Die weltweite Aufklärung vor Scientology und die wiederkehrenden typischen Fallen für Aktivisten

Mit unserer nun 7-jährigen Aufklärungsarbeit im gesamten deutschsprachigen Raum kommen wir auch mit Aktivisten aus der ganzen Welt in Kontakt. So auch mit dem Staat Israel – Scientology hat ja von ihren Aktivitäten in Tel Aviv in mehreren eigenen Pressetexten darüber berichtet. Und gemäss Aussagen von Scientology Aussteigern ist der jüdische Glauben der einzige, welcher die Psychosekte Scientology als Zweitglaube akzeptiert. D.h. Juden, welche zur Scientology beitreten, müssen ihren Ursprungsglauben nicht ablegen, sondern können ihn weiterhin ohne Restriktionen ausleben.

Vor ein paar Tagen erhielten wir von einem Aktivisten aus Isreal die Meldung, dass israelische Politiker auf Regierungsebene eine Gesetzesänderung betr. Sekten angefordert haben. Auf diesem Weg gratulieren wir diesem Team und widmen ihnen diesen Beitrag!

Für euch haben wir ein paar Textpassagen übersetzt, da wir mit dieser Meldung total positiv überrascht wurden.

«Gesetzesentwurf zur Bekämpfung anstössiger Sekten

Ziel des Gesetzesentwurfs zur Bekämpfung schädlicher Sekten ist es, deren Aktivität in Israel zu verhindern, nachdem in den letzten Jahren mehrere Sekten aktiv waren. Diese Stellungnahme erörtert den Gesetzesentwurf, seine Hintergründe und die sich daraus ergebenden zentralen Rechtsfragen sowie die Möglichkeiten, damit gemäss jüdischem Recht umzugehen. Die Stellungnahme argumentiert, dass es sich zwar um eine neue rechtliche Definition handelt, der Umgang mit Sekten aber auch innerhalb des jüdischen Volkes üblich war, woraus sich praktische Schlussfolgerungen ziehen lassen. Darüber hinaus werden halachische Muster aus anderen Bereichen herangezogen, aus denen sich Rückschlüsse auf die Details des geltenden Rechts ableiten lassen. Vor diesem Hintergrund kommt die Stellungnahme zu dem Schluss, dass der Gesetzesentwurf zu unterstützen sei, und schlägt mehrere Änderungen vor.»

Hier ein kleiner Einblick zum übersetzten Text:

«Die vorliegende Studie erläutert den Hintergrund des Gesetzentwurfs, stellt den Gesetzentwurf kurz dar, geht auf die wichtigsten sich daraus ergebenden Rechtsfragen ein und zeigt Wege auf, wie man gemäss jüdischem Recht damit umgehen kann.

Obwohl es sich hierbei um eine neue juristische Definition handelt, war der Umgang mit Sekten auch im jüdischen Volk üblich, woraus sich praktische Schlussfolgerungen ziehen lassen. Darüber hinaus bietet die Studie halachische Muster aus anderen Bereichen, aus denen sich die Details des geltenden Rechts ableiten lassen.

Wir beginnen mit der Feststellung, dass wir zu dem Schluss kommen, dass der Gesetzentwurf unterstützt werden sollte, wobei wir folgende Punkte besonders hervorheben:

  1. Eine Sekte, in der Straftaten begangen werden, wird als anstössige Sekte bezeichnet.
  2. Wir empfehlen, in Erwägung zu ziehen, dem Gesetzentwurf hinzuzufügen, dass eine Sekte, in deren Rahmen die Straftat der schweren Kindesvernachlässigung im Sinne des Strafgesetzbuches begangen wird, ebenfalls als missbräuchliche Sekte definiert wird.
  3. Wer auch immer einen missbräuchlichen Kult leitet, wird für die Geschehnisse innerhalb des Kultes strafrechtlich verantwortlich gemacht.
  4. Die Namen der Sektenführer können öffentlich bekannt gegeben werden, um die Öffentlichkeit zu warnen.
  5. Den Opfern der Sekte muss geholfen werden, auch denen, die unter dem Einfluss der Sektenführer Straftaten begangen haben.
  6. Im Falle einer missbräuchlichen Sekte kann ein Vormund für die Opfer der Sekte bestellt werden, um deren wirtschaftliche Ausbeutung zu verhindern, die zur Finanzierung der kriminellen Aktivitäten der Sekte dient.
  7. Es muss geprüft werden, ob der Abschnitt über die Vormundschaft auch auf eine Person Anwendung findet, die der geistigen Kontrolle einer anderen Person unterliegt.»

Dieser politische Mut muss in unseren Augen gewürdigt werden. Der 7. Oktober 2023 war für die ganze Welt ein riesiger Schock der bis heute anhält, und vor allem in Deutschland werden mit antisemitischen Parolen von Politikern und Gruppierungen, welche den Holocaust verleugnen, brutal gegen Juden gehetzt.

Wir, die FASA, sind parteipolitisch und konfessionell unabhängig und daran werden wir uns weiterhin halten, aber für diesen Beitrag müssen wir ein paar Begriffe näher erläutern, da auch wir in diversen Kommentaren als «Linke» abgestempelt / angegriffen werden.

