Am 15.06.2024 haben wir euch über den o.e. mysteriösen Scientology Fall berichtet und der neuste US-Artikel vom 15.10.2024 hat aufgezeigt, dass der Fall endlich vor dem Strafgericht Lugano behandelt wird.
In diesem unglaublichen und einzigartigen Strafverfahren geht es um einen Tessiner Unternehmer mit italienischen Wurzeln, welcher seit Juni 2023 in U-Haft sitzt. Dem Stahlhändler wird vorgeworfen, angelegtes Geld der weltweit bekannten Scientology Sekte gestohlen zu haben.
Als wir im Juni 2024 von diesem Fall gelesen haben, gingen uns diverse Szenarien durch den Kopf und es ist ja bekannt, dass die Schweizer Wirtschaft bereits des Öfteren für «Geldwäscherei und Betrug» missbraucht worden ist. Immer wieder kann man in der Medienlandschaft darüber lesen. Eigentlich ist dies nichts Neues, aber dieser Fall ist so unfassbar, dass er überhaupt nicht zu den L. Ron Hubbard Richtlinien passt.
Es ist nämlich so, dass es jedem Scientologen verboten ist, einen anderen Scientologen bei der Polizei / FBI / FINMA etc. anzuzeigen. D.h. solche Probleme müssen immer zwingend intern geregelt werden, damit die Aussenwelt nichts darüber erfährt. Diese Richtlinie gilt auch für WISE-Unternehmen!
Und mit diesem Fall bestätigt uns die manipulative Psycho- und Wirtschaftsekte SCIENTOLOGY, dass sämtliche Richtlinien mit Hilfe des Giftzwergs David Miscavige ausgehebelt und umgangen wurden.
Die US-Künstlerin Trish D. (angeblich die reichste hochrangige Scientologin und IAS-Grossspenderin) hat aus den USA den Schweizer Unternehmer Michele* (Italiener wohnhaft im Tessin, IAS-Grossspender und heute ex-Scientologe auf OT Stufe, nachdem er während der U-Haft von Scientology «Disconnect» und als SP – unterdrückerische Person deklariert wurde) angezeigt.
Die US-Scientologin Trish D. hat im Laufe der Jahre fast eine halbe Milliarde Dollar an Scientology und der IAS gespendet. Der ex-Scientologe Michele* erreichte im Jahr 2016 den Status „Diamond Meritorious“, weil er insgesamt 5 Millionen Dollar an die IAS, die Mitgliederorganisation der Scientology, gespendet hatte.
Steven H. ist seit 1968 Scientologe und war persönlich in eine der berüchtigtsten Kontroversen innerhalb der Scientology-Kirche verwickelt. Im vergangenen Juli sagt er gegenüber der Tessiner Staatsanwaltschaft aus, er sei nach Clearwater gezogen und arbeite seit 2017 für Trish D. als Anwalt.
Seltsam ist, dass dieser Fall kaum in der Medienlandschaft aufgetaucht ist. Nun haben wir einen ersten Artikel aus dem Tessin zu diesem Fall gefunden und wir hoffen, dass sich jetzt auch andere Medien einschalten und über diesen Scientology Strafprozess im Tessin berichten werden. Je mehr «Geheimnisse» über Scientology auftauchen, desto besser verstehen alle, wie komplex und gefährlich Scientology ist.
Nun folgen ein paar wichtige Passagen aus dem o.g. Artikel:
Anklage der Tessiner Staatsanwaltschaft:
«Der Direktor eines Tessiner Stahlhandelsunternehmens, ein in Florida ansässiger Milliardär und die Scientology-Kirche: Das sind die Protagonisten eines Finanzmysteriums, das sich in den letzten Monaten in Lugano abspielte und im Juni 2023 zur Verhaftung von führte Michele*, ein italienischer Händler, der seit Jahren im Tessin tätig ist. Eine komplizierte Geschichte, die – über die rein kriminellen Aspekte hinaus – einige beunruhigende Auswirkungen der Handlungen von Scientology hervorhebt. Eine selbsternannte religiöse Bewegung, sehr reich und umstritten, deren lange Hand nun auch die Ufer von Ceresio erreicht hat.
Michele* wird am 14. Oktober vor dem Strafgericht in Lugano erscheinen. Die Staatsanwältin Veronica L. wirft ihm schwere Amtsuntreue, Betrug, Urkundenfälschung und Geldwäsche vor. Kurz gesagt, es scheint eine weitere Geschichte von Finanzkriminalität zu sein. So wie man sie oft im Tessin sieht, dem gelobten Land vieler Schurken mit weißen Kragen. In Wirklichkeit ist die Geschichte komplexer und spielt sich – auch wenn dies in der Anklage nicht kontextualisiert wird – innerhalb von Scientology, inmitten einer Clique von Kirchenmitgliedern, die sich gegenseitig erhängt haben.»
