AT – Wien: R.I.P. österreichischer Baulöwe

Wie wir alle aus den Medien informiert wurden, ist der Baulöwe im Alter von 91 Jahren gestorben. Auf diesen Weg sprechen wir der ganzen Familie und Freunden unser herzliches Beileid aus.

Nichtsdestotrotz hinterlässt diese schillernde Person bei unserer Aufklärungsarbeit über die Wirtschafts-Unterwanderung von Scientology in Österreich einen faden Beigeschmack. Vielleicht werden jetzt viele denken, dass dieser Beitrag pietätlos ist, aber wir wollten ihn schon lange publizieren, sind mit unserer vielen Schreibarbeit aber einfach nicht dazugekommen.

Wir zeigen euch jetzt auf, wie der verstorbene Baulöwe mit Scientology Österreich direkt / indirekt verbunden war und diese Sekte somit auf vielen Ebenen, auch politisch, unterstützt und unter die Armen gegriffen hat. Ein grosser Helfer dafür gilt der euch bekannte Ferdinand* ihm haben wir ja schon ein paar Beiträge gewidmet.

Im Scientology Magazin «Freedom» in der Ausgabe von Österreich vom Jahr 2002 wird der Baulöwe mit seinem Unternehmen erwähnt und von der Sekte geehrt.

Auf dem Bild: Eröffnung der Wanderausstellung der Ehrenamtlichen Geistlichen der Scientology-Kirche durch Herrn Baumeister Ing. XY

Und bei der MAGISTERARBEIT bei der Universität Wien vom Jahr 2015, wird der Baulöwe genau mit dem o.e. Beitrag namentlich auf Seite 102 erwähnt. Was für eine zufällige Verbindung zu Scientology Österreich, gell?

Die Bunte publizierte am 03.02.2008 den Artikel «Wiener Opernball 2008 – Dita von Teese flüchtet auf die Toilette». Wollte der Künstler als hochrangiger Scientologe etwa eine frisch rekrutierte Scientologin bekannt machen? Auf seiner persönlichen Webseite publiziert er im Jahr 2005 folgendes Foto mit Dita von Teese. Somit stellen wir uns die Frage, ob Dita von Teese in die Scientology Sekte rekrutiert wurde. In den Fachkreisen gilt er als Mittelsmann von Scientology Österreich.

Dann schauen wir weiter zu möglichen Verbindungen zur Scientology Sekte Österreich.

Am 12.06.2012 publizierte die Bild Zeitung den folgenden Artikel, wir zitieren:

«Anonymus-Hacker knacken Datenbank:Enthüllt: er lobt Psycho-Sekte Scientology – Ist er ein Scientology-Anhänger? Die Hackervereinigung „Anonymus“ veröffentlichte eine brisante E-Mail-Korrespondenz der weltweit agierenden Psycho-Sekte. Darin findet sich auch ein Lob-Brief des österreichischen Bauunternehmers.

Nach Angaben der Anonymus-Hacker konnte der gesamte E-Mail-Verkehr von Scientology Österreich aus den Jahren 2010 und 2011 erbeutet werden. Dass die Mail von XY echt ist, bestätigte der österreichische Baulöwe gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.

Als Grund für seine Mail gab er an: „Die waren immer nett zu mir, deshalb habe ich denen auch etwas Nettes geschrieben.“

Er, der sich alljährlich prominente Begleitungen zum Wiener Opernball einlädt (u. a. Brigitte Nielsen, Paris Hilton, Pamela Anderson), bestreitet zwar, Mitglied von Scientology zu sein, sagt aber auch, „noch nie schlechte Erfahrungen“ mit der Sekte gemacht zu haben.

XY in dem Schreiben wörtlich: „Sehr geehrter Herr Präsident! Nachdem L. Ron Hubbard (Sekten-Gründer, d. Red.) für viele Menschen wie Drogenabhängige, Häftlinge, eben Menschen, die einer Hilfe bedürfen, durch seinen von Religionen unabhängigen Moralkodex geholfen hat, wünsche ich Ihrer Organisation auch für die Zukunft alles Gute. Vor allem auch die von vielen Neidern immer wieder erhobenen Anfeindungen mögen von den guten Taten überstrahlt und damit ad Absurdum geführt werden.“»

Die Süddeutsche Zeitung publizierte am 12.06.2012 den folgenden Artikel, wir zitieren:

Hacker outen Baulöwe als Scientology-Sympathisant: XY umstrittene Zeltgäste – „Sie sind gefährlich. Jeder muss das wissen“: Mit diesen Worten begründet Anonymous seinen Cyber-Angriff auf die Scientology-Kirche in Österreich. Die Hacker haben E-Mail-Korrespondenz der umstrittenen Glaubensgemeinschaft ins Netz gestellt – und damit einen prominenten Sympathisanten entlarvt.

