DE: Der Umgang deutscher Banken gegenüber Scientology

Einen Aspekt den wir bisher noch nicht wirklich behandelt haben. Gemäss einem unserer Leser hat er sich vor vielen Jahren mit dem Thema auseinandergesetzt. Es ging um die Frage, welche Banken «Scientology» als Kunden annehmen. Es geht hier nicht um die Unterwanderung der Psychoorganisation Scientology von Banken. Hier geht es uns nicht um einzelne Scientologen, sondern um den Umgang mit der Psycho-Organisation an sich.

Dazu schrieb die TAZ am 07.09.1996 den Artikel «Sekte sucht Bank» mit folgendem Text:

«Stuttgart (dpa) – Die Deutsche Postbank AG darf die Konten der umstrittenen Scientology-Organisation kündigen. Eine anderslautende einstweilige Verfügung hob das Landgericht Stuttgart in einer gestern verkündeten Entscheidung auf. Danach hatte die Postbank vier Girokonten von Scientology in Ulm zunächst weiterführen müssen. Unter Berufung auf mögliche geschäftsschädigende Auswirkungen hatte die Bank die Konten gekündigt und sich dabei auf den Grundsatz der Vertragsfreiheit berufen.

Dieser Argumentation schloß sich auch die 27. Zivilkammer des Landgerichts an. Es liege ein normaler Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen Postbank und Scientology vor, der jederzeit gekündigt werden könne, sagte der Vorsitzende Richter Hans-Jürgen Voigt. Nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft unterliege die Postbank auch nicht mehr der Pflicht, für jedermann ein Girokonto zu führen. Dieser sogenannte Kontrahierungszwang könne aber bei Sparkassen gegeben sein, die für die Scientology- Organisation eine Alternative zur Führung ihrer Geldgeschäfte darstellten.

Die Vereinigung hat nach Meinung des Gerichts auch die Möglichkeit, auf andere Banken auszuweichen. So gebe es im Raum Ulm, Aalen und Heidenheim rund 400 selbständige Banken. Im Zeitalter von Homebanking und Datenautobahn sei es nicht mehr notwendig, Geldgeschäfte über eine Bank in unmittelbarer Nähe abzuwickeln. Scientology hatte erklärt, insgesamt 17 Banken im Raum Ulm hätten es abgelehnt, ein Girokonto einzurichten. Die Sprecherin von Scientology Stuttgart, Maja Nüesch, bezeichnete das Urteil als Resultat einer „systematischen Diskriminierungspolitik“.»

Heute werden die «Spenden-Konten» der Psychoorganisation Scientology oftmals nicht auf deren Webseiten benannt. Sie werden selbst am besten wissen, welchen Grund das hat.

Es gibt aber auch Ausnahmen, hier drei Beispiele im Jahr 2025.

Beispiel Nr. 1:
Der nicht eingetragene Verein «Sag nein zu Drogen, sag ja zum Leben» mit Hauptsitz in München hat sein Konto bei der HypoVereinsbank in München und das Lustige ist, bei Scientology wird heute noch die FAX-Technologie eingesetzt (mega lach). Scientology glaubt immer noch an irgendwelche Science-Fiction Aussagen von L. Ron Hubbard aus den 50 – 60er Jahren, also passt ein Fax Gerät in der heutigen Zeit wunderbar zu Scientology.

Beispiel Nr. 2:
Die weltweiten Scientology-Hasser der Psychiatrie mit ihrer Tarnorganisation «KVPM» (in der Schweiz nennt sie sich CCHR) mit Hauptsitz in Berlin hatten früher ein Konto bei der Postbank Münchenheute ist es die Stadtsparkasse in München.

Der TAZ-Artikel erwähnt, dass man sich zumindest im Raum Ulm schon einmal mit dem Thema Konto bei der Postbank beschäftigt hat.

Beispiel Nr. 3:
Scientology Berlin verschleiert z.B. die Bankverbindung via PayPal und die Produkte, für die man dort Spenden kann, sind auch sehr abenteuerlich.

Wir stellen uns jetzt die Frage, wie Banken damit umgehen, Geschäftsbeziehungen mit einer Organisation zu unterhalten, die vom Verfassungsschutz seit vielen Jahren beobachtet wird?

Gleichzeitig hört man, dass viele Kunden von ihrer Bank die Kündigung ihrer Konten erhalten bekommen, obwohl sie mit beiden Beinen auf dem Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen. Die rechtlichen Hintergründe werden im Bericht der Verbraucherzentrale in Hamburg erwähnt:

https://www.vzhh.de/themen/finanzen/konto-karte/darf-meine-bank-sparkasse-mein-konto-kuendigen

Diese Schere zwischen «was ist moralisch vertretbar, und was eben nicht» scheint unseres Erachtens sehr weit auseinander zu gehen.

Deshalb würde es sich lohnen, bei der HypoVereinsbank und Stadtsparkasse in München gemäss unseren Recherchen nachzufragen, ob es ihnen bewusst ist, dass es sich bei diesen Konten um Tarnorganisationen von Scientology handelt.

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