Wie gefährlich kann die Aufklärungsarbeit von Aktivisten gegen Scientology sein?

Wie wir zurecht gespürt haben, wird aus unserer «Sommerpause light» nicht viel daraus, da Scientology nicht fähig ist, für einmal Ruhe zu geben.

Der Monat Juli 2024 hat erst begonnen und die Psychosekte Scientology geht gegen ihre selbsternannten Gegner hart ins Gericht. Sie benutzen unfaire Methoden gegen alle weltweiten Aktivisten und versuchen so, sie mental und finanziell zu zerstören. In diesem Bericht erklären wir euch die Sachlage und die Geschehnisse mit verlinkten Youtube-Videos.

Zuerst gehen wir zu unseren Aktivisten-Kollegen nach Dänemark. Auch hier ist die scientologische US-Mentalität angekommen – Scientology versucht angeblich, das Justizsystem mit «Falschaussagen» zu umgehen. Dies zeigt der Vorfall von letzter Woche gut auf. Let’s go!

Scientology up North – Kopenhagen

Am Freitag, 5. Juli 2024 erhielt die dänische Aktivistin in Kopenhagen angeblich eine indirekte «Einstweilige Verfügung» – sie darf sich auf öffentlichem Grund, trotz vorhandener Polizeibewilligung für friedliche Proteste gegen Scientology – dieser Sekte und ihren Anhänger nicht mehr nähern. Erstaunt uns das?

Zur Aufklärung: In Kopenhagen ist Kaffeetrinken sehr teuer, d.h. man bezahlt für eine Tasse Kaffee zwischen EUR 8-10.— und die neue Scientology Taktik ist, Passanten mit Gratiskaffee zu verköstigen und so anzulocken und zu rekrutieren.

Diese Methode seitens der Psychosekte Scientology ist rechtlich gesehen vermutlich unantastbar, zeigt aber ganz klar, dass sie immer wieder nach neuen Methoden suchen, sich als «Gutmenschen» darzustellen. Die Aktivistin und ihr Kollege «L Ron Hubcult» welcher ein ehem. SeaOrg Mitarbeiter aus Kopenhagen ist, werden sich rechtlich erkundigen, ob dagegen etwas unternommen werden kann.

Gehen wir in die USA: hier ist wichtig zu wissen, dass alles, was in der Schweiz verboten ist, dort kein Problem darstellt. Die Aktivisten dürfen in der Öffentlichkeit filmen, sogar die Polizei, und auch bei Verhaftungen, die mehrheitlich mit gezogenen Waffen stattfinden («swatt’s genannt»). Diese Polizei-Einsätze können für jeden Aktivist lebensgefährlich sein, da es bereits unzählige Todesfälle bei Verhaftungen gegeben hat – die US-Polizei schiesst sehr rasch scharf!

Street LA und die Aktivisten-Bewegung in Los Angeles haben erreicht, dass das Scientology Rekrutierungszentrum in Hollywood seit Januar 2024 geschlossen ist. Dieses Scientology Rekrutierungszentrum gilt als das grösste in der ganzen Welt und der Standort ist von Touristen und Einheimischen und Latinos stark frequentiert. Somit kann man beruhigt sagen, dass diese sogenannte Schliessung zum grössten Erfolg der US-Aktivisten-Bewegung gehört.

An diesem Ort fanden viele Verhaftungen von Aktivisten wegen «fauld calls – falsche Anrufe» seitens Scientology statt: unzählige Male haben sie der Polizei fälschlicherweise mitgeteilt, dass die Aktivisten Waffen auf sich tragen oder Drogen dabeihaben. Sogar die Feuerwehr musste immer wieder wegen angeblichen Feuermeldungen ausrücken, die sich ebenso als Falschmeldungen herausgestellt haben.

Dieses Schauspiel seitens Scientology war köstlich mitanzusehen und dank den vielen Youtube-Videos verbreiteten sich diese auf der ganzen Welt. Wie oft sassen wir vor dem TV und haben über Scientology gelacht, wir haben aber auch den Kopf geschüttelt und wir fragen uns ernsthaft, ob Scientologen wirklich nicht merken, dass sie immer wieder für diese Psycho-Organisation lügen müssen.

In der Zwischenzeit ist die Sachlage seitens Scientology und ihren Anhängern total eskaliert und in der letzten Zeit wurden wirklich sehr viele Aktivisten unschuldig verhaftet, in U-Haft gesetzt, angezeigt und vor Gericht gebracht. Diese Zermürbungstaktik von Scientology ist hinlänglich als «Fair Game» bekannt und Scientology versucht so, die friedlichen Aktivisten zum Aufgeben zu zwingen und sie sogar zu zerstören. Sie hoffen, dass ihr Vorgehen nicht nur psychische Spuren hinterlässt, sie möchten die Aktivisten gleichzeitig finanziell ruinieren.