In Europa, wo die Sekte kritischer beäugt wird, gibt es kaum bekannte Unterstützer. Zu ramponiert ist hier der Ruf der selbst ernannten Kirche, der Politiker und Aussteiger Abzockerei, Psychodruck und gnadenlosen Umgang mit Kritikern vorwerfen. Auch deshalb ist das Schreiben von ihm so bemerkenswert.

Er sei von Scientology gebeten worden, das Glückwunschtelegramm zu verfassen, sagt der Unternehmer. Der Kontakt sei aber nur lose gewesen; seither habe er nichts mehr von der Sekte gehört. Kennengelernt habe man sich über einen Arzt, der früher mal in seinem Einkaufszentrum, gearbeitet habe. Der sei Scientologe gewesen, „ein netter Kerl, Alternativmediziner“.

Irgendwann sei er, L., gefragt worden, ob Scientology auf seinem Grundstück nicht mal ein Zelt aufbauen könne, „um die Öffentlichkeit über ihre Arbeit nach den Anschlägen des 11. September in New York zu informieren“. Er habe nicht gewusst, was dagegenspräche. Er sei zwar mal gewarnt worden, auch von der Polizei aber wie gesagt: „Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht.“ Nach dem Zeltaufbau sei er dann noch zwei Mal eingeladen worden. „Da haben die mich gleich auf die Bühne geholt, obwohl ich gar nicht wollte.“ Er lacht.»

Über dieses genannte Skandal-Mail berichtet auch die «Krone Zeitung» zur selben Zeit darüber.

Und die österreichische Zeitung «Heute» doppelt am 14.09.2021 mit den o.e. Aussagen nach. Das ist also noch nicht lange her und das Thema schwirrt immer noch in der Luft. Aber liebe Leser, es kommt noch besser!

Am 08.02.2024 publiziert die Online Plattform «Vienna.at» den folgenden Beitrag mit einem Beweisfoto, wir zitieren:

«Priscilla Presley schaute in Wiener Albertina vorbei – Priscilla Presley besuchte vor ihrem Opernball-Besuch die große H.-Ausstellung in der Wiener Albertina und zeigte sich beeindruckt von den Werken des Künstlers.»

Und auf dem abgebildeten Foto seht ihr den Baulöwen mit der bestens bekannten Scientologin, Priscilla Presley, und Ferdinand*, welcher bereits in frühen Jahren auf Youtube seine Sympathien für Scientology resp. für die L. Ron Hubbard Techniken kund getan hat. Und dass es allen klar ist, wir behauten nicht, dass der Baulöwe ein Scientologe wäre, er hat ggf. nur ein entspannteres Verhältnis zu ihnen gehabt als manch andere Person.

Dann schauen wir doch weiter in unseren alten Recherchen mit noch mehr Beweisen, leider.

Am 6. März 2024 publiziert die Facebook Seite von «Freiheitliche Wirtschaft – FW Niederösterreich» die Nähe zu Scientology-Unternehmer mit diesem publizierten Foto:

Hier sieht man den verstorbenen Baulöwen, den einige auch liebevoll „XY“ nannten, zusammen mit dem hochrangigen Scientologen AB von Niederösterreich. Über diesen Scientology-Unternehmer haben wir am 02.02.2024 ausführlich berichtet.

Auf ihrer Webseite steht folgendes:

«Mitglied werden – dabei sein – Die Freiheitliche Wirtschaft ist eine moderne, eigenständige, offene und unabhängige, bundesweite Interessensvertretung der österreichischen Wirtschaft. Ein Zusammenschluss von selbständig Erwerbstätigen und engagierten Menschen, die Praktiker und Visionäre sind und da will ich dabei sein!»

Und dazu stellen wir uns, ohne zu werten, folgende Fragen:

  1. Inwieweit ist die österreichische Wirtschaft in Verbindung zur Scientology Sekte „offen“ und „unabhängig“? Immer wieder stellen wir fest, dass die Scientology Unterwanderung in der Wirtschaft und Baubranche sehr stark ausgeprägt ist.
  2. Wird Scientology Wien – Österreich über diesen finanziellen Image-Verlust trauern?
  3. Wird die österreichische Medienlandschaft über dieses Thema berichten oder einfach wegschauen? In Österreich gibt es ja keine Wirtschaftsunterwanderung, oder?

Letztes Jahr hat der Standard hat auf seinem Youtube Kanal dem verstorbenen Baulöwen einen Podcast gewidmet.

Ein Kommentar zu “AT – Wien: R.I.P. österreichischer Baulöwe

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