
Unsere Drähte laufen heiss und wir staunen immer wieder, wie viele Leser uns immer wieder sehr wertvolle und zusätzliche Hinweise und Informationen zusenden – z. B. haben wir den folgenden ARD-Beitrag zugespielt erhalten:
«Report Mainz 7.2.2000-Der Scientologe Ferdinand*-ein Film von P. Reichelt und H.M. Kassel».
Was man hier zu sehen und zu hören bekommt, lässt einem alle Haare zu Berge stehen! Am 25. Oktober 2023 haben wir über diesen Künstler einen Blog-Beitrag geschrieben, nachdem ein Journalist des «Standards» ein super recherchierter Artikel publiziert hat.
In diesem kurzen Youtube-Video könnt ihr hören, wie Ferdinand* seine Scientology-Angehörigkeit bestreitet, wie er sich in der Opferrolle sieht und wie er Deutschland in typischer Scientology-Manier diffamiert mit folgender Aussage:
«Ich habe noch nie ein solches unfreundliches, aggressives und bösartiges Land (Deutschland war seine Wahlheimat für über ein Jahrzehnt) kennengelernt. Dass man einen Arier-Nachweis erbringen muss, um ausstellen zu dürfen.»
Was für eine tragische, beschränkte und sinnlose Aussage!
Ferdinand* war der «everybody Darling» in der Künstlerszene und Mithilfe des damaligen Präsidenten der Scientology Frankfurt distanziert er sich von Scientology.
Die Berliner Zeitung schrieb jedoch bereits am 14.10.1996:
«Ferdinand* war gegen eine Kritikerin vorgegangen, die ihn als Scientologen bezeichnet hatte. Doch das Oberlandesgericht Frankfurt am Main urteilte letztinstanzlich: „Diese Behauptung ist wahr, denn Ferdinand* ist Scientologe. Er bekennt sich jedenfalls zu dieser Organisation. Dies ergibt sich aus zahlreichen Umständen.“ Das Verfahren förderte auch ein Scientology-Schreiben von 1992 zutage, wonach der Maler eine Lithographie „zum Zwecke der Unterstützung von Narconon und OSA“ auf den Markt bringen wolle – das eine ist eine scientologische Tarnorganisation, das andere der sekteneigene Geheimdienst. Ferdinand* räumte vor Gericht zwar ein, die Aktion unterstützt zu haben – aber das Geld, so sagte er spitzfindig, sei nur für Narconon bestimmt gewesen.
Die taz titelt am 10.2.1996:
«Scientology: Ferdinand* färbt schön. Eine Ausstellung des Düsseldorfer Comic-Künstlers Ferdinand* im Prenzlauer Berg sorgt für Wirbel. Der 47jährige wird von der dubiosen Scientology-Sekte umjubelt.»
Wikipedia schreibt dazu:
«In den 1990er Jahren führt seine Unterstützung der Scientology-Kirche zu öffentlichen Diskussionen. Ferdinand* versucht erfolglos, das Erscheinen eines Buches zu verhindern, das seine Verbindung zu Scientology dokumentiert. Nach Angaben von Michael Rinder, dem damaligen Leiter der Scientology-Einheit Office of Special Affairs, war Ferdinand* im Jahr 2000 Mitglied der Scientology-Kirche.»
Um was für ein Buch handelt es sich denn? Wikipedia erklärt es ebenfalls sehr schön:
«Peter Reichelt: Ferdinand* und Scientology – Lüge und Verrat – Eine Organisation und ihr Geheimdienst, Mannheim 1997, 489 Seiten, ISBN 3-923801-93-9; Ferdinand* hat gegen zahlreiche Aussagen dieses Buches am 7. Juli 1997 beim Landgericht Berlin (16 O 407/97) eine einstweilige Verfügung beantragt. Am 14. Juli 1997 hat er diesen Antrag zurückgenommen.»
In dem Youtube-Bericht sind OSA-Methoden erkennbar (Office of Specials Affairs – Geheimdienst) – weshalb sonst greift Ferdinand* Deutschland mit einer solchen «Arier» Aussage an?
Wie wir bereits mehrmals erwähnt haben, muss jeder Scientologe lügen. Sogar vor Gericht Weshalb? Um die demokratiefeindliche und fundamentalistische Wirtschaftsorganisation vor Kritik und vor deren Gegner zu schützen. Unabhängig von diesem Blog-Beitrag stellen wir seit Beginn unserer Aufklärungsarbeit fest, dass Scientology uns alle mit Lügen nur so zutackert – immer selbstbewusst und ohne schlechtes Gewissen. Da hätten wir doch etwas für euch, auch wenn es wohl nichts nützen würde.
Ein Kommentar zu “AT – Wien: Update über den Scientologen Ferdinand* – ein gefeierter Künstler in Österreich – Teil 2”