Seit nun über 50 Jahren wendet Scientology dieses menschenunwürdige Vorgehen gegen sämtliche Gegner / Aktivisten / Kritiker an und das Justizsystem und die Polizei schaut dabei genüsslich zu. Die LAPD (Polizei in Los Angeles) wurde in vielen Berichten, die wir gelesen haben als „käuflich“ bezeichnet, und missbrauchte Opfer haben vor Gericht fast keine Chance zu ihren Rechten zu kommen.

Kleiner Abstecher in die Schweiz – hier sieht die Sachlage glücklicherweise anders aus: unser Freispruch vor dem Strafgericht in Basel-Stadt ist als grosser Sieg gegen Scientology einzustufen und es zeigt, dass unser Justizapparat bestens funktioniert! Auch viele Kantone und Städte haben ihre Auflagen so erhöht, dass Scientology kein Interesse mehr hat, mit ihren Ständen präsent zu sein.

So, und jetzt werden wir euch zur Aufklärung und anhand von Beispielen des letzten Wochenendes aufzeigen, wie hinterhältig Scientology und ihre Anhänger gegen die Aktivisten vorgehen.



DOA – Scotty – Los Angeles, Santa Monica & Malibu

Scotty gehört zu der Aktivisten-Bewegung in Los Angeles und gilt als meistgefürchteter Aktivist gegen Scientology und gegen ihre Anhänger inkl. den sogenannten «Independent Scientologen und diverse Aussteiger». Da er seit Jahren mit einem Wohnwagen in ganz Amerika unterwegs ist, gilt er offiziell als Obdachloser und diese Menschen sind nebst Psychiater, Aussteiger, LGBTQ-Gemeinschaft und Aktivisten / Gegner bei Scientology sehr verhasst und werden mit allen Mitteln bekämpft. Er wurde seit Januar 2024 bis heute mind. 10-mal festgenommen, er sass 6 Tage unschuldig in U-Haft, er hat mehrere Anzeigen am Laufen, er musste vor Gericht und hat zusammen mit Street LA gegen «la Poubelle» gewonnen und sogar einen «SLAPP» erreicht: der Verlierer, muss alle Kosten übernehmen und darf wegen demselben Sachverhalt keine Anzeige mehr erstatten.

Glaubt uns eins, ein solcher Sieg vor Gericht verursacht Scientology und ihren Anhängern mehr als nur Kopfweh, deshalb hat die Psychosekte am letzten Wochenende wie folgt reagiert:

Am Samstag, den 6. Juli 2024 wurde Scotty 3-mal festgenommen:

  1. Los Angeles City: Festnahme wegen angeblichem Waffenbesitz
  2. Santa Monica: Festnahme wegen angeblichen Besitzes von Crack (Drogen).
  3. Malibu: Festnahme wegen angeblichen Besitzes von Crystel Meth (Drogen)

Die Boshaftigkeit dieser Anrufe ist unglaublich und auch das Narrativ, welches seit mehr als einer Woche gegen Scotty auf Youtube läuft, ist menschenunwürdig und auf brutalste Art und Weise diffamierend. Diese Menschen, welche solche Lügen in die Welt gesetzt haben, sollen sich in Grund und Boden schämen!

Dann gehen wir zum nächsten Aktivisten, welcher ebenfalls am 6. Juli 2024 festgenommen wurde.

Enri M. – Buffalo (Staat New York)

Enri ist seit ein paar Wochen als friedlicher Aktivist gegen Scientology unterwegs. Zum ersten Mal aktiv war er in Los Angeles zu sehen und aus beruflichen Gründen ist er wieder in den Staat New York zurückgekehrt.

Seine bewaffnete Verhaftung fand vor der Scientology in Buffalo (NY) statt und auch bei ihm rückte die Polizei wegen angeblichen Waffenbesitzes aus.



Solomon & Danny – Santa Monica & Los Angeles

Solomon ist seit Januar 2024 in dieser Aktivisten-Bewegung in Los Angeles mit dabei, gilt mit seinen 16 Jahren als jüngster Aktivist. Er wird deshalb von vielen LA-Aktivisten beschützt, wie auch von Street LA.

Am Samstag, 6. Juli 2024 war er mit seinem Fahrrad in Santa Monica unterwegs und wurde dort von der Polizei zum ersten Mal verhaftet. Warum, weshalb, wieso – das wissen wir bis heute nicht.

