
Mit dem Entscheid des deutschen Verfassungsschutzes Scientology nicht mehr unter Beobachtung zu stellen, reagieren die ersten Sektenexperten, welche jahrzehntelang über diese Psychosekte aufklären. Ihre Reaktionen können wir sehr gut verstehen, weil sich dies wie ein Tritt in den Allerwertesten anfühlen muss.
Einer davon ist Matthias Pöhlmann, welcher als Sektenbeauftragter von der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern betr. Weltanschauungsfragen tätig ist. Zu ihm haben wir seit Beginn unserer Aufklärungsarbeit guten Kontakt und wir sind immer sehr dankbar, wenn er uns Tipps und Informationen gibt. Herzlichen Dank dafür!
Bei uns laufen die Drähte heiss und auch Renate Hartwig hat sich bei uns gemeldet -sie ist als langjährige Scientology Expertin mit dem Vorgehen des Verfassungsschutzes überhaupt nicht einverstanden. Bald wird sie einen Artikel publizieren, welcher wir hier natürlich sehr gerne veröffentlichen werden.
Nun bringen wir euch den Beitrag von Matthias Pöhlmann in der «Evangelische.de», welcher heute am 16.05.2026 erschienen ist. Let’s go!
«Nach dem Aus der Verfassungsschutz-Beobachtung sieht der evangelische Sektenbeauftragte Matthias Pöhlmann weiterhin totalitäre und antidemokratische Ziele bei Scientology. Die Organisation arbeite zunehmend über Tarnstrukturen und bleibe gefährlich.
Scientology verfolgt nach Einschätzung des evangelischen Sekten-Experten Matthias Pöhlmann weiterhin totalitäre und verfassungsfeindliche Ziele. Die Beendigung der Beobachtung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz sei angesichts der merklich gesunkenen öffentlichen Wahrnehmung von Scientology zwar erwartbar gewesen, sagte Pöhlmann am Samstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Gleichwohl sei die Organisation nach wie vor gefährlich und auf jeden Fall antidemokratisch.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat nach Medienberichten vom Freitag die planmäßige Beobachtung von Scientology eingestellt. Die Organisation selbst begrüßte die Entscheidung am Freitagabend in einer Pressemitteilung.
Pöhlmann sagte, bundesweit habe die „Scientology Kirche Deutschland“, wie sich der eingetragene Verein offiziell nennt, um die 3.600 Mitglieder, rund 1.300 davon in Bayern. Inzwischen trete die Organisation öffentlich nur noch selten unter ihrem eigentlichen Namen auf. Der Schwerpunkt der Arbeit liege inzwischen auf „Neben- und Tarnorganisationen“, wie zum Beispiel die „Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte“ oder die Kampagnen „Sag Nein zu Drogen, Sag ja zum Leben“ oder „Der Weg zum Glücklichsein“.
Experte: Scientology hat totalitäre Zielsetzungen
Die Entscheidung des Bundesamtes für Verfassungsschutz erwecke „den gefährlichen Eindruck“, als sei Scientology eine Weltanschauungsgemeinschaft wie andere, sagte Pöhlmann, der Beauftragter für Sekten- und Weltanschauungsfragen bei der bayerischen evangelischen Landeskirche ist. Es sei aber nach wie vor so, dass Scientology viele seiner Mitglieder in enorme psychische und finanzielle Abhängigkeiten stürze: „Diese Organisation missachtet unter anderem das Grundrecht auf freie Meinungsäußerungen massiv.“
Der gedankliche Überbau bei Scientology fuße auf der Idee eines „Übermenschentums“. Auf der guten und richtigen Seite stünden die Scientologen, alle anderen seien Feinde, die bekämpft werden müssen, erläuterte der evangelische Sekten-Experte. Es gelte nun sehr genau hinzuschauen, wie Scientology auf den Rückzug des Bundesamts für Verfassungsschutz reagiere: „Ich stelle mir schon die Frage: Wer schaut denn da jetzt noch genau drauf?“ Die totalitären Zielsetzungen jedenfalls bestünden bei Scientology nach wie vor.»
Wie ihr seht, werden die Stimmen gegen diesen Entscheid des Verfassungsschutzes lauter, und die langjährigen Sektenexperten melden sich immer mehr zu Wort und wir gehen davon aus, dass in der nahen Zukunft noch mehr Wortmeldungen erscheinen werden – und das ist gut so!
Scientology ist und bleibt eine zerstörerische Psychosekte mit oder ohne Beobachtung! Und sie zerstören Familien und Menschen! Immer und immer wieder.