Anmerkung FASA:
Wir hoffen sehr, dass die Tessiner Staatsanwaltschaft und ihre Ermittler die Aussagen des Scientology Anwalts überprüft haben, weil wir wissen, dass alle Scientologen lügen müssen auch vor Gericht! Wir hoffen auch, dass die Tessiner Staatsanwaltschaft über die Scientology Technologie und ihre Machenschaften genau Bescheid weiss, da die Wirtschaftsekte in diesem Fall zu 100% involviert ist.
Spende-Mentalität in Scientology:
«Die finanzielle Komponente ist innerhalb der Scientology-Kirche von grösster Bedeutung, die in den Vereinigten Staaten seit 1993 als Religion anerkannt ist, während andere Länder wie Frankreich sie als „absolute Sekte“ betrachten. Eine lebenslange Mitgliedschaft in der International Association of Scientologists (IAS), der Spendenorganisation, kostet 5.000 US-Dollar und bringt Ihnen den Titel „Patron“ ein. Doch die Followers werden eindringlich aufgefordert, noch mehr zu spenden. Viel mehr.
Um diese Spenden zu fördern, werden Inkassobüros eingesetzt, die nicht davor zurückschrecken, eine Art Spiel mit Preisen und zu überwindenden Levels zu nutzen. Je mehr sie spenden, desto höher steigen sie im Rang auf. Von 2015 bis 2021 durchläuft Michele* sechs dieser Stufen, bis er den prestigeträchtigen Status „Diamond Meritorius“ erreicht.
Kurz gesagt, er hat insgesamt 5 Millionen Dollar gespedet.»
Anmerkung FASA:
Das ist einer der besten Beweise, dass am 25.-27. Oktober 2024 (wie jedes Jahr) am IAS-Event in Saint Hill die Kassen klingeln werden und wir freuen uns, unsere Spenden-Liste erweitern zu können.
Die Klägerin und Anwalt aus Clearwater, Scientology Mekka in den USA:
«Unter den vielen Finanziers von Scientology sticht vor allem ein Name hervor: Patricia „Trish“ D., eine blonde Dame, Finanzierin von Donald Trump, die dank der Investitionen ihres Ex-Mannes in den Pharmasektor Milliardärin wurde. Schätzungen zufolge hat die Frau rund 360 Millionen Dollar an die Kirche gezahlt und ist damit die einzige Person auf der Welt, die den Status einer „Patronin der Legende“ erhalten hat.
Daher wendet sich Tyler P. an Trish D., um über die Möglichkeit zu sprechen, die finanzielle Aktivität von Ivan G. auszubauen und seine Spenden zu erhöhen. Der Händler und der Milliardär treffen sich auf verschiedenen Veranstaltungen der IAS. Die Frau ist bereit, Geld in den Stahlhandel im Tessin zu investieren. Dafür stellt er sein Family Office zur Verfügung, insbesondere seinem Anwalt und seinem Finanzberater Beide sind selbstverständlich Mitglieder von Scientology.
Die Operation umfasst die Gründung von XY in Delaware, einem Unternehmenstransporteur, der speziell für den Transport von D.’s Geld ins Tessin gegründet wurde. In Lugano gründete Michele* ausserdem ein neues Unternehmen: XY, das sofort in Z umbenannt wurde. Der Händler wird Geschäftsführer und Eigentümer von 55 % der Anteile; die restlichen 45 % stehen unter der Kontrolle von AB. Oder besser gesagt, von Trish D.: Der grösste Scientology-Finanzier der Welt investiert zunächst 20 Millionen Dollar in I. Geld, das von seinen Privatkonten stammte und es Michele* ermöglichte, das neue Unternehmen betriebsbereit zu machen.»
Anmerkung FASA:
Na na na, sollte in der Schweiz die «eigene Finanzbehörde» hintergangen werden? Weiter steht:
«In der Anklageschrift wird das Wort „Scientology“ nur zweimal verwendet. Die Namen von Tyler P. und Trish D. existieren nicht, als wären sie Geister. Die PP wollte die einzelnen Wirtschaftstransaktionen detailliert beschreiben und sie aus ihrem „religiösen“ Kontext herausführen. Nicht einmal der von Michele* angeprangerte psychologische Druck ist vorhanden. Der Mann bekräftigt, dass es immer klar gewesen sei, dass die I.-Operation darauf abzielte, Gewinne für die Kirche zu erwirtschaften. Das scheint geschehen zu sein, wie die Daten belegen, die das von uns konsultierte Finanzteam des Staatsministeriums gesammelt hat.