Anschliessend ging er in die U-Bahn und in Los Angeles wurde er von 6 Polizisten wegen angeblichem Waffenbesitz verhaftet und in Handschellen abgeführt. Er wurde anschliessend wieder freigelassen, aber eine Verhaftung ist natürlich nie ein Vergnügen.

Da Solomon und alle Aktivisten immer LIVE auf Youtube oder TikTok unterwegs sind, erfahren alle Zuschauer sofort, was passiert. So auch bei diesem Vorfall. Da ein paar Aktivisten in der Nähe waren, eilten sie (Danny, Leah, Chris, Aja, Minion420, Tory) sofort zu Solomon, um ihm zu helfen.

Update:
Sei das nicht genug, ist der Teenager Solomon nicht belehrbar und hört den erwachsenen Aktivisten wie auch Street LA nicht zu. Das hat Scientology ausgenutzt – er wurde am Montag, 8. Juli 2024, vor dem Scientology Rekrutierungszentrum in Hollywood erneut wegen Waffenbesitz verhaftet. Und weil er das Risiko liebt, ging er direkt nach seiner Freilassung zum Hauptzentrum von Scientology, «Blue Building» genannt, und er wurde dort von einem Scientology Sicherheitsbeamter mit einem Taser bedroht.

Danny, ist bis heute auch mehrmals verhaftet worden, er sass unschuldig in U-Haft, hat diverse Anzeige erhalten und muss vor Gericht erscheinen, eilte Solomon zu Hilfe, und weil er mit dem Filmen nicht aufhörte (in LA und Kalifornien ist dies nicht verboten), wurde auch er unschuldig verhaftet und in U-Haft gesteckt. Gemäss Live-Übertragung seiner Verlobten «Leah» durfte Danny mit ihr kurz telefonieren. Danny wurde gemäss Live-Übertragung am Montag wieder freigelassen.

Für euch ist es wichtig zu wissen, dass fast alle LA-Aktivisten durch die vielen bewaffneten Verhaftungen unter Panik-Attacken leiden. Auch unschuldig in U-Haft zu sitzen, während mehrerer Stunden oder sogar Tage, haben zu diesem psychischen Zustand geführt. Im Fachjargon spricht man hier von einem PTSD – Posttraumatische Belastungs-Störung.

Und zu guter Letzt sind wieder einmal zwei Frauen betroffen.

Sassafras – irgendwo in Kalifornien

Sie gilt in der Aktivisten-Bewegung als eine umstrittene Person, welche bei ihrer Aktion am Wochenende von der Polizei wegen angeblichen Waffenbesitzes aufgesucht wurde. Und damit keine neuen Lügen verbreitet werden, wurde sie von der Polizei nicht verhaftet!

Mysteriöse «Busen-Attacke» von Nance aus / in Chicago

Am 28.04.2024 waren vor der Scientology Chicago ein paar Frauen vor Ort und haben friedlich protestiert. Dabei kam Nance auf dem Gehweg einem Scientologen körperlich zu nahe und sie wurde noch vor Ort wegen einer «Busen-Attacke» festgenommen und in U-Haft gesteckt. Wie bitte? Es ist einfach unglaublich, was sich Scientology alles einfallen lässt.

Es gibt ein paar Beweis-Videos, die dem Richter bei der Anhörung jedoch nicht genügt haben. Am Montag, 8. Juli 2024 fand die zweite Gerichtsverhandlung in Chicago statt – sobald wir mehr wissen, informieren wir euch hier.

Wenn man als Schweizer Aktivist solche Bilder und Filme von Aktivisten-Kollegen ansehen muss, dann spürt man nicht nur Ohnmacht, sondern es stehen uns die Haare zu Berge. Nur am letzten Wochenende fanden in den USA sage und schreibe 8 Verhaftungen statt – alles verursacht durch «Fake Calls» von Scientology und ihren Anhängern.

Scientology bestätigt immer wieder, dass sie keine Religion ist, sondern eine demokratiefeindliche und fundamentalistische Psycho- und Wirtschaftssekte, welche ihre Kritiker / Gegner aufsucht, einschüchtert und sie bis zur Zerstörung «handhabt».

Nicht umsonst haben wir am 21.08.2023 den folgenden Blogbeitrag als Aufklärung publiziert: «Überall in der Welt berichten vor allem Ex-Scientologen und Kritiker über die Scientology Methode «Fair Game» – und es kommt immer mehr an’s Tageslicht!»

Es ist endlich Zeit, dass die Politik erkennt, was Scientology in Wirklichkeit ist. Ihre Vorgehensweise ist skrupellos und der angerichtete Schaden (traumatisierte Aussteiger) immens. Von der steten Unterwanderung reden wir nicht einmal.

Hier die Zusammenfassung von Youtology:

https://www.youtube.com/watch?v=18PihHOwu7k

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