
In unserem Beitrag vom 12.06.2023 haben wir euch über den höchst gefährlichen «Purification Rundown» aufgeklärt und aufgezeigt, wie die sublimierende Medikation aussieht. Und auch das ehem. Basler Sektenkind und SeaOrg-Mitarbeiter, Samuel Z. erzählt in seiner Geschichte, wie es ihm während diesem «Reinigungsprogramm» als Kind miserabel ergangen ist. Und wie reagierte Scientology Schweiz zu seiner Geschichte? Sie publizierten auf der eigenen Webseite eine Diffamierungs-Kampagne gegen Samuel Z. Ist das nicht eine tolle möchtegern religiöse Haltung, Leute? In der Zwischenzeit hat Samuel Z. den typischen «Disconnect – Trennungsbefehl» von der gesamten Scientology Familie erhalten, nachdem er sich kritisch über diese Psychoorganisation geäussert hat!
Nebst dem «Kinder-Auditing» muss besonders dieser «Purification Rundown» an sehr jungen Menschen als KINDERMISSBRAUCH angesehen werden – wie o.e. berichten sogar viele Scientology Aussteiger von unmenschlichen Qualen! Wir sehen uns verpflichtet, dieses Thema mantramässig immer und immer wieder zu wiederholen und Blogbeiträge darüber zu schreiben. Vielleicht begreift auch Bundesbern endlich diesen gravierenden Missstand und kommt nicht mit solchen Aussagen wie, wir zitieren:
«In der Schweiz steht Scientology nicht unter besonderer Beobachtung. Am 11. Juni fragte der Genfer Nationalrat Daniel Sormanni den Bundesrat, ob man Scientology nicht als Sekte definieren sollte. Sormanni schlug weiter vor, dazu ein nationales Sektenregister zu schaffen.
Der Bundesrat lehnt in seiner Antwort beides ab. Eine liberale Gesellschaft müsse verschiedene Weltanschauungen akzeptieren können, selbst wenn diese von einer grossen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt würden. Zudem existiere im Bundesrecht gar keine Definition, was eine Sekte sei.»
Ist liberal gleichzusetzen wie Kinder zu manipulieren und ist liberal, so mit ihnen wie oben beschrieben umzugehen? Sieht Bundesbern in Scientology etwas Gutes oder sollten sie vielleicht endlich ganz genau hinschauen und auch vor allem das Thema Kinderschutz in Scientology ernst nehmen?
Das ist der aktuelle Schweizer Kinderschutz ohne Berücksichtigung von «geistigem / seelischem Missbrauch» und sind tatsächlich allen Behörden, Lehrern und Pädagogen in der Schweiz die Hände gebunden?! Gibt es wirklich keine juristische Handhabung für solche Fälle und vor allem gegen so gefährliche und zerstörerische Sekten in der Schweiz? Ist wegsehen für die Politik, Ämter, Kantone, Städte und Regierungen eine bessere Lösung als hinsehen? Einfacher ist es allemal, denn wer ernsthaft hinsehen möchte, sieht sehr rasch wie gefährlich Sekten wie Scientology sind resp. was für eine enorme Gefahr von ihnen ausgeht!
Nachstehend wird eindrucksvoll bewiesen, wie intensiv Kinder in England zu Scientologen ausgebildet werden. Und das noch mit dem «Purification Rundown – Reinigungs-Programm». Alle Bilder stammen aus dem letzten halben Jahr.
Und hier der übersetzte o.e. «Erfolgsbericht» vom Sektenkind:
«Ella – Erfolgsbericht – Ich bin so froh, dass ich den Purification Rundown in Saint Hill abgeschlossen habe. Jetzt weiss ich, dass ich keine Drogen oder Gifte in meinem Körper habe. Nachdem ich diesen Rundown abgeschlossen habe, fühle ich mich glücklicher und habe mehr Energie. Ich bin auch sehr froh, dass ich meinen ersten grossen Schritt auf der Brücke gemacht habe.»
Wenn ihr denkt, bei diesem Thema ist es vorbei, müssen wir euch des Besseren belehren. Wir machen weiter mit dem nächsten Scientology Kurs, der «Survival Rundown» genannt wird, weiter. Bis heute kannten wir diesen angeblichen «Kommunikations-Kurs» nur bei Erwachsenen, aber jetzt liefert uns sogar Scientology in Saint Hill (England) Beweise für den nächsten Missstand an Kindern.
