständig ist und rigoros mit der «Fair Game» Methode umgeht.
Der Schluss dieses Berichts widmet der Verfassungsschutz den Scientology Aussteigern mit folgendem Text, wir zitieren:
«Aussteigerinnen und Aussteiger, die mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit gegangen sind, verbinden ihre Berichte stets mit einer Warnung über die Organisation. So sollen etliche ausstiegswillige Mitglieder, aus Angst, durch Scientology von ihren in der Organisation verbliebenen Angehörigen isoliert zu werden, letztendlich den Ausstieg unterlassen.»
Anmerkung FASA: je mehr Erfahrungsberichte von Aussteigern in der Medienlandschaft erscheinen, umso grösser ist die Chance, dass diese Psychoorganisation nicht in Vergessenheit gerät und somit nicht salonfähig gemacht wird. Die Aussenwelt braucht mutige Aussteiger und ihre Erfahrungen.
«Personen, die sich in der Öffentlichkeit aktiv gegen die Scientology wenden, werden von ihr als «unterdrückerisch», «antisozial» oder «geisteskrank» diffamiert und müssen mit Verfolgung, Bedrohung und Erpressung rechnen. Dabei macht die Scientology auch nicht vor Angehörigen und dem persönlichen Umfeld der Betroffenen Halt.»
Anmerkung FASA: in den letzten 6 Monaten hatten wir mit zwei Betroffenen aus der Region München persönlich Kontakt, und sie erzählten uns, wie sie mit der Masche «Liebe» in die Fänge von Scientology geraten sind. Solche Erfahrungsberichte stimmen uns immer wieder sehr traurig und wir schätzen es dann sehr, wenn wir über unsere ehrenamtliche Hilfestellung aus der Schweiz behilflich sein können. Desweiteren hat uns ja eine hochrangige Münchner Scientologin in der Schweiz angezeigt und zerrt uns mit horrenden Anwaltskosten vor Gericht. Die Krönung dieser Münchner Scientologin ist, dass sie in den Gerichtsakten die Nazi-Keule gegen uns ausgepackt hat – dieser Vergleich zieht jedoch Folgen nach sich.
«Aussteigern und Betroffenen stehen bundesweit zahlreiche Institutionen und private Initiativen zur Verfügung, die Ratsuchenden eine erste pädagogisch-psychologische Beratung, Unterstützung und Krisenhilfe anbieten.»
Anmerkung FASA: Diese Aussage lassen wir jetzt so stehen, da wir leider ausser in Bayern ganz andere Erfahrungen gemacht haben und immer wieder machen.
Somit bleibt uns dem Bayerischen Verfassungsschutz nur noch eines zu sagen….