Von 2011 bis 2018 flossen 1,64 Millionen Franken aus Michele’s* Privatkonten an die IAS. Dann, nach XY’s Investition im Tessin, stiegen die Spenden: In nur vier Jahren zahlte der Händler weitere 1,8 Millionen an IAS; Dazu kommt – so Michele* – ein guter Teil von weiteren 2,3 Millionen, die an seine Frau gingen und dann bei der Kirche landeten.
Die Summe dieser Zahlungen deckt sich in etwa mit einer von Tyrel P. ausgestellten Bescheinigung, dass die Familie G. insgesamt 6,2 Millionen Dollar an die IAS gespendet hat.
Das Dokument trägt das Datum 21. Dezember 2022. Von diesem Moment an wird Michele* nicht mehr benötigt.»
Anmerkung FASA:
Es sieht danach aus, dass der ex-Scientologe leichtgläubig war und viele Dollar Noten vor seinen Augen gesehen hat.
Die perfide US-Geschäftsübernahme des Tessiners Unternehmen:
«Der Anwalt, seit 1968 Scientologe und sein Rechtsberater, gaben zu, dass bei der Bitte um Spenden eine „gewisse Beharrlichkeit“ bestand. Allerdings bestreitet er, dass XY speziell gegründet wurde, um Gewinne zu erwirtschaften, die dann zugunsten von Scientology verwendet werden sollten: „Die Frau wollte mit dieser Investition zunächst einen Gewinn erzielen und dann mit den Gewinnen Spenden tätigen.“
Z sagt, dass im September 2022 festgestellt wurde, dass W Betriebsverluste und Schulden gegenüber anderen Unternehmen hatte. Zunächst wurden im November 2022 Vereinbarungen unterzeichnet, die es dem italienischen Unternehmer ermöglichen, seine Schulden innerhalb von vier Jahren zurückzuzahlen.
Dann beginnt 2023: das Jahr der Not für Michele*. Der CEO muss zurücktreten und C übt sein Optionsrecht auf das Aktienpaket von Michele* aus, das im Rahmen der Vereinbarungen vom vergangenen November als Pfand hinterlegt wurde. Schliesslich wurde die Klage im April eingereicht: „Es war die einzige Möglichkeit, uns von unseren Überziehungskrediten zu erholen“, sagte Steven L. H. während des Verhörs und präzisierte, dass in den vorangegangenen Monaten davon ausgegangen worden sei, dass Michele* „viel Wichtigeres begangen hätte “. Verbrechen, als wir dachten.».
Heute ist Trish D. Alleineigentümerin des Lugano-Unternehmens. Michele* wird somit dessen beraubt, was er als „mein Geschöpf, an das ich dreissig Jahre lang gedacht habe“ definiert. Von der Zelle aus, in der er seit über einem Jahr eingesperrt ist, wartet er auf den Prozess. Die Freiheit wurde ihm von den Behörden stets mit dem Argument der Fluchtgefahr verweigert.
Diese harten Monate hinter Gittern dienten jedoch mindestens einem Zweck: sich von Scientology zu entgiften und die rein korrupte Natur einer Bewegung zu verstehen, von der er sich nun angeblich losgelöst hat.»
Zu dem sehr ausführlichen o.e. Artikel hat auch eine der grössten Zeitungen im Tessin, die Corriere del Ticino» im Oktober 2024, einen Artikel mit folgendem Titel veröffentlicht: «Die Reportage – Der „faule Apfel“ der Scientology im Tessin.
Die Bewegung, die von einer Anfrage berührt wird: Wir haben versucht, in die „Mission“ in Lugano einzudringen, und haben einige Türen ins Gesicht bekommen.
Ich weiss nicht, wer er ist, es tut mir leid“. Michele* wurde kürzlich verhaftet. „Er ist nie zu uns gekommen. Aber er war ein grosser Spender für Scientology. „Das wird so sein. Faule Äpfel gibt es überall, aber wir schicken sie direkt «zum Teufel».“
Das Interview findet vor der Scientology-Sauna in Pregassona statt: ein türkisches Bad, in dem die Anhänger – gegen eine Gebühr – „Entgiftungssitzungen“ abhalten, begleitet von einer Art spirituellem Coaching. Der Coach – in den Sechzigern, elegant – zeichnet Diagramme an die Tafel vor einem scheinbar gesunden, vielleicht gerade „entgifteten“ Schüler. Sie wollen die Sitzung fortsetzen. Wir haben nichts mehr hinzuzufügen“.»
Dieser Artikel kann in jeder Sprache auf Google übersetzt werden und enthält weitere sehr wichtige Informationen zur Situation im Tessin – Lugano und die Haltung zu Scientology.
Dann haben wir noch diesen Blogbericht im Internet von von Renata F. L. gefunden, welcher auch in die deutsche Sprache übersetzt werden kann.