Was ist der Survival Rundown? Wir zitieren aus der Webseite:
«Zunächst einmal sind einige Definitionen angebracht: In der Scientology ist ein „Rundown“ eine Reihe von zusammenhängenden Handlungen, die in einem bestimmten Endergebnis gipfeln. In diesem Fall ist der Kern des Survival Rundowns eine Reihe von Scientology Prozessen, die als Zielprozesse bekannt sind. Zielprozesse sind Prozesse, die darauf abzielen, eine Person mehr in Kontakt mit ihrer Umgebung und in die „gegenwärtige Zeit“ zu bringen. Dieses Zitat des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard fasst einen Teil der Theorie dahinter zusammen:
«Die „gegenwärtige Zeit“ ist ein sehr wichtiger Faktor für die geistige und spirituelle Gesundheit und Fähigkeit. Ein Mensch kann in buchstäblich Tausenden von verschiedenen vergangenen Momenten feststecken. Sein Verhalten und seine Einstellungen werden von solchen vergangenen Ereignissen und Erfahrungen beeinflusst. In der Tat kann ein Mensch völlig zurückgeworfen sein und sich in einem Ereignis der Vergangenheit befinden, so dass die Gegenwart völlig ausgeschlossen ist.» – L. Ron Hubbard
Materialien zum Überlebens-Rundown
Weitere Handlungen, die man in der Scientology vornimmt, ergeben sich aus einer ersten Stufe, die darauf abzielt, dass eine Person im Hier und Jetzt orientiert ist, ohne durch Gedanken und Reaktionen belastet zu sein, die sie nicht kontrollieren kann. Wenn eine Person, sagen wir, ihre Gedanken nicht von den Frauen ablenken kann oder den Zwang verspürt, jemandem ins Gesicht zu schlagen, sobald dieser ihm eine Anweisung gibt, oder wenn es ihr schwerfällt, Dinge zu beenden, nachdem sie sie einmal angefangen hat, oder Dinge überhaupt erst zu beginnen, dann sind dies alles Eigenschaften, die das Leben im Allgemeinen behindern, ganz zu schweigen von weiteren Beratungen. Daher wird der Survival Rundown in der Regel als Voraussetzung für jede weitere Scientology-Beratung durchgeführt.
Was beim Survival Rundown tatsächlich gemacht wird, ist eine sehr maßgeschneiderte Reihe von Scientology-Auditing-Aktionen, die «Objective Processes» genannt werden. In derselben Ausgabe, auf die oben verwiesen wurde, gibt Hubbard eine gute Definition dieser Objektiven Prozesse:
«OBJEKTIVE Prozesse» zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine Interaktion zwischen dem Individuum und dem bestehenden physischen Universum bewirken. Dies unterscheidet sich von SUBJEKTIVEN Prozessen darin, dass diese zwischen dem Individuum und seiner Vergangenheit oder sich selbst interagieren.
„Objektive Prozesse tun mehrere Dinge: Sie beheben das Haben*, sie lokalisieren eine Person in ihrer Umgebung, sie stellen eine direkte Kommunikation mit dem Auditor her und, nicht zuletzt, sie bringen eine Person in die Gegenwart.“ – L. Ron Hubbard
*(Definition von Havingness / das Haben: „Havingness / das Haben ist definiert als das, was eine Person glaubt, erreichen zu können. Und Nicht-Haben ist definiert als etwas, das eine Person nicht erreichen kann oder das sich nicht erreichen lässt.“ – L. Ron Hubbard, Objectives Processes Handbook S. 643).
Wenn Sie sich eine Person vorstellen, die sich lieber nicht mit ihrem Leben auseinandersetzt und dann in eine Bar geht oder einen Joint raucht, um ihre Aufmerksamkeit von ihrem Leben, ihrer Umgebung und ihren Problemen abzulenken, dann ist der Survival Rundown das genaue Gegenteil davon.
Wenn man den Survival Rundown macht, studiert man zunächst die Theorie der Kommunikation und der objektiven Prozesse und macht eine Reihe von Übungen, um zu üben, wie man objektive Prozesse auf einen anderen überträgt. Der gesamte Kurs wird mit einem „Zwilling“ durchgeführt – jemandem, mit dem man sich für die Dauer des Kurses zusammentut. Sie gehen dann mit Ihrem Zwilling hin und her und führen objektive Verfahren an Ihrem Zwilling durch, während Ihr Zwilling das Gleiche für Sie tut.