Ist Kritik an die israelische Regierung antisemitisch?
«Nein, Kritik an der israelischen Regierung ist nicht per se antisemitisch. Sie ist in einer Demokratie grundsätzlich legitim, und auch Bürgerinnen und Bürger in Israel kritisieren ihre Regierung und deren Politik oft scharf. Kritik wird jedoch dann antisemitisch, wenn sie die Grenze zum israelbezogenen Antisemitismus überschreitet.»

Was ist Antisemitismus?
«Ist eine feindselige, hasserfüllte oder diskriminierende Haltung gegenüber Jüdinnen und Juden sowie gegenüber jüdischen Einrichtungen. Antisemitismus richtet sich nicht gegen das reale Verhalten einzelner Menschen, sondern basiert auf vorgefassten Stereotypen und Mythen. Jüdinnen und Juden werden oft fälschlicherweise als unsichtbare Drahtzieher globaler Krisen, Wirtschaftsprobleme oder politischer Umbrüche dargestellt. Im Gegensatz zu klassischem Rassismus werden Jüdinnen und Juden im Antisemitismus oft gleichzeitig als vermeintlich „unterlegen“ und als bedrohlich „übermächtig“ konstruiert.»

Was ist der Sekundärer Antisemitismus?
«Eine Form der Abwehr von Schuldgefühlen oder der Relativierung des Holocausts nach 1945 („Schlussstrich-Mentalität“ und Täter-Opfer-Umkehr). Und der Israelbezogene / Antizionistische Antisemitismus ist die Übertragung klassischer antisemitischer Stereotype auf den Staat Israel (z. B. Dämonisierung, Doppelstandards oder das Bestreitung des Existenzrechts).»

Diese Täter-Opfer-Umkehrung benutzt die Psychosekte Scientology immer wieder gegen ihre Kritiker, bezichtigt sie immer wieder als Nazis und religiöse Rassisten. So wie auch in unserem jüngsten Fall vor dem Zivilkreisgericht Baselland, welcher nun strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Wir haben Brunhilde* und ihren Anwalt Feuerstein* angezeigt und wir werden sehen, wer von beiden (oder sogar beide?) verantwortlich dafür sind.

Und somit sind wir schon beim nächsten Thema angelangt.

Für uns Aktivisten ist es weltweit wirklich sehr wichtig zu wissen, mit wem man sich zusammen verbindet. Scientology hatte ja die Anti-Scientology-Bewegung von Anonymous in Hamburg und Los Angeles unterwandert und die OSA-Mitarbeiter haben sie dann von innen zerstört. Auch die neue Anti-Scientology-Bewegung aus Los Angeles fiel erneut in diese Falle hinein und wir konnten aus der Ferne nur zuschauen. Diese Situation hält bis heute an und diese Aktivisten bekämpfen andere Aktivisten mit leichtgläubigen Aussteigern weiter. Auch zu diesem Spiel müssen wir leider viele US-Aussteiger in die Verantwortung nehmen. Aber eben, nicht alles, was aus den USA kommt ist Gold, was glänzt resp. gut für Europa, smile.

Somit verwundert es uns nicht, dass wir vom o.g. Aktivist aus Israel diese Informationen zusätzlich erhalten haben, welche uns nicht schockiert, sondern traurig gemacht haben.

Am 26.09.2026 publizierte der langjährige Journalist / Scientology Experte, Tony Ortega den Artikel «How Scientology watchers aided the Aftermath Foundation at HowdyCon 2026 – Wie Scientology-Beobachter die Aftermath Foundation auf der HowdyCon 2026 unterstützten».

Dieser neuer Anlass wurde von der «The Michael J. Rinder Aftermath Foundation» mit dem Namen «Howdycon 2026» und vielen Scientology Aussteigern ins Leben gerufen. Marc & Claire Headley haben auf ihrem Youtube Kanal dafür Werbung gemacht.

Viele uns bekannte Aussteiger waren an diesem Treffen mit dabei und darunter auch der Aktivist / Aussteiger aus UK, Alex. Auf seinem Youtube Kanal hat er selbstverständlich als Mitglied auch Werbung lanciert wie:

«Nur noch wenige Tage! Ich freue mich riesig, bei der diesjährigen «HowdyCon» dabei zu sein, und kann es kaum erwarten, viele meiner amerikanischen Fans und Follower zu treffen. Wir haben ein vollgepacktes Programm mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen (und natürlich jede Menge Scherze und Sticheleien) für das gesamte Wochenende auf dem Plan. Es sind nur noch 3 Tickets verfügbar, wobei der gesamte Erlös an ‪@TheAftermathFoundation geht.»

Und Alex hat auch für alle ersichtlich, Bilder von dieser Veranstaltung gepostet mit folgendem Text:

«Hey OSA, in Connecticut hat sich eine Gruppe von SPs gebildet. Komm doch zu uns. Ich verspreche dir, auf der dunklen Seite macht es mehr Spaß ✨»

Und genau bei diesem Text werden Alex und Tony Ortega mit einer jungen Frau frischfröhlich und lachend abgebildet. Aber hier handelt es sich nicht einfach um eine junge US-Amerikanerin, welche sich gegen Scientology einsetzt, sondern um eine angebliche US-Antisemitin, die sogar unter Beobachtung steht!

Dazu sagen wir nur noch WOW…….

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