Auch sie bestätig unsere Aussage, wir zitieren:
«Für einen Scientologen ist es absolut verboten, einen anderen Scientologen zu denunzieren, da dies zu einer schlechten Öffentlichkeitsarbeit für Scientology führen würde; Streitigkeiten müssen intern innerhalb der Organisation gelöst werden.
Aber wie Sie sehen, macht David Miscavige Ausnahmen, wenn es um seine wichtigsten und ständigen Spender geht, damit Frau Trish D. tun kann, was sie für richtig hält.»
Wir werden euch auf diesem Weg über diesen einzigartigen skandalösen Schweizer Scientology Fall auf dem Laufenden halten und sind gespannt, ob die Tessiner Staatsanwaltschaft das zwingend nötige Wissen über diese Psycho- und Wirtschaftsekte hat.
Als verantwortlicher für die Scientology Mission Lugano ist ja Scientology Zürich zuständig und wir denken, dass der Pressesprecher und Präsident von Scientology Schweiz sehr viel zu tun haben wird, vor allem wenn man selbst in der Treuhand-Branche tätig ist.
Dem Angeklagten drücken wir die Daumen, dass er mit seinem Anwalt alle Vorwürfe vor dem Strafgericht Lugano widerlegen kann, und dass er die Scientology Technologie als Beweis erklären und zeigen kann. Toll ist wenigstens, dass er während der U-Haft den Ausstieg aus Scientology geschafft hat.
Und hier noch GOOD NEWS. RSI wird diesen einzigartigen Scientology Fall in Lugano (Tessin) am Freitag, 18. Oktober 2024 in der Sendung von ReteUNO «SEIDISERA» um 18 Uhraufrollen inkl. Interview mit einer Aussteigerin.
Das Urteil für den ex-Scientologen aus dem Tessin ist gefallen!
Gemäss RSI-Bericht vom 17.10.2024 wurde das Urteil noch am Donnerstagabend vom Strafgericht Lugano wie folgt verkündet:
«Gegen den 53-jährigen ehemaligen italienischen Scientology-Anhänger, der im Gefängnis landete, weil er über in Lugano tätige Unternehmen etwas geschaffen hatte, wurde heute, Donnerstag, eine Gefängnisstrafe von fünfeinhalb Jahren und eine Ausweisung aus der Schweiz für sieben Jahre verhängt, ein finanzielles Loch von 18 Millionen Franken, zu Lasten insbesondere einer reichen amerikanischen Erbin, die ebenfalls Mitglied der Organisation war.»
Anmerkungen FASA – zum Urteil und eine wichtige Nachricht an alle aktiven Scientologen:
Das Urteil, welches unter dem Spruch «mitgehangen mitgefangen» läuft, sollte für alle Scientology- und WISE Unternehmer ein Weckruf sein. Der Justizapparat in der Schweiz und im ganzen deutschsprachigen Raum funktioniert sehr gut und deckt immer mehr die komplexen Machenschaften von Scientology auf, auch wenn in diesem Fall nicht gegen die Psychoorganisation ermittelt wurde.
Was bei solchen kriminellen Handlungen herausschauen kann, nämlich eine lange Gefängnisstrafe, sollte jeden Scientologen zum Nachdenken bewegen. Es ist an der Zeit, sich die Frage zu stellen, ob sich gesetzwidrigen Handlungen, wie sie in diesem Fall tatsächlich geschehen sind, lohnen.
Alle weltweiten Scientologen stellen sich immer wieder Fragen: Ist es richtig, was ich innerhalb von Scientology mache? Sind meine Handlungen wirklich dazu da, «die Welt besser zu machen»? Verhalte ich mich anderen Menschen gegenüber wirklich korrekt?
Stellt euch bitte auch die Frage: was geschieht mit all dem Geld, das ihr durch den Kauf von Kursen an Scientology gezahlt und vor allem gespendet habt? Ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht, euer Geld wird nicht dazu verwendet, die Welt «zu reinigen und zu retten».
Im Gegenteil: es gibt sehr viele tragische Fälle von Scientologen, die alles in ihrem persönlichen Umfeld verloren und sich völlig von der Aussenwelt isoliert haben. Scientologen, die ausgestiegen sind und jahrzehntelang unter den tiefsitzenden Manipulationen leiden. Scientologen, die noch aktiv sind, aber sehr grosse Angst haben, sich von dieser Organisation zu lösen.
Eines ist jedoch klar, ihr seid für euer eigenes Schicksal verantwortlich. Wenn ihr leidet und zweifelt, dann seid ihr bereits sehr nah an einem Ausstieg. Gebt euch einen Ruck – lasst eure jahrelange Scientology-Vergangenheit hinter euch. Steigt bitte aus. Nur so könnt ihr etwas Gutes tun – für euch selbst!
2 Kommentare zu „CH – Tessin: Ist ein ex-Scientologe und Unternehmer in die eigene Scientology-Falle geraten? – Teil 2 inkl. Urteil“