Die genauen Verfahren, die durchgeführt werden, sind für jede Person sehr unterschiedlich. Die Fallüberwacher der Kirche legen zunächst fest, welche der mehr als dreihundert verschiedenen Verfahren für Ihren Fall in Frage kommen und in welcher Reihenfolge sie durchgeführt werden sollen. Diese Verfahren werden dann unter der Aufsicht von Mitarbeitern der Kirche durchgeführt, die nicht nur darauf achten, dass Sie in der Lage sind, alle Verfahren richtig auszuführen, sondern auch das richtige Endergebnis zu erzielen.»
Hier wird eindrucksvoll bewiesen, wie intensiv Kinder in England zu Scientologen ausgebildet werden. Und das noch mit dem «Survival Rundown – Kommunikations-Programm». Alle Bilder stammen aus dem letzten halben Jahr.
Und hier die übersetzte o.e. «Erfolgsberichte» von den drei Sektenkindern:
«Maddie Erfolgsbericht – Vor dem SRD war ich sehr schüchtern – jetzt kann ich mühelos eine Unterhaltung starten! Dieser Brückenschritt hat mich verändert und mir sehr geholfen, mein Leben zu meistern. Es ist jetzt so viel einfacher geworden und ich habe ein tolles Gefühl von Freiheit gewonnen! Ich bin viel glücklicher und bin mir meiner selbst als Thetan bewusster. Ich kann meine Umwelt viel klarer sehen. Dieses Gefühl hatte ich noch nie zuvor!»
«Kieran Erfolgsbericht – Dieser Kurs hat mich unglaublich glücklich gemacht. Ich habe jetzt ein schärferes Sehvermögen (Brillenträger) und eine Vielzahl von Fähigkeiten, und ich weiss, dass der weitere Aufstieg auf der Brücke der einzige Weg in die Freiheit der Talente ist!»
«Jamie Erfolgsbericht – Als ich die SRD-Prozesse durchlief, begann ich mich praktisch in jeder Hinsicht besser zu fühlen! Jetzt bin ich in der Gegenwart, ein Gewicht ist von mir abgefallen und als ich den Prozess beendete, fühlte ich mich erstaunlich, extrem glücklich und mit viel mehr Energie!»
Bitte vergesst bei diesem Thema nicht, dass Kinder in den Augen dieser Psychosekte (dank der Aussage des Sektengründers L. Ron Hubbard) «Kinder gefangene Erwachsene in kleinen Körper sind» und dementsprechend auch so behandelt werden. Darum erstaunen uns die indoktrinierten Aussagen dieser Kinder in ihren Erfolgsberichten überhaupt nicht.
Scientology will sich so in ein wunderschönes Licht stellen, denn «sie wollen ja die Welt reinigen und retten!». Wer jetzt noch nicht erkennt, was bei Scientology geschieht, ist einfach nur eines: völlig verblendet!
Was müssen die kleinsten Anhänger dieser Psychosekte Scientology alles über sich ergehen lassen und warum wird dieses Vorgehen von der Schweizer Behörden zugelassen? Kein Wunder werden an vielen Scientology Standaktionen inkl. der Tarnorganisationen Kinder und Jugendliche persönlich angesprochen und wie in Luzern im 20Min-Artikel erwähnt, werden sogar «Stresstests» durchgeführt.
Ohnmächtig schütteln wir den Kopf und wir hoffen, dass die Wahrheit, welche bereits an’s Licht gekommen ist, endlich erkannt wird und entsprechende Massnahmen eingeleitet werden!
Es darf doch in der heutigen Schweiz und in unserer Demokratie nicht sein, dass eine Psychoorganisation genau das Gegenteil ist: undemokratisch und fundamentalistisch (Wortlaut des deutschen Verfassungsschutzes).
Und glaubt uns eines, nur weil die Schweiz südlich von Deutschland liegt, heisst es noch lange nicht, dass in der Schweiz alles erlaubt ist. Es unternimmt einfach niemand etwas gegen Scientology, resp. der eiserne Wille scheint zu fehlen – aus welchen scheinreligiösen Gründen auch immer!
Scientology ist in der Schweiz nur als Verein eingetragen und hat absolut nichts mit Religion oder mit einer religiösen Gemeinschaft zu tun! Wir haben für alles Beweise!

2 Kommentare zu „Purification & Survival Rundown mit Sektenkindern – nächste «Gen» in Saint Hill“